Adidas: Das Fußballgeschäft ist auf Rekordkurs

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Adidas: Das Fußballgeschäft ist auf Rekordkurs

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Der offizielle Ball zur Fußball-Europameisterschaft

von Peter Steinkirchner

Für Adidas-Chef Herbert Hainer ist es die letzte Fußball-Europameisterschaft als Konzernchef. Zum Abschied präsentiert er gemeinsam mit dem Adidas-Fußballchef starke Zahlen. Doch der ewige Konkurrent Nike lauert schon.

Sie mögen nicht jedermanns Sache sein. Leuchten sie doch in kaltem chrom-silber, als wären sie aus Metall gefertigt und nicht aus Kunststoff. Doch während auf dem Spielfeld ansonsten Knallfarben wie Lila und Neongelb dominieren, fallen die Schuhe auf, mit denen Adidas seine Stars bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich ausstattet.

Nun mag man über Geschmack streiten - unstrittig ist, dass die Treter ihren Teil dazu beitragen, dass der Dax-Konzern aus Herzogenaurach für das laufende Geschäftsjahr mit einem neuen Rekordumsatz in seiner Fußballsparte rechnet.

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„Wir werden 2016 mit einem Umsatz von 2,5 Milliarden Euro einen neuen Rekord erreichen“, sagte Adidas-Fußballchef Markus Baumann am Donnerstag. Sein Boss Herbert Hainer ergänzte: „Das unterstreicht unsere weltweit führende Position im Fußball.“ Tatsächlich habe der Konzern im ersten Quartal 2016 im wichtigen Kicker-Business in den fünf wichtigsten europäischen Märkten seinen Marktanteil bei Fußballschuhen auf 36 Prozent steigern können und liege damit vor der Konkurrenz, sagte Hainer. Zusammen mit guten Verkaufszahlen bei Trikots und Bällen habe dies zu den steigenden Umsatzzahlen beigetragen.

Diese Teams rüsten Adidas und Co. bei der EM aus

  • Adidas

    Deutschland, Schweden, Belgien, Wales, Spanien, Russland, Ukraine, Nordirland und Ungarn.

  • Nike

    Türkei, Polen, England, Kroatien, Portugal und Frankreich.

  • Puma

    Italien, Schweiz, Österreich, Slowakei und Tschechien.

  • Errea

    Island

  • Joma

    Rumänien

  • Macron

    Albanien

  • Umbro

    Irland

Tatsächlich hatten sich vor zwei Jahren bei der WM in Brasilien Adidas und sein ewiger Konkurrent Nike ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Marktführerschaft bei Fußballschuhen geliefert – die Amerikaner sahen sich damals in Führung.

Besonders für Adidas geht es um mehr als nur Prestige, schließlich steht die Sparte für einen erklecklichen Teil der Erträge. Die Wende zu den eigenen Gunsten leitete aus Adidas-Sicht vor allem das Wagnis ein, praktisch von einem Tag auf den anderen alle bewährten, aber in die Jahre gekommenen Fußballschuhmodelle vom Markt zu nehmen und durch neue zu ersetzen. Die Modelle ACE, X und Messi, sagt Baumann heute, hätten dazu beigetragen, „das Fußballgeschäft komplett zu drehen“. Die Disruption in Eigenregie hat sich demnach offenbar ausgezahlt - zur Erleichterung von Konzernchef Hainer, der dieser Tage seine letzte EM als Adidas-Vorstand erlebt.

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