Unabhängigkeit für Frauen
Bild: dpaDie wichtigsten Business-Frauen 2012
Rang 10: Simone Bagel-Trah
Mit 40 Prozent Zuspruch der Juroren landet die Ur-Urenkelin des Markenpioniers Fritz Henkel unter den Top Ten. Simone Bagel-Trah ist Aufsichtsratsvorsitzende des Düsseldorfer Henkel-Konzerns. Damit steht die promovierte Mikrobiologin an der Spitze eines der 500 umsatzstärksten Konzerne der Welt und gehört in Deutschland zu den wirtschaftlich wichtigsten Frauen für 2012.
Bild: APRang 9: Nicola Leibinger-Kammüller
Als Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH bekam Nicola Leibinger-Kammüller einen Zuspruch von 43,7 Prozent. Die gebürtige US-Amerikanerin ist seit 2005 Geschäftsführerin eines der weltweit größten Anbieter von Werkzeugmaschinen. Sie ist zudem Mitglied des Aufsichtsrats der Lufthansa, der Siemens AG, der Voith GmbH und der Axel Springer AG sowie Mitglied des Beirats der Landesbank Baden-Württemberg und der BW-Bank.
Bild: dpaRang 8: Hannelore Kraft
Sie ist eine der wichtigsten Frauen in der SPD: Seit 2009 stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, bis Oktober 2011 war sie ein Jahr lang Bundesratspräsidentin und die erste Frau in der Geschichte des Bundesrates. Seit Juli 2010 ist die Diplom-Ökonomin Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen. Die Juroren wählen die Politikerin aus Mühlheim an der Ruhr wohl auch deshalb mit durchschnittlich 44,7 Prozent auf Rang acht des Rankings.
Bild: APRang 6: Friede Springer
Die deutsche Verlegerin und Witwe Axel Springers landet mit 45,3 Prozent auf Platz sechs der wirtschaftlich wichtigsten Frauen für 2012. Nach Springers Tod 1985 erbte sie gemeinsam mit seinen Kindern und Enkeln die Anteile am Verlagskonzern und wurde Managerin des Axel Springer Verlags. Friede Springer besitzt Laut Forbes Magazine ein geschätztes Privatvermögen von rund 3,2 Milliarden US-Dollar. Als Freundin Angela Merkels nahm die 69-Jährige 2004, 2009 und 2010 an der Wahl des Bundespräsidenten teil.
Bild: APRang 6: Maria-Elisabeth Schaeffler
Die österreichisch-deutsche Unternehmerin ist gemeinsam mit ihrem Sohn Gesellschafterin des Schaeffler-Konzerns. Damit teilt sich die Witwe des Unternehmensgründers den Platz mit Friede Springer: Sie erhält von den Juroren ebenfalls 45,3 Prozent Zuspruch. In der Forbes-Liste der reichsten Menschen weltweit wird sie zusammen mit ihrem Sohn Georg 2011 mit einem geschätzten Vermögen von 9,8 Milliarden US-Dollar auf Platz 7 der reichsten Deutschen geführt. Der weltweite Umsatz der Schaeffler-Gruppe betrug im Jahr 2010 9,5 Milliarden Euro.
Bild: dpaRang 5: Anke Schäferkordt
Die deutsche Managerin aus Nordrhein-Westfalen steht seit September 2005 an der Spitze der Mediengruppe RTL Deutschland. Doch damit hat sie noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: Schäferkordt wird ab dem 18. April in Vorstand der Bertelsmann-Gruppe einziehen.
An der Spitze von RTL stehen unter anderem die Sender RTL Television, VOX, n-tv oder RTL II unter ihrer Leitung. Bereits seit 1991 arbeitet Anke Schäferkordt im Unternehmen RTL. Mit 48,4 Prozent wählen die Juroren sie unter die Top Fünf.
Bild: dpaRang 4: Beate Baumann
Beate Baumannist Büroleiterin des Kanzlerbüros und engste Vertraute der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bevor sie mit Merkel ins Kanzleramt wechselte, arbeitete Baumann bereits in deren Büro im Konrad-Adenauer-Haus. Als Merkels Beraterin und „Merkels Schatten“ schätzen die Experten sie mit 49,5 Prozent als viertwichtigste Frau Deutschlands für die Wirtschaftsentwicklungen 2012.
