
Eine Privatbahn müsse sich inszenieren, um Erfolg zu haben. Wohltätigkeitsveranstaltungen, Feste in Verbindung mit der Bahn und Rabatte, etwa für Wintersportler, halten die Bahn im Gespräch.
Manchmal helfen auch verstopfte Straßen und Park&Ride-Plätze wie bei der Taunusbahn, die von Frankfurt/Main in den Hochtaunuskreis fährt. 11.000 Fahrgäste benutzen täglich die modernen Triebwagen. 1989 waren es nur 1500, wobei 1000 Reisende pro Tag als die unterste Grenze für einen sinnvollen Schienenverkehr gilt.
Hartnäckige Rentner und ein Student haben die ehemalige DB-Strecke Vechta – Lohne vor dem Verfall gerettet. Seit 1998 fährt die Nordwestbahn der Veolia Verkehrs GmbH im Takt und verbindet inzwischen Osnabrück und Bremen. 6900 Menschen fahren täglich mit, und wer sich nicht traut, bekommt auf Wunsch sogar eine individuelle Einweisung von der Bahn.
Bahn hat schöne Töchter
Nicht nur die Privatbahnen gehören zu den Besten, die der Allianz pro Schiene auffielen. Auch die Deutsche Bahn hat schöne Töchter. Die S-Bahn Rhein-Neckar holte binnen sechs Jahren 48 Prozent mehr Reisende auf die Schiene.
Auch die Usedomer Bäderbahn, die 1994 als DB-Tochter ein marodes Streckennetz übernahm, hat den Verkehr seitdem fast verzehnfacht, und auch der brandenburgische Prignitz-Express legte in diesem Jahrtausend kräftig zu. Die Gäubahn im Nordschwarzwald wird von der DB Regio AG zusammen mit der überaus erfolgreichen Albtal-Verkehrs-Gesellschaft betrieben, die in Deutschland den Betrieb von Straßenbahnzügen auf DB-Gleisen populär gemacht hat, um den Fahrgästen das Umsteigen zu ersparen.
Dank engagierter Bürgerinitiativen betreibt die DB Regio auch die Strecke Nürnberg Nordost – Gräfenberg wieder mit Erfolg. Die Fahrgastzahl hat sich seit 2000 fast verdreifacht.











- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
Alle Kommentare lesen17.09.2009, 14:07 UhrAnonymer Benutzer: Haarspalter
Rechthaberei
"Privat" ist, was nicht dem bund gehört ? bei soviel Rabulistik verschlägt es einem förmlich die Sprache. Danach ist wohl auch die Länderpolizei lediglich eine "private" Schutztruppe.
Wie dem auch sei, die Länder schreiben Verkehrsleistungen aus, bestellen diese vielfach bei sich selbst und nennen das dann auch noch Wettbewerb. Rabulistik auch hier.
16.09.2009, 22:19 UhrAnonymer Benutzer: Der Autor
Kommentare, die "keine Ahnung" enthalten, machen so schön nieder, gell? Der begriff der Privatbahnen wird in der gesamten bahnindustrie verwendet und ist ein Synonym zu dem älteren begriff "Nichtbundeseigene bahnen". "Privat" ist demnach alles, was nicht dem bund gehört, also auch die HLb. Für diese bahnen sind die Länder verantwortlich. Sie finden mehr dazu unter "NE-bahnen" in Wikipedia. Mit Selbstkontrahierung (insichgeschäften) hatte dieser beitrag rein gar nichts zu tun, sondern mit dem erfolgreichen Werben um Fahrgäste, sagt der Verwaltungswissenschaftler übrigens dazu.
16.09.2009, 20:42 UhrAnonymer Benutzer: Oberschaffner
Keine Ahnung
Von wegen "private" bahnen - da lachen ja die Hühner !
Der Autor hätte sich vielleicht einmal die besitzverhältnisse der hochgepriesenen "Privaten" ansehen sollen, bevor ihn die Euphorie übermannte.
Gerade die genannte "Taunusbahn" ist dafür ein Paradebeispiel: Sie gehört zum Verbund der Hessischen Landesbahn (HLb). Und diese gehört - genau - dem Land Hessen. Dieses Land ist für die Vergabe der Nahverkehrsverträge zuständig und - komischer Weise - erhält die eigene Eisenbahn immer mehr Aufträge zu Lasten der Db AG. Das ist eine Verlagerung von einer Staatsbahn zur anderen - mehr nicht. Selbstkontrahierung sagt der Jurist übrigens dazu.