Hauptversammlung: Womit Apple wirklich sein Geld macht

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Hauptversammlung: Womit Apple wirklich sein Geld macht

von Meike Lorenzen

Während Facebook nach der Übernahme von WhatsApp von Anlegern genauso wie Google nach dem Zukauf von Nest bejubelt wurde, ergießt sich über Apple die Kritik. Aber hätte dem Konzern so eine Akquise tatsächlich mehr gebracht als die eigenen Aktienrückkäufe? Wie sich Apple neu aufstellt.

Vor der Hauptversammlung lief es für Apple alles andere als rund. Erstmals seit Jahren musste das Unternehmen große Sicherheitslücken in den hauseigenen Betriebssystemen iOS und OSX einräumen. Und dann stuften wieder einmal Analysten den Wert des Unternehmens herab – wie so oft in den vergangenen Jahren. Dieses Mal waren es Vertreter der dritten größten britischen Bank Barclays, die das Urteil „overweight“ auf „neutral“ korrigierten.  

Grund dafür ist das immer größere werdende Unverständnis, für die Ruhe von Tim Cook. Weder prescht er mit neuen Produkten nach vorne, noch tätigt er große Investitionen. Dabei sitzt das Unternehmen auf fast 160 Milliarden Euro und ist damit einer der reichsten Konzerne der Welt. Die Konkurrenz hat weniger Skrupel, Geld auszugeben:

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Samsung preschte erst jüngst auf dem Mobile World Congress mit neuen Smartphones, Tablets und Fitness-Gadgets voran. Mit dem Galaxy S5 haben die Südkoreaner sogar den Fingerabdruck-Sensor eingeführt, der bisher Apples Alleinstellungsmerkmal gewesen war.

Mobile World Congress Samsung setzt mit dem Galaxy S5 auf den Fingerprint

Mit Finger-Abdruck-Scanner und neuen Fitness-Gadgets wollen die Koreaner ihre Kunden bei der Stange halten. Alle Fakten zur Vorstellung der neuen Produkte in Barcelona.

huGO-BildID: 35595689 New Samsung Galaxy S5 smartphone (L), Gear 2 smartwatch (C) and Gear Fit fitness band are displayed at the Mobile World Congress in Barcelona February 23, 2014. Samsung Electronics unveiled a new smart watch and fitness band along with the latest version of its flagship Galaxy smartphone on Monday, demonstrating how the battleground for innovation is shifting from the hand to the wrist. Picture taken on February 23. REUTERS/Albert Gea (SPAIN - Tags: BUSINESS TELECOMS) Quelle: REUTERS

Microsoft sicherte sich Ende des vergangenen Jahres die Smartphone-Sparte von Nokia und auch Marissa Mayer ist seit ihrem Wechsel an die Yahoo-Spitze auf Dauer-Shopping-Tour. Etliche Startups hat sie dem Unternehmen schon einverleibt. Größte Akquise war dabei der Kauf des Blog-Formats Tumblr für satte 1,1 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr.

Der Deal ist jedoch nichts gegen den Einkauf, den Facebook-Chef Mark Zuckerberg getätigt hat. Für 16 Milliarden US-Dollar erstand der Social-Media-König den Kurznachrichtendienst WhatsApp. Ein strategischer Kauf, mit dem sich Facebook zum einen eine jüngere Zielgruppe und vor allem einen stetig wachsenden Dienst angeschafft hat.

Facebook kauft Whatsapp Das Imperium kauft ein

Für 19 Milliarden Dollar erwirbt Facebook-Chef Zuckerberg mit Whatsapp sein eigenes Twitter – und gewinnt einen weiteren Studienabbrecher als Weggefährten für seinen Verwaltungsrat.

Facebook kauft Whatsapp Quelle: dpa

Nest Labs ist ein bis dato weitgehend unbekannter Thermostat- und Feuermelder-Hersteller, mit dem sich Google ganz nebenbei ein angesehenes Designer-Team ins Haus holt.

Apple steht passiv daneben

Apple schaut sich das Treiben seiner Mitbewerber an – ohne selbst aktiv zu werden. Dabei dürften Googles Einkauf des Thermostate-Herstellers für Apple schmerzhaft gewesen sein – ist doch das vernetzte Haus einer der ganz großen Zukunftsmärkte, und NestLabs wäre ein interessanter Partner gewesen.

Stattdessen updatet Tim Cook ein Smartphone und Tablet nach dem anderen. Selbst vom iPhone 6 erwartet niemand mehr den großen Wurf. Gerüchten zufolge wird der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino vor allem die Bildschirmgröße in Richtung Phablet anpassen – also eine Mischung aus Tablet und Smartphone. Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs hatte dieses Format stets abgelehnt und das „One-Hand“-Prinzip befürwortet. Konkret: Das Smartphone muss mit einer Hand zu bedienen sein. Inzwischen hat aber vor allem Samsung vorgemacht, dass es für unterschiedliche Formate einen Markt gibt. Und sogar Nokia hat mit einer umfassenden Produktpalette in verschiedenen Preiskategorien nachgelegt.

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