Bild: APRang 3: Liz Mohn
Die deutsche Verlagsmanagerin ist Aufsichtsratsmitglied der Bertelsmann AG und Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Seit dem Tod ihres Mannes Reinhard Mohn 2009 konnte die gelernte Zahnarzthelferin ihren Einfluss im Verlags- und Medienkonzern weiter ausbauen. Im Vorstand der Bertelsmann-Stiftung ist die persönliche Freundin Angela Merkels zudem offiziell für den Bereich Kultur zuständig. Mit 51,1 Prozent zählt sie zu den Top Drei der wirtschaftlich bedeutendsten Frauen für 2012.
Bild: APRang 2: Susanne Klatten
Susanne Klatten ist eine Millionenerbin der Familie Quandt. Mit einem geschätzten Vermögen von rund 14,6 Milliarden US-Dollar gilt sie als reichste Frau Deutschlands. Als Großaktionärin und Aufsichtsratmitglied bei BMW hält sie 12,5 Prozent an dem Autohersteller. Zudem ist die studierte Betriebswirtin mit einer Beteiligungsgesellschaft Teilhaberin des Chemiekonzerns Altana, des Windturbinenherstelles Nordex und des SGL Carbon-Konzerns. Damit ist Susanne Klatten für die Juroren mit 52,6 Prozent die zweitwichtigste Frau für die deutsche Wirtschaftsentwicklungen 2012.
Bild: APRang 1: Angela Merkel
Als deutsche Bundeskanzlerin hat sich Angela Merkel spätestens seit November 2005 national und weltweit einen Namen gemacht. Die Diplom-Physikerin ist seit 2000 an der Spitze der CDU und wird mit 80 Prozent auf Platz eins der wichtigsten Frauen für Deutschland im Jahr 2012 gewählt.
Die wichtigsten Business-Frauen 2012
Rang 10: Simone Bagel-Trah
Mit 40 Prozent Zuspruch der Juroren landet die Ur-Urenkelin des Markenpioniers Fritz Henkel unter den Top Ten. Simone Bagel-Trah ist Aufsichtsratsvorsitzende des Düsseldorfer Henkel-Konzerns. Damit steht die promovierte Mikrobiologin an der Spitze eines der 500 umsatzstärksten Konzerne der Welt und gehört in Deutschland zu den wirtschaftlich wichtigsten Frauen für 2012.
Hatten Sie dieses Gefühl nie?
Harrison-Gross: Klar kommt das mal vor. Aber dann braucht man eben eine gute Tagesmutter und teilt mit dem Partner die Verantwortungen auf.
Freitag: Natürlich hat man als Mutter manchmal ein schlechtes Gewissen – etwa, wenn das Kind krank ist und man sich fragt, ob man es in der Obhut einer Tagesmutter lassen kann, wenn man einen wichtigen geschäftlichen Termin hat. Ich denke, es ist wichtig, solche Konflikte im Unternehmen offen zu adressieren. In der Regel findet man dann auch eine Lösung.
Hornberg: In Italien ist die finanzielle Unabhängigkeit für Frauen sehr wichtig. Mit dieser Botschaft bin ich aufgewachsen. Ich denke, das war in Deutschland anders.
Kasztan: Stimmt. Ich wurde noch gefragt: Warum studierst du, du heiratest doch.
Freitag: Wir haben eine Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau. In Deutschland sind es 1,4 Kinder. Trotzdem arbeiten in Frankreich 70 Prozent der Frauen in Vollzeit, in Deutschland nur 55 Prozent. Der Grund dafür ist einfach eine andere Kultur, ein anderes Frauenbild.

Wie wirkt sich das im Alltag aus?
Freitag: Wenn eine Frau bei einem Vorstellungsgespräch sagt, sie habe drei Kinder, schlägt der Personaler die Hände überm Kopf zusammen. Erzählt ein Mann von seinen Kindern, ist er der Held, der Verantwortung übernehmen kann.
Haben Sie diese Unterschiede auch am eigenen Leib erfahren?
Freitag: Als ich vor neun Jahren mit meinem zweiten Kind schwanger war, war ich bei einem US-Konzern als Vice President für Finanzen zuständig. Ich habe meinem amerikanischen Vorgesetzten gesagt, dass ich nach der Geburt acht Wochen von zu Hause arbeite. Er war nicht überrascht und sagte: „Okay, bis bald.“

Wie war die Reaktion in Deutschland?
Freitag: „Wissen Sie, in Ihrer Position, mit einem Kind – das geht gar nicht.“ Hier zeigen sich die Unterschiede: Frauen als Führungskräfte müssen zur Selbstverständlichkeit werden. Kinder zu haben darf dabei kein Hindernis sein.
Ist die Frauenquote der richtige Weg, um diese Hindernisse zu überwinden?
