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BatteriezellenVolkswagen setzt bei Batterien auf Partner

Volkswagen baut eine eigene Batteriezellproduktion auf. Laut VW-Technikvorstand Thomas Schmall braucht es dafür aber langfristige Investoren. 08.09.2025 - 19:21 Uhr
VW-Technikvorstand Thomas Schmall. Foto: dpa

Die Volkswagen-Batterietochter PowerCo kann nach den Worten von VW-Technikvorstand Thomas Schmall langfristig nur mit Partnern wachsen. Die PowerCo sei bereit für Investoren, sagte Schmall am Montag auf der Automobilmesse IAA in München. Er ließ offen, wann zusätzliche Geldgeber mit ins Boot geholt würden. „Wachstum über 2030 hinaus ist nur mit zusätzlichem Kapital möglich.“

Zugleich sieht Schmall Nachholbedarf beim Aufbau einer europäischen Infrastruktur für die Produktion von Bateriezellen. Derzeit kämen alle Maschinen, die für die Zellproduktion benötigt werden, aus Asien. Auch bei Rohstoffen sei Europa auf asiatische Lieferanten angewiesen. Der Maschinenbauverband VDMA sieht deswegen Handlungsbedarf. China dränge mit hoher staatlicher Förderung nach Europa und könne Zellen und Produktionsanlagen deutlich günstiger anbieten als die Wettbewerber. „Kommt Europa in der Batteriezellproduktion nicht voran, gefährdet das nicht nur die Batterieindustrie, sondern auch unmittelbare Zulieferer- und Anwenderindustrien“, sagte Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA.

Volkswagen baut derzeit eine eigene Zellproduktion auf. In Salzgitter, im spanischen Valencia und in St. Thomas in Kanada sollen Batteriezellen für die Konzernfahrzeuge gebaut werden. Die Fertigung in Salzgitter wird derzeit schrittweise hochgefahren. Als Erstes sollen die VW-Batteriezellen in den elektrischen Kleinwagen ID.Polo und ID.Cross sowie den Schwestermodellen von Skoda und Cupra zum Einsatz kommen, die im kommenden Jahr auf den Markt gebracht werden.

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Andere Autobauer hatten ihre Pläne zum Aufbau einer eigenen Batteriefertigung zuletzt jedoch gedrosselt, unter anderem wegen der unerwartet geringen Nachfrage nach Elektroautos. Für zusätzliche Verunsicherung hatte zudem die Pleite des schwedischen Herstellers Northvolt gesorgt.

Der VDMA erklärte, europäische Anlagenbauer verfügten zwar über Wissen, dieses bliebe ohne entsprechende Produktionsprojekte jedoch ungenutzt. Der Verband sprach sich dafür aus, der Branche bei der Regulierung entgegenzukommen. Schmall führte dabei insbesondere wettbewerbsfähige Energiepreise an.

Der chinesische Hersteller CATL hält unterdessen an seinen Plänen fest. Die gedämpfte Nachfrage nach E-Autos sei kein Grund zur Sorge, sagte der für das Europageschäft zuständige Manager Matt Shen. Es gebe immer wieder Schwankungen, aber der Trend halte an. Das Unternehmen baut derzeit unter anderem eine Fertigung im ostungarischen Debrecen auf, die Batteriezellen für die BMW-Fahrzeuge der Neuen Klasse liefern soll.

rtr
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