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Seltene Erden: Schutz vor der Rohstoffkrise

Seltene Erden: Deutschlands Industrie giert nach eigenen Minen

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Schutz vor der Rohstoffkrise

Der Name "Seltene Erden" ist irreführend, denn es handelt sich nicht um Erde, sondern um Metalle. Diese Metalle wurden aber zunächst in seltenen Mineralien gefunden und als Oxide, was früher als Erde bezeichnet wurde, isoliert. Doch selbst die seltenen unter den "Seltenen Erden", dazu gehören Thulium und Lutetium, sind in der Erdkruste 200-mal häufiger vertreten als das Edelmetall Gold. Ein Überblick über die wichtigsten der unbekannten Rohstoffe und ihre Verwendung, beinnend mit den "leichten" seltenen Erden. Lanthan Nickel-Metallhydrid-Batterien, wie sie in der derzeitigen Generation von Hybridautos zum Einsatz kommen, enthalten bis zu 30 Kilogramm Lanthan.

Bild: rtr

Dass sich die Industrie vor der drohenden Rohstoffkrise schützen muss, ist naheliegend. Das gilt besonders für sogenannte schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Neodym, die in Magneten von Elektromotoren zum Einsatz kommen. Beinahe die gesamte Produktion und mehr als 40 Prozent der Nachfrage kommen aus China. „Wenn China weiter stark wächst, wird die Volksrepublik in spätestens zehn Jahren vom Exporteur zum Importeur Seltener Erden“, erwartet Arndt Uhlendorff, Chefanalyst beim Institut für Seltene Erden und Metalle in Düsseldorf. Das würde auf die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft schlagen.

Nicht nur Spezialmetalle

Es geht nicht allein um Spezialmetalle. Auch Kupfer, Eisenerz, Wolfram oder Molybdän sind gefragt, seit die Nachfrage aus den Schwellenländern die Preise explodieren ließ. Es rächt sich, dass etwa der frühere ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz mit Shareholdervalue-Blick und blindem Vertrauen auf billige Preise am Weltmarkt die eisernen Reserven verscherbelte. ThyssenKrupps letzte Erzmine kam 2001 unter den Hammer. Seither hat sich der Preis für den Brennstoff der Hochöfen vervielfacht.

Das Rad lässt sich nicht zurückdrehen. Allein 2011 importierten deutsche Unternehmen drei Viertel der benötigten Rohstoffe – und zahlten 110 Milliarden Euro. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe geht zwar davon aus, dass die Nachfrage aus Schwellenländern wegen des Abschwungs sinken wird. Ihr Experte Volker Steinbach sagt aber: „Die deutsche Wirtschaft wird weiter auf Importe angewiesen sein.“ Dennoch müsse die Eigenproduktion im In- und Ausland gesteigert werden – schon, um Preisrisiken vorzubauen.

Das soll nun Dierk Paskert richten. Der frühere E.On-Vorstand ist Geschäftsführer der Rohstoffallianz in Berlin. Er tariert zwischen Gesellschaftern aus, wo gemeinsame Interessen liegen, wer wo wie viel investiert und wie die Rohstoffe verteilt werden. Frühestens in sechs Monaten werde es das erste Projekt geben – kein großes, wie Paskert zugibt, der keine Details verraten will. „Wir wollen zeigen, dass das Konzept funktioniert.“ Sobald das geschafft sei, werde die Rohstoffallianz neue Gesellschafter anziehen und Projekte anpacken.

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In Europa sei Deutschland der Nachzügler, kritisiert Magnus Ericcson, Chef des schwedischen Rohstoff-Marktforschers Raw Materials. „Ein Industrieland braucht Wissen, wie man Rohstoffe fördert und verarbeitet.“ Den Mehrwert der Allianz sieht er im Know-how für die Konzerne – von Technik über Management im Minensektor bis zu Finanzierung. Insofern sei die Allianz „eher so etwas wie ein Rohstoff-Lernprogramm“.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 23.08.2012, 18:51 Uhrbrave-Digger

    Lösungen für das REE(Rare earth elements)-Problem:
    ALKANE RESOURCES LTD (hoher Anteil an HREE)
    ORBITE ALUMINAE (Patent auf ein verbessertes Förderverfahren REE)
    AVALON RARE METALS INC. (gute Mining Aussichten)

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