Getränke: Jägermeister braucht eine Kurskorrektur - Seite 4

Getränke: Jägermeister braucht eine Kurskorrektur

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Teilnehmerinnen der Miss-Arschgeweih-Wahl Quelle: Picture-Alliance/DPA
Teilnehmerinnen der Miss-Arschgeweih-Wahl Quelle: Picture-Alliance/DPA

Mast-Jägermeister konzentriert sich seit Jahrzehnten nur auf eine Marke. Dass die weltweit derart ankommt, ist nicht gerade selbstverständlich: „Sie dürfen nicht vergessen: Die Kategorie Kräuterlikör ist in den meisten Teilen der Welt völlig unbekannt“, sagt Jägermeister-Chef Paolo Dell’Antonio, ein rundlicher Mittvierziger aus Südtirol. Er dockte 1999, vom Rasenmäherhersteller Wolf kommend, als Finanzchef beim Kult-Likörhersteller an und ist seit 2007 Vorstandssprecher.

Kenner der Familie glauben, dass die jüngsten Aktivitäten des Unternehmens für einen bewussteren Umgang mit Alkohol ganz im Sinne von Rehm seien, der behütet bei seiner Mutter am Starnberger See aufwuchs und im Schatten der Alternativmedizin wenig mit hässlichen Dingen wie Koma-Saufen und Flatrate-Partys zu tun hatte.

Jägermeisters dichtes Kontrollnetz

So hat Vorstandschef Dell’Antonio einen grundlegenden Schwenk im Unternehmen vollzogen. Die komplette Vermarktung soll keinen Zweifel aufkommen lassen, dass Jägermeister nichts für Jugendliche unter 18 sei. „Jedes unserer Werbemittel – vom Flyer bis zum Rucksack – geht durch eine Kontrollinstanz“, sagt Dell’Antonio. Auch wird das Unternehmen keine minderjährigen Auszubildenden mehr einstellen. Schulkooperationen, Praktikumsplätze oder Girls’ Days werden ebenfalls nicht mehr angeboten. Jugendliche sollen kompromisslos vom Alkohol ferngehalten werden.

Da wird dann die eine oder andere Pulle fehlen, denn Jägermeister – pur oder gemischt mit der Energie-Plörre Red Bull – ist bei Jugendlichen sehr beliebt. 2010 hält Dell’Antonio ohnehin für eine besondere Herausforderung. „Wir sind mit dem leichten Wachstum im ersten Halbjahr zufrieden. Die Rückgänge in der Gastronomie konnten wir durch Zuwächse beim Heimkonsum kompensieren.“

Das freut auch Ober-Jägermeister Rehm, der sich nach unzähligen Anfragen dann doch zu einem kleinen Statement per E-Mail überreden ließ: „Die Familie und ich sind mit der aktuellen Geschäftsentwicklung der Mast-Jägermeister AG sehr zufrieden. Insbesondere vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise hat sich das Unternehmen weit besser als die Branche entwickelt. Dieses ist ein großer Erfolg des Managements und des Aufsichtsrates, die beide unsere vollste Unterstützung haben.“

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 01.09.2011, 10:27 UhrAnonymer Benutzer: Melanie Elsner

    Warum schreibt Herr brück einen so absolut schwachsinnigen Artikel über ein Unternehmen wie Jägermeister? "Jägermeister gehört zu den 10 erfolgreichsten Spirituosen der Welt." sagt Herr brück selbst, wird dies wohl auch recherchiert haben. ist da wirklich eine Kurskorrektur notwendig? Weitere Recherche hätte auch nicht geschadet: bilanzgewinn 2009: EUR 56 Mio. bilanzgewinn 2010: EUR 148 Mio. D.h. lt. Herr brück ist trotz einer annähernden Verdreifachung des Gewinns eine Kurskorrektur notwendig? M.E. ist vielmehr eine Korrektur bzgl. der Autoren-Auswahl notwendig. Solch geistesschwache Aggressionen kennt man sonst nur bei Schmierblättern wie z.b. bild.

  • 15.06.2011, 14:10 UhrAnonymer Benutzer: Oliver THomas

    ihr sied doch alle schwul

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