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Anlagestrategie: Für jeden Geldbeutel die passende Geldanlage

von Sascha Grundmann

Aktien sind in aller Munde. Experten raten zum Kauf vor allem von Dividendenpapieren. Doch maßgeblich für eine sinnvolle Anlage ist auch das Kapital des Anlegers. Worauf zu achten ist.

Bargeld

In Krisenzeiten ist es sinnvoll, das Portemonnaie voll zu haben. Möglicherweise werden ec-Karten zur Bezahlung nicht akzeptiert, und Geldautomaten spucken kein Geld mehr aus. Sehr Vorsichtige horten das für vier Wochen nötige Bargeld im heimischen Safe. Nach einer Bankpleite müssen die EU-weit vorgeschriebenen gesetzlichen Einlagensicherungstöpfe einspringen. Sie sollen Guthaben von Girokonten, Tagesgeldern und Sparbüchern bis zur Höhe von 100.000 Euro nach maximal 20 Arbeitstagen wieder bereitstellen. Diese Zeit ist zu überbrücken.

Graue Flamme = Sicher bei Bankpleite, fünf rote Flammen = hohes Risiko

Bild: Sebastian_Wolf

Es ist so leicht gesagt: Anleger müssen in Sachwerte investieren – am besten in Aktien. So zumindest der Tenor vieler Finanzexperten in den Medien der vergangenen Wochen. Angesichts finanzieller Repression und damit einhergehender Niedrigzinsen bliebe demjenigen, der den Werterhalt seines Geldes sichern will, kaum eine Alternative. Gerade Titel, die mit einer üppigen Dividendenausschüttung einhergingen, seien erste Wahl gegen Inflationsängste.

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Doch wer sein Wissen über Börse und Aktien nur aus den gefühlten fünf Minuten täglicher Börsenberichterstattung der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bezieht, bekommt dort vielleicht mit, wie die Kurse an den Aktienmärkten nach einigen Monaten der Zuwächse zuletzt wieder korrigiert haben. Wie der Privatanleger sein Depot sinnvoll strukturieren und worauf gerade der Neuling zu Beginn seines Börsianerdaseins achten sollte, weiß er aber unter Umständen nicht.

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Die Zentralbanken werden weiterhin die Zinsen niedrig halten, nur so werden die Staaten ihre Schulden los. Doch den Sparern droht die glatte Enteignung. Fünf Finanzmarkt-Kenner erklären, wie Anleger gegenhalten können.

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Das sollte der Student beachten

Eine der wichtigsten Fragen ist etwa die nach dem zur Verfügung stehenden Budget des Anlegers. Die Größe des Kapitals entscheidet maßgeblich über seine Möglichkeiten. Viele sinnvolle Regeln des Investierens sind mit einem kleinen Depot kaum oder gar nicht zu realisieren. So stößt ein Student, der nicht von Mama und Papa subventioniert wird und daher vielleicht gerade einmal über ein Startkapital von 1.000 Euro verfügt, schon beim Thema Risikostreuung an die Grenzen seiner Möglichkeiten. Dabei ist gerade sie doch eigentlich so wichtig.

Value-Investoren wie Börsenguru Warren Buffett predigen es schließlich seit Jahrzehnten: Verluste zu vermeiden hat für Anleger oberste Priorität. Diese Regel hat arithmetische Gründe. Um nach einem Verlust mit seinem Depot wieder auf die Ausgangslage vor diesem Verlust zu kommen, muss sich der Anleger nachher umso mehr anstrengen: Wer etwa 20 Prozent seines Depots verliert, muss anschließend um 25 Prozent des dann noch zur Verfügung stehenden Kapitals zulegen, um wieder auf null zu kommen. Bei einem Verlust von 25 Prozent sind bereits 33 Prozent Kursgewinn nötig. Und wer 50 Prozent verliert, muss das übrig gebliebene Kapital anschließend sogar verdoppeln, um unter dem Strich keine Verluste zu machen. Die Erkenntnis, die diese Dreisätze bringen, ist vielleicht keine wirklich neue – die Zusammenhänge werden aber auch von erfahrenen Anlegern nur allzu gerne vergessen. Oder verdrängt.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.10.2012, 15:14 UhrRiedl

    Mit ETFs spart man sich Fondsgebühren von bis zu 80% pro Jahr!! Während aktive Fondsmanager in der Regel 1,5% pro Jahr und mehr verlangen, liegen ETFs im Schnitt bei rund 0,3% pro Jahr.

    Geld spart man auch durch ETF-Aktionen bei Onlinebrokern. Da spart man schnell ein paar Euros. Für kleine Geldbeutel oder das laufende ansparen, empfehlen sind Sparpläne auf ETFs. Auch hier bieten Onlinebroker attraktive Konditionen. Kostenlose Depots und Aktionen auf Ordergebühren sind weit verbreitet. Günstiger geht nicht!

    Streuung über einzelne Aktien bei einem Vermögen von unter € 100.000 ist nicht darstellbar. Erst recht nicht wirtschaftlich darstellbar. Nur Fonds bieten hier die notwendige Streuung. Beispiel: Mit einem ETF auf den MSCI World investiere ich in 1.600 Aktien in 24 Industrieländern. Das schaffe ich mit Einzeltitel nie!

    Wer nach dem Artikel das Ganze in seinem eigenen Depot umsetzen möchte, dem empfehle ich einen Blick auf die Seite justETF. Die Seite bietet einen guten Überblick über das Investieren mit ETFs und hält auch ETF-Musterportfolios zum Kopieren für das eigene Depot parat.

  • 05.10.2012, 11:53 UhrRico

    Ich kann diesen Rufen nach Streuung nur bedingt zustimmen. Streuung ist wichtig, um Kapital zu erhalten. Wer aber nur 1000 Euro hat, will sie nicht erhalten, sondern vermehren. Zum Vermehren ist aber Rendite wichtig. Streuung und Schutz sind diesem Ziel untergeordnet. Was nützt schließlich, wenn 1000 Euro sicher sind, aber das Ziel, das Geld zu vermehren, nicht erreicht wurde? Dann hätte man auch gleich den Sparstrumpf wählen können. Hört nicht auf die ewige Wiederholung von "Streuung" und "Verluste vermeiden". Es geht um "Gewinne erzielen". Verluste werden dann automatisch vermieden! In meinem Blog www.Erfolgreich-sparen.com beschreibe ich, wie man wirklich erfolgreich auch mit wenig Geld spart.

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