Daimler-Chef Zetsche: „Wir glauben, dass wir BMW und Audi schon vor 2020 überholen können“

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exklusivDaimler-Chef Zetsche: „Wir glauben, dass wir BMW und Audi schon vor 2020 überholen können“

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Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender des Automobilkonzerns Daimler.

von Rebecca Eisert und Sebastian Schaal

2015 lag Mercedes-Benz noch knapp hinter BMW. Doch das soll sich bald ändern: Daimler-Chef Dieter Zetsche will beim Absatz bis 2020 an die Spitze des Premium-Segments – und das ohne ein neues Einstiegsmodell.

Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht sich den deutschen Premiumkonkurrenten voraus. „Wir glauben, dass wir BMW und Audi schon vor 2020 überholen können“, sagte Zetsche im Interview mit der WirtschaftsWoche. Zetsche hatte sich ursprünglich zum Ziel gesetzt, bis 2020 weltweit mehr Premiumfahrzeuge zu verkaufen als die Wettbewerber aus Ingolstadt und München.

Im vergangenen Jahr belegte Mercedes Benz mit 1,87 Millionen verkauften Fahrzeuge Platz zwei hinter BMW mit 1,9 Millionen verkaufter Autos. Zum Halbjahr haben die Stuttgarter aber BMW bereits überholt: Mit 1.006.619 verkauften Autos knackte Mercedes-Benz als einzige der drei Premiumkonkurrenten die Millionen-Marke. BMW kam zwischen Januar und Juni auf 986.557 Fahrzeuge, Audi konnte 953.200 Autos absetzen.

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Basis des Mercedes-Erfolgs war zum einen die Neuauflage des Mittelklasse-Modells C-Klasse, zum anderen der Fokus auf die SUV-Baureihen, die inzwischen sechs Modelle umfasst. Auch die Kompakt-Offensive mit einer von Grund auf neu gestalteten A-Klasse und den Ablegern CLA und GLA konnte neue Kundengruppen für die Marke erschließen.

Wie Daimler 2015 abgeschnitten hat

  • Konzern

    Absatz: 2,9 Millionen Fahrzeuge(2014: 2,5 Millionen Fahrzeuge)

    Umsatz: 149,5 Milliarden Euro (2014: 129,9 Milliarden Euro)

    Ebit: 13,5 Milliarden Euro (2014: 10,8 Milliarden Euro)

    Überschuss nach Steuern: 8,9 Milliarden Euro (2014: 7,3 Milliarden Euro)

    Dividende: 3,25 Euro je Aktie (2014: 2,45 Euro je Aktie)

    Quelle: Geschäftsbericht Daimler

  • Mercedes-Benz Cars

    Absatz: 1,99 Millionen Fahrzeuge (2014: 1,722 Millionen Fahrzeuge)

    Umsatz: 83,8 Milliarden Euro (2014: 73,6 Milliarden Euro)

    Ebit: 8,226 Milliarden Euro (2014: 5,853 Milliarden Euro)

    Umsatzrendite: 9,8 Prozent (2014: 8,0 Prozent)

  • Mercedes-Benz Trucks

    Absatz: 502.500 Fahrzeuge (2014: 495.700 Fahrzeuge)

    Umsatz: 37,6 Milliarden Euro (2014: 32,4 Milliarden Euro)

    Ebit: 2,576 Milliarden Euro (2014: 1,878 Milliarden Euro)

    Umsatzrendite: 6,9 Prozent (2014: 5,8 Prozent)

  • Mercedes-Banz Vans

    Absatz: 321.000 Fahrzeuge (2014: 294.600 Fahrzeuge)

    Umsatz: 11,5 Milliarden Euro (2014: 10,0 Milliarden Euro)

    Ebit: 0,9 Milliarden Euro (2014: 0,682 Milliarden Euro)

    Umsatzrendite: 7,8 Prozent (2014: 6,8 Prozent)

  • Daimler Buses

    Absatz: 28,100 Fahrzeuge (2014: 33.200 Fahrzeuge)

    Umsatz: 4,1 Milliarden Euro (2014: 4,2 Milliarden Euro)

    Ebit: 0,214 Milliarden Euro (2014: 0,197 Milliarden Euro)

    Umsatzrendite: 5,2 Prozent (2014: 4,7 Prozent)

  • Daimler Financial Services

    Verleaste oder finanzierte Fahrzeuge: 3,7 Millionen Fahrzeuge (2014: 3,3 Millionen Fahrzeuge)

    Gesamtes Vertragsvolumen: 116,7 Milliarden Euro (2014: 99,0 Milliarden Euro)

    Ebit: 1,619 Milliarden Euro (2014: 1,387 Milliarden Euro)

    Eigenkapitalrendite: 18,3 Prozent (2014: 19,4 Prozent)

Einen kleineren Mercedes unterhalb der A-Klasse wird es aber wohl nicht geben: Zetsche ist sich sicher, dass er kein günstiges Einstiegsmodell im so genannten B-Segment braucht, um sein Ziel zu erreichen. Audi versucht etwa mit dem Kleinwagen A1 und den neuen kleinen SUV Q2 jüngere, preissensiblere Kunden an die Marke zu binden.

„Wir haben die Premiumklasse mit unseren Kompakten sehr erfolgreich erweitert, und im Moment sieht es auch so aus, als würden wir es oh ne ein B-Modell schaffen, schneller zu wachsen als die Konkurrenz“, so der Daimler-Chef.

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