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BrandIndex: "Dafür stehe ich mit meinem Namen"

BrandIndex: Windbeutel wird für Hipps Image gefährlich

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129.229 Menschen haben auf der Internetseite abgespeist.de über die dreisteste Werbelüge der Lebensmittelindustrie abgestimmt. Die Verbraucherschutzorganisation hat den "Gewinner" mit dem goldenen Windbeutel ausgezeichnet. Am Dienstagmittag wollen Foodwatch-Aktivisten den Preis am Unternehmenssitz verleihen. Die Negativehrung vergibt die Organisation bereits zum vierten Mal. Die vorherigen Preisträger waren Milch-Schnitte von Ferrero (2011), Monte Drink von Zott (2010) und Actimel von Danone (2009).

Bild: Reuters

"Dafür stehe ich mit meinem Namen"

Mit dem Satz „Dafür stehe ich mit meinem Namen“ wirbt Claus Hipp seit Jahren für Vertrauen zu seiner Marke. Hoch interessant ist in diesem Zusammenhang, dass laut BrandIndex-Untersuchung neben der wahrgenommenen Qualität der Marke Hipp vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Wahrnehmung der Verbraucher gelitten hat.

Das Beispiel Hipp zeigt erneut: Solche Vorfälle werden längst nicht mehr nur in kleinen Internet-Communities wahrgenommen – sie kommen, unterstützt durch eine breite Berichterstattung in der Presse, ohne Umwege in der breiten Bevölkerung an.

Diese Erfahrung musste auch bereits Danone machen: Nach dem „Goldenen Windbeutel“ für das Danone-Produkt Actimel sank die Beliebtheit der Marke deutlich. Unterstützt durch andere negative Berichte über das Produkt, entwickelte sich in diesem Fall ein regelrechtes Imageproblem für das Produkt.

Auch Becel verliert an Beliebtheit

Ähnliches droht möglicherweise auch Becel – einer Marke des Unilever-Konzerns. Mit einer Margarine, die den Cholesterinspiegel aktiv senken soll, zog der Konzern den Zorn von Verbraucherschützern auf sich.

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Im BrandIndex hat die Marke Becel aus Sicht der deutschen Verbraucher in der letzten Zeit deutlich an Beliebtheit verloren.

Überraschend ist weniger, dass Unternehmen immer wieder in Fettnäpfchen tappen und für negative Aufmerksamkeit sorgen.

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Überraschend ist letztlich, dass die meisten Unternehmen offenbar nicht ausreichend auf einen solchen Fall vorbereitet sind und in Sachen Krisenkommunikation eine bessere Figur machen könnten.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 26.06.2012, 06:05 UhrJoselyn

    Den Preis hat Hipp völlig zu Recht verdient. Der angeblich "gesunde Durstlöscher" für Kinder ab 12 Monate enthält 420 g Zucker pro Dose (97 %). Auf ein 200 ml Glas/Fläschchen wären das 2 1/2 Stück Würfelzucker (7,5 g). Das wären 37,5 g pro Liter.

    Das ist für Kleinkinder gesundheitsschädlich. Zumal sich die Kleinkinder nicht wehren können und die Eltern in die Irre geführt werden mit dem Getränk. In dem Alter sollen Kinder noch möglichst ungesüßte Tees und Getränke zu sich nehmen, wie Ihnen jeder Kinderarzt bestätigen wird.

    Der Schriftzug "gesunder Durstlöscher" wurde zwar entfernt, das ändert aber nichts am Inhalt.

  • 25.06.2012, 17:26 UhrWowbagger

    Zeugt es von besonderer Weisheit seine Meinung in rhetorische Fragen zu kleiden?

  • 25.06.2012, 16:51 Uhrhorrex

    Lieber Fragen stellen,
    als vor zu geben, alles zu wissen.

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