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PreisfrageDie süße Kunst der Praline – und was sie kostet

Von Nougat bis Marzipan, von Supermarkt bis Manufaktur – Pralinen sind vielseitig. Wer sich für Handarbeit entscheidet, zahlt oft deutlich mehr. Mit gutem Grund.Emma Möllenbrock 04.08.2025 - 14:20 Uhr
Handgemachte Pralinen: Höhere Qualität, aber auch ein höherer Preis. Foto: PralinenART

Pralinen sind ein beliebtes Geburtstagsgeschenk, landen regelmäßig unterm Weihnachtsbaum oder manchmal einfach als kleine Freude spontan im Einkaufskorb. Die Auswahl ist riesig: von cremigem Nougat über knackige Haselnüsse und feines Marzipan bis hin zu Varianten mit Alkohol.

Schon im Supermarkt gelten sie als eher hochpreisige Süßigkeiten – und die Verbraucherpreise für Pralinen sind seit 2020 um rund 20 Prozent gestiegen. Gute Qualität bekommt man auch hier. Doch wer es wirklich edel mag, greift zu handgemachten Pralinen  und muss dafür deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Ein Beispiel: Die Schachtel „Happy Day“ der Manufaktur PralinenArt kostet rund 25 Euro. Enthalten sind zwölf Sorten – jede davon individuell gefertigt. Hinter dem hohen Preis steckt viel Handarbeit und Liebe zum Detail.

Etwa ein Drittel der Kosten entfällt allein auf die Rohstoffe, darunter belgische und Schweizer Edelkuvertüre, frische Vanille, sizilianische Pistazien, Haselnüsse aus Piemont (Italien) und echte Fruchtpürees.

Jede Praline entsteht in sorgfältiger Handarbeit – in einem mehrtägigen Prozess, der viel Erfahrung, Geduld und Präzision erfordert. Zunächst wird Schokolade in Formen gegossen, sodass eine feine Hohlform entsteht. Diese bildet später die Schale der Praline. Die Kuvertüre muss dabei exakt die richtige Temperatur haben, damit sie beim Erkalten glänzt, knackig wird und sich gut aus der Form lösen lässt.

Im nächsten Schritt wird die Ganache zubereitet – eine feine Creme aus Schokolade, Sahne, Butter und je nach Sorte weiteren Zutaten wie Fruchtpüree, Nüssen oder Alkohol. Diese Füllung wird in die Hohlkörper gegeben und muss anschließend ruhen und aushärten. Erst danach werden die Pralinen mit einem Boden verschlossen und in einem letzten Arbeitsschritt von Hand aus der Form gelöst, kontrolliert und verpackt. Jeder dieser Schritte findet manuell statt – auch deshalb kostet dieser Arbeitsteil pro Schachtel rund 7,50 Euro.

Hinzu kommt die Verpackung: ein hochwertiger Geschenkkarton mit Pralineneinlage und einzelnen Kapseln. Die Kosten pro Schachtel liegen bei etwa 3,50 Euro. Vertrieb und Logistik schlagen mit 2,50 Euro zu Buche – hier fallen der Verkauf über Plattformen, Zahlungsanbieter oder auch der Kundenservice an. Was am Ende bleibt, fließt größtenteils in laufende Kosten: in Löhne, Rücklagen, Energie, Miete und Investitionen.

Wer also handgemachte Pralinen kauft, greift deutlich tiefer in den Geldbeutel – bekommt dafür aber auch sehr gute Qualität und Liebe zum Detail.

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