Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Für Anleihen von Gazprom bekommen Anleger fast drei Prozent Zinsen

von Anton Riedl, Frank Doll, Heike Schwerdtfeger

Das Metallunternehmen Georg Fischer wächst durch Übernahme, bei Generikaspezialist Stada zieht das Geschäft an und Energieriese Gazprom biete attraktive Zinsen. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktie: Georg Fischer - Kleine Bauteile für feinen Gewinnanstieg

Das Schweizer Maschinen- und Metallunternehmen Georg Fischer (GF) übernimmt die amerikanische Microlution, einen Spezialisten für die Bearbeitung von kleinsten mechanischen Bauteilen. GF erweitert damit in seiner Sparte Präzisionsmaschinen das Geschäft mit Kunden aus der Luftfahrt, der IT oder der Medizintechnik.

Das verringert nicht nur die Konjunkturanfälligkeit; hier sind auch die Gewinnmargen höher als im klassischen Maschinenbau. Schon in den vergangenen Jahren hat GF an seiner Effizienz gefeilt. Nach 7,2 Prozent Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern 2014 und etwas mehr als 8 Prozent 2015 könnten dieses Jahr 8,2 Prozent drin sein.

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In der wichtigen Sparte Rohrleitungssysteme aus Metall und Kunststoff spürt GF zwar die Flaute der Energieunternehmen, dafür kommen reichlich Aufträge aus der Bauwirtschaft. Im Geschäft mit Gussteilen für Fahrzeuge steigt GF vermehrt auf fertig zu montierende Komponenten um, die höhere Margen einbringen. Auf dem US-Markt startet gerade ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem kanadischen Autozulieferer Linamar.

Ein zusätzlicher Vorteil für GF ist, dass der Schweizer Franken derzeit nicht mehr so stark aufwertet wie im vergangenen Jahr, vor allem Anfang 2015. Nur 4,4 Prozent des Umsatzes erzielte GF 2015 in der Schweiz selbst. Insgesamt dürfte GF den Umsatz dieses Jahr um knapp fünf Prozent auf 3,8 Milliarden Schweizer Franken erhöhen und netto erstmals über 200 Millionen Franken schaffen. Mit 37 Prozent Eigenkapital ist die Bilanz gut gepolstert.

Aktie: Stada - Neuer Großaktionär treibt die Kurse

Höhere Stada-Kurse seien nur eine Frage der Zeit, schrieb die WirtschaftsWoche im August vergangenen Jahres (34/2015). Seitdem sind die Anteile des hessischen Generikaspezialisten um 25 Prozent gestiegen – doch das dürfte nur der Auftakt zu einem längeren Anstieg gewesen sein. Noch immer gilt: Jeder Euro des jährlichen Geschäftsvolumens von Stada (in diesem Jahr rund 2,2 Milliarden Euro) wird an der Börse nur mit dem 1,2-Fachen bezahlt. Für die großen Konkurrenten Teva oder Mylan legen Anleger im Durchschnitt das 2,3-Fache auf den Tisch. Rechnerisch hätten Stada-Aktien das Potenzial, sich zu verdoppeln.

Mächtig Druck macht nun der neue Großaktionär von Stada, der Finanzinvestor Active Ownership, der (inklusive Optionen) über sieben Prozent von Stada verfügt. Auf der Hauptversammlung am 9. Juni sollen fünf der zumeist seit Jahrzehnten im Amt befindlichen Aufsichtsräte von Stada ausgetauscht werden – ein Frontalangriff auf das bisherige Management. Zudem sollen die vinkulierten Namensaktien in herkömmliche Aktien umgewandelt werden. Damit könnte Stada leichter als bisher übernommen werden.

Noch steht nicht fest, wie weit sich der neue Großaktionär durchsetzt. Dennoch dürften auch die anderen führenden Anteilsinhaber (darunter die Bank of New York Mellon, die Deutsche Bank, die Allianz) nichts gegen eine Aufwertung ihrer Bestände haben. Dass Stada im Kerngeschäft mit Nachahmermedikamenten (60 Prozent Anteil am Gesamtumsatz) auf dem Hauptmarkt Deutschland wieder deutlich zulegt, zeigt, dass das Geschäft anzieht. Entscheidend aber wird sein, wie Stada die Aktivitäten in seinen langjährigen Problemregionen Russland und Serbien in den Griff bekommt. Ein neuer Wind in der Unternehmensführung wäre da sicherlich hilfreich.

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