Facebook: Yes, we can. Auch mobil.

Facebook: Yes, we can. Auch mobil.

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Erfolg dank mobiler Werbeformen. Weil Facebook bei der Werbung auf Handy und Tablet Fortschritte macht, steigt die Aktie

von Stefan Hajek

Facebook ist an der Börse mehr wert als die meisten Dax-Konzerne, die Aktie ist im Höhenflug. Eine Luftnummer oder Kursrakete für Anleger?

Das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook hat vorgestern beeindruckende Zahlen für das vierte Quartal 2013 vorgelegt und dabei sogar die bereits ambitionierten Schätzungen der Analysten und Anleger deutlich geschlagen. Der Gewinn pro Aktie fiel mit 0,31 Dollar um vier Cent höher aus als die Analysten im Durchschnitt geschätzt hatten. Der Umsatz der Kalifornier lag bei 2,48 Milliarden Dollar, ebenfalls 250 Millionen Dollar oder zehn Prozent höher als zuvor erwartet.

Die Börse feierte die Facebook-Zahlen in einem insgesamt zittrigen Umfeld, das von Problemen in den Schwellenländern geprägt war, die Aktie machte nachbörslich einen Satz nach oben, von knapp 53 auf 60 Dollar; damit ist das Soziale Netzwerk nun deutlich mehr als 100 Milliarden Euro wert – mehr als die meisten Dax-Konzerne.

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Luftnummer oder gigantische Wachstumsstory a la Google? Das fragen sie die Anleger nicht erst seit dem jüngsten Kurssprung der Aktie.

Immerhin: Im großen Vergleich der beiden derzeit bekanntesten Social-Media-Aktien der WirtschaftsWoche hatte Facebook in fast allen Belangen besser abgeschnitten als Twitter, deren Zahlen noch ausstehen. Nach den guten Facebook-Ergebnissen ist die Erwartungshaltung für die Twitter-Zahlen, die am kommenden Mittwoch veröffentlicht werden, nun sehr hoch.

Aktien-Duell Facebook gegen Twitter

Die beiden Netzwerk-Giganten Facebook und Twitter sind auch an der Börse gefragte Werte. Wir haben beide in den Ring geschickt und Geschäftsmodell und Bewertung verglichen. Wer am Ende den Sieg nach Punkten holt.

Welche Aktie taugt mehr: das Like-Papier von Facebook oder die Twitter-Aktie? Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Und Facebooks Zahlen untermauern einige unserer Einschätzungen. Die wichtigste: Das Modell funktioniert auch mobil - das heißt auf Smartphones und Tablets. Das ist entscheidend, denn daran, dass das Internet mittelfristig mehr mobil als stationär genutzt werden wird, kann kein Zweifel bestehen. Die Daten aller Marktforscher von Gartner über Forrester bis IDC zeigen einen klaren Trend: Schon jetzt werden weit mehr mobile internetfähige Geräte verkauft als PCs und Laptops zusammen. In wenigen Jahren wird es mehr mobile Geräte im Netz geben als Computer.

Große Sorge bei den Aktionären

Wessen Geschäftsmodell in der neuen, mobilen Onlinewelt nicht funktioniert, der kann einpacken. Auch die Werbeindustrie weiß das und prüft bei Kampagnen inzwischen sehr genau, ob sie sich auch mobil umsetzen lassen. Die Umsätze mit klassischer Internetwerbung wie beispielsweise Bannern, gehen bereits zurück. Noch (per 2013) beträgt der mobile Anteil an der Onlinewerbung nur ein Viertel aller Internet-Werbebudgets, schätzt die US-Marktforschungsfirma eMarketer. Doch ihr Anteil wächst schnell: Schon 2016, spätestens 2017 dürfte mehr Geld in mobile als in Desktop-Werbung fließen, so eMarketer.

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