Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds: Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Zertifikate, Fonds: Anlagetipps der Woche

Warum die Blackrock-Aktie einen guten Ruf hat oder sich Anleihen auf Venezuela trotz langsamen Wachstums auszahlen könnten. Aktien, Anleihen, Zertifikate und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp - Blackrock: Gebührenschub für den Dax-Großaktionär

Beim US-Vermögensverwalter Blackrock mangelt es nicht an Superlativen: 3800 Milliarden Dollar vertrauen Anleger dem Haus an – so viel wie sonst niemandem weltweit. Über seine Tochter iShares, die Weltmarktführer bei den börsengehandelten Indexfonds (ETF) ist, zählt Blackrock zum größten Aktionär – auch in Dax-Aktien. Sogar die Nummer zwei am US-Fondsmarkt, Fidelity, will künftig Blackrock-ETF verkaufen – mangels eigener Produkte. Das bringt ebenso Schub wie die Übernahme des ETF-Geschäfts von Credit Suisse. Vielen ETF-Anbietern fehlt die Masse in dem margenschwachen Geschäft, manche werden aufgeben oder übernommen. iShares ist mit 760 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen profitabel in dem wachsenden Markt. Von den nicht erfolgsabhängigen Gebühreneinnahmen bei Blackrock in Höhe von 7,7 Milliarden Dollar entfällt ein Drittel auf iShares. Als Anbieter von passiven Index- sowie aktiv gemanagten Aktien- und Rentenfonds bietet das Haus eine breite Palette an Finanzprodukten, an denen kein Finanzverkäufer vorbeikommt.

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10 Tipps für Börseneinsteiger

  • Volles Risiko oder lieber Nummer sicher - Typ-Analyse

    Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?

  • Gier ist nicht immer gut

    Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.

  • Nur kaufen, was man versteht

    Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.

  • Bankgebühren beachten

    Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.

  • Auf die Mischung achten

    Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.

  • Mischung bei Fonds und Zertifikaten

    Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.

  • Regelmäßige Überprüfung

    Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?

  • Qualität hinterfragen

    Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.

  • Verluste begrenzen

    Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.

  • Einen kühlen Kopf bewahren

    Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.

Die gesetzlich regulierten Blackrock-Investmentfonds haben auch bei Großanlegern einen guten Ruf. Das angelegte Vermögen wuchs 2012 um acht Prozent. Die New Yorker kassierten Gesamtgebühren in Höhe von 9,3 Milliarden Dollar und erzielten 2,4 Milliarden Nettogewinn. Da noch immer 60 Prozent der Investoren aus Nordamerika kommen, profitiert die Aktie von einer Erholung der US-Wirtschaft: Zuflüsse können steigen, und bei steigenden Kursen legen auch die Gebühreneinnahmen zu.

Alle Finanzgrößen sind im Visier der Aufsichtsbehörden. Blackrock hilft neben einem guten Draht zu den Regierenden das erfolgreiche Risikomanagement. Die durch strengere Regulierung entstehenden Kosten kann der Riese besser verkraften als kleinere Anbieter. Der Ausstieg der britischen Barclays als Großaktionär hat der Aktie nicht geschadet. Der Aktienumlauf stieg auf 80 Prozent und ermöglichte die Aufnahme in den S&P 500. Die Aktie hat binnen sechs Monaten 45 Prozent zugelegt – genauso viel wie der beste in Deutschland angebotene Blackrock-Fonds. Riskanter als die darin enthaltenen japanischen Nebenwerte ist die Aktie nicht.

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