1. Startseite
  2. Politik
  3. Konjunktur
  4. Inflation: Deutsche Erzeugerpreise mit größtem Rückgang seit über einem Jahr

InflationDeutsche Erzeugerpreise mit größtem Rückgang seit über einem Jahr

Im vergangenen Monat sind die Lebensmittelpreise erneut spürbar gestiegen. Die Erzeugerpreise gehen nun stärker zurück als von Experten erwartet. 19.09.2025 - 09:16 Uhr
Ein Kartoffelroder leert seinen Bunker Kartoffeln in einen Anhänger. Foto: Jan Woitas/dpa

Die deutschen Erzeugerpreise sind im August so kräftig gefallen wie seit über einem Jahr nicht mehr. Die Hersteller gewerblicher Produkte – von Nahrungsmitteln bis hin zu Industriegütern – verlangten durchschnittlich 2,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Einen so starken Rückgang gab es zuletzt im Mai 2024. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 1,7 Prozent gerechnet – im Juli waren die Erzeugerpreise um 1,5 Prozent gesunken.

Für die Verbraucher sind das potenziell gute Nachrichten. In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie ist deshalb ein früher Signalgeber für die Inflation. Verbraucher mussten im August 2,2 Prozent mehr bezahlen für Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Viele Experten rechnen mit einer sinkenden Teuerungsrate in den kommenden Monaten.

Hauptgrund für die gefallenen Erzeugerpreise war einmal mehr billigere Energie. Sie kostete 8,5 Prozent weniger als im August 2024. Dabei fielen die Erdgaspreise mit elf Prozent besonders stark. Strom kostete 10,8 Prozent weniger, während für Fernwärme 2,1 Prozent weniger verlangt wurde. Leichtes Heizöl kostete 7,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, während Kraftstoffe 2,5 Prozent günstiger zu haben waren. Klammert man Energie aus, stiegen die Erzeugerpreise im August um 0,8 Prozent zum Vorjahr.

Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen um 4,1 Prozent. Deutlich teurer wurden etwa Kaffee mit plus 33,1 Prozent und Rindfleisch mit plus 36,6 Prozent. Butter kostete 5,3 Prozent mehr. Billiger als im Vorjahresmonat wurden insbesondere Zucker (minus 36,8 Prozent) und Schweinefleisch (minus 1,9 Prozent). Investitionsgüter wurden 1,8 Prozent teurer.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick