1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Handel
  4. Alltagskosten: Verbraucherschützer mahnt Preisdämpfung bei Lebensmitteln an

AlltagskostenVerbraucherschützer mahnt Preisdämpfung bei Lebensmitteln an

Die große Inflationswelle ist vorbei. Doch im Supermarkt merken viele, dass das Leben teurer geworden ist. Die Verbraucherzentrale warnt, der erhoffte Stimmungsaufschwung werde so nicht gelingen. 07.08.2025 - 09:49 Uhr
Auf dem Wochenmarkt wird der Einkauf mit Bargeld bezahlt. Foto: Andreas Arnold/dpa

Die Verbraucherzentralen mahnen ein stärkeres Gegensteuern bei weiter steigenden Alltagsausgaben für Millionen Menschen an. Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Bundesregierung muss endlich für spürbare Entlastungen sorgen, vor allem bei den hohen Lebensmittelpreisen.“

Es müsse mehr Transparenz darüber geben, wie diese überhaupt entstehen. „Mogelpackungen, mit denen versucht wird, die Preiserhöhungen zu verstecken, sollten klar gekennzeichnet werden müssen.“

Lebensmittel gehören nach Angaben des Statistischen Bundesamts weiterhin zu den Inflationstreibern. Im Juli waren sie nach vorläufigen Daten 2,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor - bei einer allgemeinen Inflationsrate von 2,0 Prozent. Verbraucherschützerin Pop betonte: „Eine gesunde, nachhaltige und abwechslungsreiche Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels sein.“

Schokolade

„Vor einigen Jahren gab es Eigenmarken noch für um die 35 Cent pro Tafel“

Der Kakaopreis sinkt, wenn auch auf hohem Niveau. Das könnte auch die Schokoladen-Preise im Supermarkt beeinflussen, schätzt ein Experte.

von Kevin Gallant

„Nur so gelingt der Stimmungsumschwung“

Ein deutlicher Schritt nach vorn wäre auch eine Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte, sagte die Verbandschefin. Sie forderte grundsätzlich: „Der Alltag der Menschen muss funktionieren.“ Eine Verbraucherpolitik, die die Alltagsthemen in den Blick nehme, stärke das Vertrauen in die Politik. „Nur so gelingt auch der angestrebte Stimmungsumschwung im Land.“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte mehrmals das Ziel formuliert, dass nach langer Wirtschaftsschwäche im Sommer eine Wende zu einer positiveren Stimmung erreicht werden soll. Eine ursprünglich für alle angekündigte Senkung der Stromsteuer soll zunächst nur für bestimmte Betriebe umgesetzt werden.

Beschwerden zu Lebensmitteln

In den Verbraucherzentralen gingen nach Angaben des Bundesverbands im ersten Halbjahr 2025 mehr als 4000 Beschwerden zu Lebensmitteln und Getränken ein. Wichtigste Gründe dafür waren demnach Preise (27 Prozent), Qualität und Produktsicherheit (22 Prozent) und Werbung dafür (16 Prozent).

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick