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Signa-PleiteZweite Anklage gegen Signa-Gründer Benko

Elf Luxusuhren, Manschettenknöpfe und 120.000 Euro Bargeld: Was Benko angeblich in einem Tresor versteckt haben soll – und warum das die Justiz interessiert. 11.09.2025 - 16:43 Uhr
René Benko, österreichischer Immobilien-Unternehmer, wird erneut angeklagt. Foto: dpa

Gegen den ehemaligen Milliardär René Benko ist eine zweite Anklage wegen angeblich versteckter Luxusuhren und Bargeld-Vorräte eingereicht worden. Nach Angaben von Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) steht der Gründer der insolventen Immobilien- und Handelsgruppe Signa unter Verdacht, mutmaßlich Vermögenswerte von fast 370.000 Euro vor Gläubigern verborgen zu haben.

Der Vorwurf der Anklage, die noch nicht rechtskräftig ist, lautet auf betrügerische Krida. Der Begriff aus dem österreichischen Strafrecht entspricht in etwa dem Bankrott in Deutschland.

Die neuen Vorwürfe betreffen elf hochpreisige Uhren sowie Manschettenknöpfe und Uhrenarmbänder im Gesamtwert von fast 250.000 Euro. Diese Gegenstände sowie 120.000 Euro Bargeld soll laut WKStA in einem Tresor im Haus von Angehörigen versteckt worden sein.

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Auch in der ersten Anklage vom Juli geht es um mutmaßliche betrügerische Krida. Darin wird Benko unter anderem vorgeworfen, dass er seinen Angehörigen trotz einer absehbaren Konkurseröffnung noch 300.000 Euro geschenkt habe. Wegen dieser ersten Anklage muss sich der 48-jährige Österreicher ab 14. Oktober in Innsbruck vor Gericht verantworten. Benko drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Benkos Anwalt äußerte sich zunächst nicht zu der weiteren Anklage. In der Vergangenheit hatte der Anwalt Anschuldigungen gegen den Geschäftsmann zurückgewiesen.

Österreichs Justiz ermittelt in rund einem Dutzend Verfahrenssträngen rund um die gescheiterte Signa-Gruppe. Das verschachtelte Firmennetzwerk, zu dem auch der Hamburger Elbtower, die Galeria-Warenhausgruppe und das Luxuskaufhaus KaDeWe gehörten, war wegen interner Probleme und steigender Kosten zusammengebrochen.

dpa
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