Immobilien-Investment: Deutsche Wohnimmobilien im Visier der Anleger

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Immobilien-Investment: Deutsche Wohnimmobilien im Visier der Anleger

von Andreas Toller und Saskia Littmann

Immobilieninvestments übertreffen hierzulande alle Erwartungen. Die Stimmung bleibt gut, eine Spekulationsblase droht noch nicht. Was Profis in den Markt treibt, welche Anlagevehikel profitieren.

Als SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in seiner unnachahmlich-unverblümten Art kürzlich tönte, er werde im Falle eines Wahlsiegs den übermäßigen Anstieg der Mieten verhindern, stimmten Experten und Vermieterverbände ein Konzert der Empörung und Kritik an. Nur an einem Versammlungsort der Betroffenen blieben alle gelassen - an der Börse. Die notierten Immobilienaktien rührten sich kaum - und hielten sich gänzlich ohne Geschrei dort, wo sie in den vergangenen Wochen und Monaten hingeklettert waren: in der Nähe ihrer Höchststände. Die Steinbrücksche gesamtdeutsche Mietpreisbremse erscheint den Anlegern offenbar so absurd, dass sie sich von derlei Wahlkampfgetöse nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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Gbureks Geld-Geklimper Wohnen müsste in Deutschland teurer sein

Die SPD will das Mietrecht auf den Kopf stellen, beschränkt sich aber auf populistische Parolen. Vermieter sollten hellwach bleiben, Anleger nach dem nächsten Kurseinbruch ein Auge auf Immobilienaktien werfen.

huGO-BildID: 29299415 ARCHIV - Vor dem «Quartier 216» an der Lichtenberger Brücke in Berlin-Lichtenberg, hängt am 04.12.2012 ein Hinweisschild für Wohnungsvermietungen. Ein Investor wandelte das ehemalige EDV-Gebäude der Deutschen Reichsbahn in 430 Mini- Appartements um. Berlins Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) will wertvolle Grundstücke künftig mit Auflagen zum Wohnungsbau an private Investoren vergeben. Auf einem Teil der Fläche könne der Bau günstiger Wohnungen vereinbart werden, die durch teurere Wohnungen an anderer Stelle finanziert würden, sagte Müller im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Foto: Wolfgang Kumm/dpa (Zu dpa-Gespräch vom 02.01.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Zur Aufregung besteht für Immobilienmarkt-Investoren tatsächlich kein Grund, sieht man von einzelnen Städten oder Stadtvierteln ab, in denen die Mieten ebenso wie die Immobilienpreise überschnell anziehen. Denn generell ist die Lage auf Deutschlands Immobilienmarkt gut - und der Markt für Investoren so attraktiv wie nie. Das belegt ganz aktuell eine Studie des Beratungshauses Ernst & Young. Für den Trendbarometer zum Immobilieninvestmentmarkt 2013 haben die Experten 120 Investoren befragt, vor allem Banken, Versicherungen, Immobilienfonds und börsennotierte Immobiliengesellschaften. 41 Prozent der Befragten schätzen den deutschen Immobilienmarkt als sehr attraktiven Standort für Investments ein, weitere 58 Prozent finden ihn immer noch attraktiv. Im Europäischen Vergleich kommt der deutsche Markt sogar noch besser an: Mehr als zwei Drittel der 500 europaweit befragten Investoren bezeichnen den hiesigen Immobilienmarkt als "sehr attraktiv".

Immobilientrends 2012

Die Experten von Ernst & Young gehen davon aus, dass die hohe Dynamik am deutschen Immobilienmarkt noch anhält. Schon 2012 wechselten Portfolios aus Wohnimmobilien im Wert von elf Milliarden Euro den Besitzer. Hinzu kamen Transaktionen von Gewerbeimmobilien im Volumen von 25 Milliarden Euro. Das zusammengenommene Volumen lag mit 36 Milliarden um 20 Prozent über den Schätzungen im Vorjahres-Trendbarometer.

Für 2013 erwarten die Experten nun weitere Transaktionen in Höhe von 32 bis 36 Milliarden Euro. „Für 2012 hatten wir bewusst konservativ geschätzt“, sagt Christian Schulz-Wulkow, Partner bei Ernst & Young Real Estate. „Aber im vierten Quartal 2012 gab es überdurchschnittlich viele und zudem große Transaktionen. Wir schätzen daher, dass der Immobilienmarkt für Investoren trotz schwierigerem Umfeld auch 2013 so dynamisch bleibt – dank weiterhin hoher Nachfrage und einem sich ausweitenden Angebot.“

Zum Angebotsanstieg zählt Hartmut Fründ, Managing Partner bei Ernst & Young Real Estate nicht zuletzt die Immobilienobjekte, die seitens der in Auflösung befindlichen offenen Immobilienfonds auf den Markt geworfen werden. Die Gefahr eine Überangebots sieht Fründ indes nicht: „Die offenen Immobilienfonds in Auflösung haben noch drei bis vier Jahre Zeit, ihre Bestände zu veräußern. Pro Jahr ergibt das grob geschätzt maximal zehn Prozent zusätzliches Transaktionsvolumen. Das kann der Markt ohne weiteres auch zu einem vernünftigen Preisniveau aufnehmen.“

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