Bayer AG schraubt Renditeziele nach oben

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Nach Monsanto-Deal: Bayer schraubt Renditeziele nach oben

, aktualisiert 20. September 2016, 08:29 Uhr
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Bayer: Werner Baumann hebt die Ziele an.

Bayer erwartet hohe Umsatzzuwächse im Pharma-Geschäft: Der Konzern verkündete am Dienstag neue Ziele. Besonders viel verspricht sich der Konzern vom Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln.

Bayer steckt sich mit der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto neue Renditeziele. „Für die mittelfristige Entwicklung sind wir optimistisch und haben uns entsprechend ambitionierte Ziele gesetzt“, sagte Vorstandschef Werner Baumann am Dienstag auf einer Investorenkonferenz in Köln.

Im Pharmageschäft erwarte Bayer besonders hohe Umsatz- und Margenzuwächse, teilte der Pharma- und Chemiekonzern am Dienstag mit. Bis zum Jahr 2018 soll die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auf 32 bis 34 Prozent von 30,1 Prozent im vergangenen Jahr steigen.

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Das Spitzenumsatzpotenzial seiner fünf neueren Pharma-Produkte hob Bayer auf mehr als zehn von bisher mindestens 7,5 Milliarden Euro an. Dazu tragen vor allem der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmittel Eylea bei.

Der Saatgutkonzern Monsanto

  • Hersteller

    Der US-amerikanische Konzern Monsanto ist einer der weltgrößten Hersteller von – oft auch gentechnisch verändertem – Saatgut sowie Unkrautbekämpfungsmitteln.

  • Umsatz

    Das Unternehmen mit Hauptsitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri gehört zu den 500 größten börsennotierten in den USA und setzte zuletzt rund 15 Milliarden US-Dollar (gut 13 Mrd. Euro) um. Dabei erzielte Monsanto einen Überschuss von 2,3 Milliarden Dollar.

  • Mitarbeiter

    Weltweit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 21.200 Menschen, fast die Hälfte davon in den USA. Der Saatgutkonzern ist in 66 Ländern vertreten – auch in Deutschland.

  • Kritik

    Monsanto bezeichnet eine nachhaltige Landwirtschaft als „Kernanliegen“, wird jedoch weltweit von Umweltschutzorganisationen unter anderem für die Herstellung von gentechnisch veränderten Saatgut heftig kritisiert.

    Quelle: dpa

Auch das Agrarchemiegeschäft CropScience peilt eine höhere Rendite nach der 66 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Monsanto an. Bei Consumer Health und Animal Health seien die Aussichten ebenfalls positiv, hieß es.

Erst am vergangenen Mittwoch hatte Monsanto dem Kauf durch die Deutschen zugestimmt und damit einen monatelangen Poker beendet. Die Übernahme würde Bayer mit einem Schlag zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen und die Gewichte im Konzern verschieben.

Bayer-Aufsichtsratschef Wenning Der mächtigste Strippenzieher der deutschen Industrie

Die Übernahme des umstrittenen US-Saatgutriesen Monsanto ist vollbracht. Für Bayer-Aufsichtsratschef Werner Wenning ist es der krönende Abschluss eines langen Weges.

Bayer-Aufsichtsratschef Werner Wenning Quelle: Laif
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