Hjorth: Ich glaube zwar, dass es schlecht ist, etwas zu erzwingen. Aber nehmen Sie Norwegen: Dort gibt es seit 2003 eine Quotenregelung für Aufsichtsräte. Die Mindestquote von 40 Prozent Frauen ist seit Jahren erreicht, die befürchteten Qualitätsverluste haben sich nicht erfüllt. Die Zahl von Frauen in leitenden Managementpositionen hat sich aber auch nicht erhöht.
Harrison-Gross: Ich tue mich schwer mit der Quote. Bei solchen Vorschriften gibt es immer Verlierer. In Südafrika zum Beispiel haben heute junge weiße Männer oft Probleme, eine angemessene Arbeit zu finden, auch wenn sie gut qualifiziert sind.
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Alle Kommentare lesen20.07.2012, 00:30 UhrAnonymer Benutzer:HansP.
"Da fehlt einfach der Wille zur Übernahme von Führungsverantwortung."
Ja. Prima. Das heißt doch nicht, dass man (oder Frau) keine Führungsverantwortung übernehmen würde - WENN es sinnvoll ist bzw. der Sache oder dem Team dient. Anstatt "Aufstieg um des Aufstiegs wllen".
Ich finde seltsam, dass Führung so oft in einen Gegensatz zu "Spaß an der Sache" gestellt wird, wobei die Sache m. E. nicht das "Chef sein" sein sollte, sondern die gemeinsame Aufgabe. Primus inter pares.
Dass Frauen in Führungsverantwortung heute in diesen Klischees denken, ist dabei fast zwangsläufig - nur so sind sie Frauen in Führungsverantwortung geworden. Wo sind die Unternehmen, die sich trauen, Führungsrollen projektbezogen zu vergeben? Mal ist einer im Team besser der Lenker, mal eher zuarbeitender Spezialist. Wobei im Idealfall ja auch der Chef nur (seinem Team) zuarbeitender Spezialist sein sollte... wenn man's so sieht, würde schnell offenbar, dass die Sozialkompetenzen von Frauen als "Teamorganisatorinnen" öfter mal eine Rolle bei der Frage "wer wird Chef" spielen, als der "Aufstiegs/Macht/Verantwortungswille" von Karrieristen (m/w). (Dass mit der "Verantwortung ist ja weithin auch nur ein Klischees - ein "guter" Chef kann auch diese im Zweifel prima delegieren ...)
Natürlich kämen die Leute mit "Willen zur Führungsverantwortung" dabei kaum noch auf ihre Kosten ... es sei denn, ihr Können, ihr Beitrag für den gemeinsamen Nutzen, ist größer als Aufstiegswille.
Sicher für manchen eine erschreckende Idee: Chefs, die sich in erster Linie der gemeinsamen Sache, dem Nutzen für ihre Mitarbeiter und ihre Mitmenschen verantwortlich fühlen; und nicht dem nächsten Karrieresymbol ...
12.07.2012, 15:22 UhrRegistrierter Benutzer:Merdouce
Ich (48 Jhr., Akademikerin, alleinstehend, ohne Kinder, aufsteige- und karrierewillig) bin in einem Alter, in dem ich keine Zeit mehr hatte darauf zu warten, bis mir in Deutschland gnädigerweise mal die Karriere erlaubt worden wäre. In Deutschland wurde ich von männlichen Chefs gerne festgehalten, damit ich bloß nicht durchstarte. Für mich gab es nur einen Weg: auswandern und im Ausland Karriere machen. Seit einem Jahr bin ich im Ausland auf einer Führungsposition und mein Motto lautet "The sky's the limit". Deutschland: nie wieder!
17.06.2012, 09:59 UhrAnonymer Benutzer:Frauennichtversteher
Viel Gejammere aber keine Aktionen, noch nicht mal bei den ganz brennendsten Themen die Frauen wirklich betreffen!
Beispiel: Eine von Frauen konzipierte KITA (am besten eine Franchise-Kette KITA24) die alle Wünsche der berufstätigen Mütter erfüllt: Durchgehend geöffnet von 7 – 19 Uhr, gesundes warmes Essen, pädagogisch wertvoll, Parkplatz für den SUV direkt vor der Tür etc. pp.
Wer kennt die Bedürfnisse besser als die Frauen selbst?
Und bei der Umsetzung wären sie auch garantiert unter sich. Denn welcher Mann möchte Karriere in einer KITA machen.
Aber da tut sich nichts. Warum????
Also Frauen: Macht endlich mal. Schaffe net schwätze!