Commerzbank-Tochter: Vorstandschef Köntgen verlässt frühere Eurohypo

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Commerzbank-Tochter: Vorstandschef Köntgen verlässt frühere Eurohypo

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Die Zentrale der Eurohypo in Eschborn im Jahr 2005. Die defizitäre Commerzbank-Tochter wurde zur Hypothekenbank Frankfurt.

Der Vorstandschef der Commerzbank-Tochter Hypothekenbank Frankfurt, Thomas Köntgen, verlässt zum Jahreswechsel das Institut. Zu den Gründen machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

Der Chef der Commerzbank -Immobilientochter tritt ab. Vorstandssprecher Thomas Köntgen verlasse die Hypothekenbank Frankfurt - die frühere Eurohypo - zum Ende des Jahres "im bestem gegenseitigem Einvernehmen", teilte Deutschlands zweitgrößte Bank am Mittwoch mit. Die Commerzbank gibt ihre Immobilienfinanzierung komplett auf und wickelt die Eurohypo ab. Das Institut wollte sich nicht dazu äußern, ob oder wann ein neuer Vorstandssprecher berufen werden soll.

„Mit Thomas Köntgen verlässt einer der kompetentesten Kenner der Immobilienfinanzierungsmärkte nach 16 Jahren die Bank“, sagte Commerzbank-Vorstand Ulrich Sieber. Neben Köntgen stehen auch die beiden im Vorstand der Commerzbank für die Abbausparte zuständigen Manager Jochen Klösges und Ulrich Sieber vor der Abberufung. Es gilt als offenes Geheimnis, dass es nur noch um deren Abfindung geht.

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Köntgen zog im Januar 2008 in den Vorstand der Eurohypo ein und ist seit September 2011 Vorstandssprecher. Köntgen habe einen "wertvollen Beitrag zur Stabilität der Bank geleistet und mit dazu beigetragen, dass der unumgängliche Umbau der Hypothekenbank auch auf der Personalseite mit ruhiger Hand und sozialverträglich erfolgen konnte", sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing. Bei der Hypothekenbank sollen bis Ende 2015 rund 500 Vollzeitstellen wegfallen, das entspricht jeder zweiten Stelle bei der Tochter.

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Die milliardenschweren Altbestände der Eurohypo sind ein Klotz am Bein der Commerzbank. Sie hatte im vergangenen Jahr überraschend beschlossen, den seit der Finanzkrise verlustreichen Immobilien- und Staatsfinanzierer komplett abzuwickeln, nachdem sich der von der EU ursprünglich geforderte Verkauf des Spezialinstitutes als unmöglich erwiesen hatte.

Auch der zeitweise verfolgte Plan, zumindest das gesunde Immobilienfinanzierungsgeschäft in Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien in abgespeckter Form fortzuführen, wurde letztlich zu den Akten gelegt. Die langlaufenden Kredite würden viel Eigenkapital verschlingen, das die Commerzbank in Zeiten strengerer Regulierung nicht hat. Jetzt liegt die Ex-Eurohypo in der konzerninternen "Bad Bank".

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