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Attentat in UtahTatverdächtiger nach Attentat auf Charlie Kirk festgenommen

Nach dem tödlichen Angriff auf den konservativen US-Influencer Charlie Kirk wurde ein Verdächtiger festgenommen. Die Ermittlungen laufen weiter. 13.09.2025 - 09:53 Uhr
Kerzen sind bei einer Mahnwache für Charlie Kirk am Freitag, dem 12. September 2025, in Provo, Utah, zu sehen. Foto: AP

Nach dem tödlichen Anschlag auf den rechtskonservativen US-Influencer Charlie Kirk ist in der Nacht zum Freitag ein Tatverdächtiger festgenommen worden. „Wir haben ihn“, sagte der Gouverneur von Utah, Spencer Cox. Es handle sich um einen jungen Mann aus dem Bundesstaat. Der mutmaßliche Täter habe einem Freund der Familie die Tat gestanden oder angedeutet, woraufhin dieser am Donnerstag die Polizei verständigt habe. Ein Familienmitglied des Verdächtigen habe erklärt, dieser habe sich zuletzt zunehmend radikalisiert und abfällig über Kirk geäußert. Der Direktor der Bundespolizei FBI, Kash Patel, bestätigte die Festnahme und erklärte, die Ermittlungen dauerten an.

Der 31-jährige Kirk war am Mittwoch bei einer Veranstaltung an einer Universität in Utah auf dem Podium mit einem einzigen Schuss getötet worden. Die Ermittler fanden nach eigenen Angaben ein Repetiergewehr, das vermutlich als Tatwaffe diente. Laut öffentlichen Unterlagen hatte der Verdächtige keine Vorstrafen. Den Wählerverzeichnissen zufolge war er zwar registriert, gehörte jedoch keiner politischen Partei an. Einer eidesstattlichen Erklärung der Ermittler zufolge wurde er unter dem Verdacht des Mordes, des unerlaubten Schusswaffengebrauchs und der Behinderung der Justiz festgenommen. Eine formelle Anklage stand zunächst aus.

FBI-Chef: „Wir sehen uns in Walhalla“

„Dies ist ein Angriff auf uns alle“, sagte Cox. „Es ist ein Angriff auf unsere Ideale.“ Er zog Parallelen zwischen der Tötung von Kirk und den Attentaten auf Präsident John F. Kennedy, dessen Bruder, Justizminister Robert Kennedy, und den Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. in den 1960er Jahren. Auf der am Tatort gefundenen Patronenhülse seien Botschaften eingraviert gewesen, erklärte der Republikaner weiter. Dazu gehörten: „Was ist das“; „Oh, Bella Ciao, Bella Ciao, Bella Ciao, Ciao“; „Wenn du das liest, bist du schwul“; sowie „Hey Faschist, fang!“. Die Zeile „Bella Ciao“ dürfte auf ein italienisches Partisanenlied anspielen, das als eine der Hymnen der antifaschistischen Bewegung gilt.

Kirk war Gründer der konservativen Studentenorganisation Turning Point USA. Er trug maßgeblich dazu bei, die Unterstützung junger Wähler für Trump bei der Präsidentschaftswahl im November zu mobilisieren. Sein Auftritt an der Universität war Teil einer geplanten Vortragsreihe durch 15 Hochschulen. Kirk griff regelmäßig etablierte Medien an und befasste sich oft in provokantem Stil mit Kulturkampfthemen wie Migration und Gender. Er hatte 5,3 Millionen Follower auf der Plattform X und moderierte einen beliebten Podcast sowie eine Radiosendung. FBI-Direktor Patel zollte ihm auf der Pressekonferenz Tribut: „Ruhe nun, Bruder, wir halten Wache. Wir sehen uns in Walhalla.“

dpa, rtr
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