Stahlhändler: Klöckner & Co will 2016 aus der Krise

Stahlhändler: Klöckner & Co will 2016 aus der Krise

Der heftige Verfall der Stahlpreise hat Klöckner & Co im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerissen. In diesem Jahr will der Stahlhandelskonzern nun wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren.

Der von der Branchenkrise gebeutelte Stahlhändler Klöckner & Co setzt nach Verlusten im vergangenen Jahr auf eine Belebung der Geschäfte. 2016 peile der Konzern einen deutlichen Anstieg des operativen Gewinns und ein leicht positives Ergebnis an, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Sowohl in Europa als auch den USA erwartet Vorstandschef Gisbert Rühl eine etwas stärkere Stahlnachfrage. 2017 solle es weiter bergauf gehen. Im vergangenen Jahr habe Klöco wegen des Preisdrucks in der Branche und hoher Abschreibungen einen Fehlbetrag von 347 Millionen Euro eingefahren. Eine Dividende gibt es nicht.

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Hauptgrund für den Absturz 2015 waren hohe Abschreibungen auf US-Tochterunternehmen, deren Wert KlöCo wegen des Einbruchs der Stahlpreise weit nach unten korrigierte. „Die vor allem durch die Überproduktion in China auf die Weltstahlmärkte drängenden Mengen an Billigstahl haben auch bei uns deutliche Spuren in der Umsatz- und Ergebnisentwicklung hinterlassen“, sagte Vorstandschef Gisbert Rühl.

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KlöCo kämpft seit der Wirtschaftskrise 2009 mit niedrigen Preisen. Im vergangenen Jahr verschärfte sich die Lage noch einmal, weil nun auch noch China wegen der eigenen Wirtschaftsschwäche massenhaft eigenen Stahl auf den Weltmarkt wirft. KlöCo hatte im Sommer seine seit mehr als drei Jahren andauernden Sparanstrengungen noch einmal verschärft. Weitere 600 der aktuell zuletzt noch 9700 Stellen sollten in diesem Zuge wegfallen. Vor allem in Frankreich setzt KlöCo dabei den Rotstift an.

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Im vergangenen Jahr hatte KlöCo zudem hohe Abschreibungen auf sein Nordamerikageschäft vorgenommen. Mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Restrukturierungsaufwendungen von 86 Millionen Euro verdiente der Konzern 2015 nicht mal halb soviel wie im Jahr zuvor. Der Umsatz hielt sich 2015 mit einem Rückgang von 0,9 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro dank positiver Währungseffekte noch recht stabil. Der operative Gewinn - das ist das um die Kosten für ein neues Sparprogramm bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) - sackte um mehr als Hälfte auf 86 Millionen Euro ab.

2016 und auch 2017 wolle das Unternehmen operativ deutlich zulegen. Im vierten Quartal konnte KlöCo mit einem operativen Gewinn von elf Millionen Euro die Markterwartungen übertreffen. Für Januar bis Ende März stellte Rühl einen operativen Gewinn von zehn bis 15 Millionen Euro in Aussicht nach zehn Millionen im Vorjahreszeitraum. Ab dem zweiten Quartal dieses Jahres solle es deutlich bergauf gehen.

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