Wahlkampagnen: Grüne und Linke präsentieren sich als Alternative

Bundestagswahl 2017

Wahlkampagnen: Grüne und Linke im Rennen um Platz drei

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Die Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir präsentieren die Wahlkampagne.

Die Oppositionsparteien die Linke und Bündnis 90/ Die Grünen präsentierten am Freitag ihre Wahlkampagnen. Laut Wahlprognosen liegen sie aktuell gleichauf.

Mit knappen Botschaften vor allem zu Umwelt und Klima wollen die Grünen bei der Bundestagswahl Platz drei hinter Union und SPD erobern. Die Linke empfiehlt sich mit einer bewusst positiv gehaltenen Wahlkampagne als Alternative zu allen anderen Parteien.

SPD Mit Wirtschaftspolitik läuft Schulz ins Leere

Martin Schulz rackert: Sommerreise durch die Republik, Zehn-Punkte-Plan, Besuch bei Macron. Trotzdem kommt er nicht vorwärts. Denn mit Wirtschafts- und Sozialpolitik kann er nicht punkten.

SPD-Kanzlerkandidat und Parteivorsitzender Martin Schulz Quelle: AP

„Umwelt ist nicht alles. Aber ohne Umwelt ist alles nichts“, verkündet eines von zwei Großflächenplakaten, die die Ökopartei am Freitag in Berlin vorstellte. „Wir stellen zur Wahl, dass endlich etwas getan werden muss, damit der Klimaschutz ins Zentrum kommt“, sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt. Diese „Existenzfrage der Menschheit“ müsse bei der Bundestagswahl am 24. September die Richtung vorgeben.

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„Das Rennen um Platz drei ist tatsächlich eröffnet“, sagte Co-Spitzenkandidat Cem Özdemir zu einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen, die Linke, Grüne, FDP und AfD mit jeweils acht Prozent gleichauf sieht. Viele in der Wirtschaft seien „zutiefst verunsichert“, weil sie spürten, dass Klimawandel keine Einbildung sei „von irgendwelchen Ökos“. Auf weiteren Plakaten werben die Grünen unter anderem mit den Sprüchen „Entweder Schluss mit Kohle oder Schluss mit Klima“ und „Gesundes Essen kommt nicht aus einer kranken Natur.“ Weitere Themen sind Europa, Chancengleichheit, Integration, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Kinderarmut.

Aktuelle Wahlumfrage SPD sinkt weiter in der Wählergunst

Die SPD hat einer Umfrage zufolge im Vergleich zur Vorwoche weiter an Zustimmung verloren. Die Union kommt unverändert auf 39 Prozentpunkte während die AFD einen Punkt zulegen kann.

Die SPD sinkt in der Wählergunst. Quelle: dpa

Bei der Präsentation der Linken „Die Linke ist die einzige Partei, die klar und deutlich sagt: Wir werden die Kanzlerschaft von Angela Merkel nicht verlängern“, sagte Spitzenkandidat Dietmar Bartsch bei der Präsentation der Kampagne am Freitag in Berlin. Die Linke sei mit Umfragewerten um die neun Prozent in einer etwas besseren Ausgangslage als vor der vergangenen Bundestagswahl. „Wir wollen drittstärkste Kraft bleiben“, bekräftigte Bartsch. „Wir streben ein zweistelliges Ergebnis an. Vor allem kämpfen wir um einen Politikwechsel in Deutschland.“

Laut neuem ZDF-„Politbarometer“ kämen CDU/CSU auf 40, die SPD auf 24 Prozent. Linke, Grüne, FDP und AfD erhielten jeweils 8 Prozent.

„Wir wollen Hoffnung wecken auf den Politikwechsel“, sagte Wahlkampfleiter Matthias Höhn. Mit einem Wahlkampfetat von 6,5 Millionen Euro sollen bundesweit rund 400 000 Plakate angebracht werden. Neben Motiven mit den Spitzenkandidaten und Parteivorsitzenden gibt es Themenplakate mit Schlagwörtern und knappen Botschaften.

So steht auf einem rosafarbenen Herz „Kinder - vor Armut schützen“. Auf anderen Plakaten ist zu lesen: „Verdient - sicherer Job, planbares Leben“, „Frieden - abrüsten! Rüstungsexporte stoppen“, „Nähe - Mehr Personal in Pflege und Gesundheit“ oder „Gerecht - Millionäre besteuern, mehr Geld für Kitas und Schulen“.

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