VW-Abgas-Skandal: Diesel-Rückrufwelle bei Passat verzögert sich

VW-Abgas-Skandal: Diesel-Rückrufwelle bei Passat verzögert sich

Schon seit knapp vier Wochen wartet Volkswagen nun auf die Rückruf-Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt. Doch die verzögert sich weiter.

Der Start der ersten großen Diesel-Rückrufwelle bei Volkswagen verzögert sich weiter. „Die Gespräche und Messungen werden nach Ostern fortgesetzt“, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

VW wartet bereits seit knapp vier Wochen auf die Freigabe des Rückrufs durch das zuständige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Die Aktion umfasst in Deutschland neben rund 160.000 VW Passat auch knapp 90.000 Fahrzeuge von Audi und Skoda. Das KBA wollte dies zunächst nicht kommentieren.

Anzeige

Mitte Februar hatte VW mitgeteilt, dass die Rückrufwelle Ende des Monats starten sollte. Das Unternehmen hatte auch die Kunden schon entsprechend angeschrieben. Um den betroffenen Autos in den Werkstätten die benötigte neue Software aufspielen zu können, ist aber eine Freigabe des KBA in Flensburg nötig. Trotz zahlreicher Nachprüfungen verweigert die Behörde diese seit Wochen.

VW und die Abgasaffäre VW fordert Gnadenfrist von 14 Tagen

Volkswagen und die US-Umweltbehörde EPA treffen sich am Donnerstag vor Gericht. Ob VW die betroffenen Autos gemäß den Umwelt-Vorgaben reparieren kann, bleibt wohl weiter offen. Es drohen tägliche Strafzahlungen.

Dunkle Wolken ziehen über ein VW-Logo am Tor Sandkamp vom VW Werk in Wolfsburg hinweg. Quelle: dpa

Dem Vernehmen nach sind mögliche höhere Kraftstoff-Verbrauchswerte der Grund für die Verzögerungen beim Rückrufplan für das erste Volumen-Modell Passat. Grundsätzlich sollen sich die Eigenschaften des Fahrzeugs mit dem Update der Motorsoftware nicht ändern. Selbst ein minimal höherer Verbrauchswert würde als nicht zulässig gelten, weil bei den Nachrüstungen eine „Null-Toleranz-Linie“ gilt.

Die Folgen von Dieselgate

  • Neue Entwicklungs-Policy

    Die Entwicklung der Motorsteuergeräte-Software erfolgt in Zukunft unter strikter Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips.

  • Emissionstests

    Emissionstests werden künftig grundsätzlich extern und unabhängig überprüft.

  • Real-Life-Tests

    Die Prüfstandswerte sollen stichprobenartig mit Real-Life-Test zur Emissionseinhaltung auf der Straße überprüft werden.

  • Vorstandspersonalien

    Seit Beginn des Jahres 2015 sind 6 von 10 Vorstandsposten neu besetzt worden. Zudem wurden neue Posten außerhalb des Vorstands – etwa der des Chefstrategen oder Leiter der Digitalisierung – geschaffen.

  • Markenchefs

    Sieben von dreizehn Markenchefs inklusive der Konzernspitze wurden im Laufe des Jahres 2015 ausgetauscht.

Insgesamt sollen in Deutschland bis zum Jahresende rund 2,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge aus dem VW-Konzern in die Werkstätten. Inzwischen ist bereits ein Quartal verstrichen, überarbeitet werden konnten in der Zeit aber nur einige tausend VW Amarok. Das Pick-up-Modell hatte den Auftakt für den größten Rückruf in der Konzerngeschichte gemacht. Mit rund 8500 Stück war das aber nur ein Start im Mini-Maßstab.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%