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Kommentare zu: Die Tücken der Riester-Rente

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4 Kommentare
  • 08.10.2012, 13:33 Uhrmichel

    Eine privat finanzierte Altersvorsorge kann für den Versicherten (und Steuerzahler) über Jahrzehnte nur zum Verlustgeschäft werden. Berücksichtigt man seriös ca. 5-7% Verwaltungs- und Provisionsgebühren je Jahr Laufzeit sowie 2-3% Kaufkraftverlust durch Inflation ist rätselhaft, wo über die Laufzeiten der Versicherung allein solche Zuwächse kontinuierlich erwirtschaftet werden können. Die gesamten Versicherungsmodelle ähneln eher einem Schneeballsystem mit einem bösen Ende für die Versicherten. Während sich die Verwalter der Einzahlungssummen und Staatsprämien jährlich "ihre Vergütung auszahlen lassen" und sofort aktuelle und reale Kaufkraft besitzen, wissen die Versicherungsnehmer erst am Ende der Kaufzeit was sie bekommen, was man sich dafür noch kaufen kann, wenn es überhaupt zur Auszahlung kommt. Derweil unternimmt die Politik und Finanzwirtschaft wirklich alles, um eine halbwegs stabile Währung durch falsch verstandene Solidarität, Geldverschwendung und Steuerungerechtigkeit zu entwerten. Man kann davon ausgehen, das unser heutiges Wirtschafts- und Währungssystem nicht mehr lange so funktionieren wird. Dann wird mal wieder alles auf Null gestellt und alle Versicherten haben ihre Sparvermögen verloren. Leider wird darüber nicht diskutiert. Am besten wäre es gewesen, die Beitragssätze in der RV zu erhöhen, alle Bürger und Einkommensarten bis zur tatsächlichen Einkommenshöhe einzubeziehen und die Rentenzahlung unabhängig von ihrer Höhe auf maximal 3.500,- Euro zu deckeln. Wer finanziell kann, darf weiter freiwillig aufstocken und erhält dann höhere Rentenauszahlungen. Vorteil: Die viel zu hohen Verwaltungs- und Provisionskosten bei privaten Anlagemodellen entfallen und erhöhen den Ertrag der Einzahlung. Hinzu kommt eine bessere Solidarität. Gehen Versicherungen zahlungsunfähig, (und dazu wird es bald kommen) wird nichts mehr ausgezahlt, alles ist weg. Geht der Staat pleite, bleibt auf jeden Fall eine Grundversorgung, die nach einem Neustart finanziert werden

  • 08.10.2012, 16:24 Uhrpedro

    Wenn Kapitalwirtschaft im Spiel ist, ist immer der Zwillingsbruder Betrug mit dabei. Egal ob Bank oder Versicherung, die Kapitalabgreifer kennen nur ein Ziel. cash for mi...pleite for ju

  • 16.10.2012, 09:07 UhrReiner

    Seit Jahren wird gerätzelt ob sich Riester lohnt. Warum macht keiner mal eine komplette Berechnung der Ansparphase- und der Rentenphase.

  • 05.11.2012, 13:22 UhrFinanzberaterOhligschlaeger

    Das Produktinformationspflicht gibt es bei Versicherungen und Investmenfonds ja bereits. Problem ist die Vergleichbarkeit der Informationen. Da man die Riesterförderung so unterschiedlich einsetzen kann, steht ja der Zweck immer an erster Stelle. Da hilft es dann ja auch nicht, wenn ein anderes Produkt günstiger ist, aber den Verbraucher seinem Ziel nicht näher bringt. Manche wollen es für die Altersvorsorge nutze, andere für die Finanzierung der eigenen Immobilie. Da hilft z.B. ein Produktvergleich mit dem Dr. Kriebel Produktprüfer. Dadurch kann man zumindest die Nettorendite ausrechnen. Auch auf die Auszahlungsphase bezogen. Denn die üblichen Vergleiche von Stiftung Warentest & Co. beziehen sich ja immer nur auf die Einzahlungsphase. Die Rendite ist ja auch von der tatsächlichen Lebensdauer abhängig. Zumindest, wenn man die Rente in Anspruch nimmt. Einmalauszahlung ist ja auch möglich, wenn man den Vertrag kurz vor der Auszahlungsphase kündigt. Zwar muss man dann die Steuervorteile und Zulagen zurückzahlen, aber die Zinsen auf beides darf man behalten und macht so einen guten Schnitt, auch nach der Besteuerung.

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