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Krise in SolarbrancheKein Investor: Betrieb in Meyer-Burger-Werken eingestellt

Die Produktion steht still, Hunderte verlieren ihren Job. Beim Solarzellen-Hersteller Meyer Burger gehen die Lichter aus. Letzte Hoffnung sind laufende Gespräche mit Interessenten. 02.09.2025 - 16:00 Uhr
Auf einem Solarmodul im Werk der Meyer Burger Technology AG in Freiberg steht der Name des Konzerns. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/

Für die deutschen Standorte des insolventen Solarzellen-Herstellers Meyer Burger gibt es keinen Investor. Wie die Insolvenzverwalter Lucas Flöther und Reinhard Klose mitteilten, wurde der Geschäftsbetrieb der Werke in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) und Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) am 1. September eingestellt. Der Großteil der rund 540 Beschäftigten sei freigestellt oder gekündigt worden, da der Insolvenzgeldzeitraum abgelaufen ist.

Zwar laufen nach Angaben der Insolvenzverwalter noch Gespräche mit möglichen Interessenten. „Ob diese Gespräche jedoch zu einem Ergebnis führen, ist völlig offen“, hieß es. Flöther betonte: „Wir sind offen für zusätzliche Angebote von Investoren und bereit, erneut Verhandlungen aufzunehmen.“ Allerdings gebe es dafür zurzeit keine Anzeichen. „Die Solarbranche in Deutschland und Europa befindet sich nach wie vor in einer höchst schwierigen wirtschaftlichen Lage.“

Abwicklung statt Aufbruch

Bei der Meyer Burger (Germany) GmbH in Hohenstein-Ernstthal wurden 206 Mitarbeiter freigestellt, 62 unterstützen weiterhin Abwicklungsarbeiten. Bei der Meyer Burger (Industries) GmbH mit Standorten in Bitterfeld-Wolfen und Hohenstein-Ernstthal mussten 271 Beschäftigte gekündigt werden, darunter 38, die noch Abwicklungstätigkeiten übernehmen.

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„Wir bedauern außerordentlich, dass für die Mitarbeiter nach jetzigem Stand keine Weiterbeschäftigung möglich ist“, sagte Klose. Trotz der schwierigen Situation hätten alle Arbeitnehmer vorbildliches Engagement gezeigt.

Sollte sich kurzfristig doch noch ein Investor finden, wäre es laut Insolvenzverwaltern denkbar, dass freigestellte oder gekündigte Mitarbeiter erneut eingestellt werden.

dpa
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