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Euro-Krise: Bieten Aktien jetzt Chancen?

Euro-Krise: Notfallplan für Ihr Geld

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Bieten Aktien jetzt Chancen?

Platz 10: Österreich

Kursentwicklung: 39,0 %

Dividende: 2,2 % p.a.

(Quelle: dips Research mit Bloomberg; Kursgewinne inklusive Dividenden ausländischer Aktienmärkte auf Basis der MSCI Country Indices errechnet)

Bild: dpa

Noch bis vor ein paar Wochen wähnten sich Optimisten an der deutschen Börse auf einer Insel der Glückseligen. Während im Rest der Euro-Zone schon rezessive Tendenzen herrschten und die Kurse auf Mehrjahrestiefs rauschten, wie etwa in Spanien, legt der Dax bis Ende März sein bestes Quartal seit 1998 hin. Doch die vage Hoffnung, die deutsche Konjunktur und damit die deutschen Unternehmen und deren Aktien könnten sich vom Rest der Welt abkoppeln, erweist sich als trügerisch. Von erwarteten zweistelligen Gewinnsteigerungen für dieses Jahr sind die Dax-Unternehmen schon nach der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal im Schnitt weit entfernt. Jetzt mehren sich die Zeichen, dass auch noch die globale Konjunktur kippt. Der größten Volkswirtschaft USA ist bereits im ersten Quartal die Puste ausgegangen.

Platz 10: Siemens

879 Millionen Aktien hat der Münchner Technologie-Konzern Siemens derzeit ausgegeben und landet damit auf Platz 10 bei den Dax-Werten mit den meisten Aktien. So viel zur Gegenwart. Unter den Sammlern alter (ungültiger) Aktien, auch Nonvaleurs genannt, sind die Siemens-Papier äußerst begehrt, gibt es von den DM-Stücken doch nur je Ausgabe drei bis fünf. Im Bild ein Muster aus dem Jahr 1975 mit einem Nennwert von 50 DM.

Bild: sammleraktien-online.de/Joachim Hahn

Sie wuchs nur noch mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 1,9 Prozent, nach 3,0 Prozent im letzten Quartal 2011. Im Mai schafften die Vereinigten Staaten lediglich 69.000 neue Stellen, die Arbeitslosenrate stieg auf 8,2 Prozent. Die USA sind der zweitwichtigste Exportpartner deutscher Unternehmen, nach Frankreich. 40 Prozent aller Ausfuhren Deutschlands gehen in der Euro-Zone. Und dort sieht es düster aus. Die Arbeitslosigkeit ist hoch wie nie, wichtige Konjunkturindizes sind auf dem niedrigsten Stand seit dem Katastrophenjahr 2009. Aussicht auf Besserung: Fehlanzeige. Bliebe noch China als vielfach erhoffter Rettungsanker. Doch die jetzt zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt dürfte 2012 mit der schwächsten Rate seit 1999 wachsen – und damit kaum in der Lage sein, mauere Geschäfte deutscher Unternehmen in der Euro-Zone und den USA aufzufangen. Auch die Hoffnungsländer Indien und Brasilien schwächeln deutlich; Russland steht wegen des Verfalls der Rohstoffpreise unter Druck. Zwar ist nach 1.200 Punkten Kursverlust im Dax schon einiges an heißer Luft raus aus den Kursen. Doch besonders starke Aktien wie VW, BMW oder BASF dürften noch rutschen.

Auf Binnenwerte setzen

Dazu haben viele Dax-Unternehmen hausgemachte Probleme, etwa die Allianz (hohe Bankengagements, Schuldenkrise), E.On (fehlendes Konzept für die Energiewende, Beteiligungen in Spanien) oder ThyssenKrupp (ausufernde Kosten neuer Stahlwerke in den USA und Brasilien). An Tagen mit Pluszeichen sollten Anleger Positionen zunächst abbauen. Haltenswert sind Aktien mit hohem Umsatzanteil in Deutschland, etwa Axel Springer, Xing, Atoss Software oder Kabel Deutschland.

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12 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 16.06.2012, 18:27 UhrScratchpatch

    Selbst die Bundesbank schichtet ihre Anlagen in Australische Dollars um. Trotzdem verstehe ich immer noch nicht, warum die DM bei einem Zusammenbruch der Eurozone so stark sein soll, obwohl doch nach diesem Szenario die deutsche Realwirtschaft gleichzeitig einbricht, Deutschland auf griechischen Schulden sitzen bleibt und die Steuern erhöhen muss.

  • 13.06.2012, 12:53 UhrWutbuerger

    Nette Idee aber ich glaube das wird verhindert werden. Zum einen werden die Zahlungsdienste durch Zufall oder wegen Überlastung ausfallen. Zum anderen wird dieses Verhalten von der Obrigkeit als Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit oder gar als Terrorakt gewertet werden. Somit sind alle "Störenfriede" der Staatsmacht ausgeliefert, da sie unter die Terrorgesetze fallen.

  • 13.06.2012, 10:49 Uhrfaistmeister

    Zwei Möglichkeiten, das Szenario ESM und Transferunion zu verhindern sehe ich:
    1) Vor Abstimmung zum ESM
    a) die ePetition mitzeichnen: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=d45bc9205e41694b1f489965be96fc7b&action=petition;sa=details;petition=24314
    b) Seinem Abgeordneten schreiben/ mailen, dass man im Falle der Zustimmung sein Geld abheben wird.
    2) Nach Abstimmung (=Bestätigung) des ESM hilft nur noch ein massiver Bank Run.

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