Georgsmarienhütte: Der grüne Stahlkocher
In der Nähe von Osnabrück liegt das Stahlwerk der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe (GMH). Als Jürgen Großmann das Werk 1993 übernahm, schaffte er den Hochofen ab und setzte früh auf das Einschmelzen von Schrott.
Reporter Florian Güßgen (l.) mit GMH-CEO Alexander Becker. Der Manager fordert vor allem eines: niedrigere Energiepreise. Im vergangenen Jahr sind viele Politiker nach Georgsmarienhütte gepilgert. Sie haben viel versprochen. Bislang sagt Becker: „Danke für nichts.“ Aber er gibt sich hoffnungsfroh, dass sich mit Schwarz-Rot etwas bessert.
Das Endprodukt hier: Balkenartiger Stabstahl. Thyssenkrupp oder Salzgitter etwa erzeugen Flachstähle, etwa für die Außenhaut von Fahrzeugen. Georgsmarienhütte ist eher für den Stahl der Kurbelwellen zuständig – oder für Panzerrohre.
Ein Bagger schaufelt glühende und rauchende Schlacke aus dem Stahlofen. Sie kann etwa in der Zementindustrie weiterverarbeitet werden oder im Straßenbau als Schotter dienen.