„Verbranntes Geld“: E.On-Chef warnt vor unkontrolliertem Zubau bei erneuerbaren Energien
E.On-Chef Leonhard Birnbaum warnt vor Stromnetz-Überkapazitäten durch unkontrollierten Zubau von Solarparks, Windkraftwerken und Großbatterien. „Wenn wir strukturell nichts verändern, befürchte ich, dass die Akzeptanz für die Energiewende verloren geht“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“.
Das aktuelle System eines Ausbaus ohne Rücksicht auf die Netzkapazitäten führe dazu, dass die Verbraucher im vergangenen Jahr allein 2,8 Milliarden Euro für nicht eingespeisten Strom bezahlt hätten. „Wir alle bezahlen dafür, dass Stromerzeugungsanlagen stillstehen“, kritisierte Birnbaum. „Das ist sprichwörtlich verbranntes Geld.“
Batteriespeicher, Solarfelder und Windparks sollten nur noch auf die Netzinfrastruktur abgestimmt gebaut werden, forderte der E.On-Chef. Alles andere sei volkswirtschaftlicher Unsinn.
Allein im von E.On betreuten Netz habe es in den vergangenen vier Monaten Anfragen für zusätzlich 150 Gigawatt an Netzanschlussleistung für große Batterien gegeben. „Die Spitzenlast, das heißt das, was verbraucht wird, liegt in ganz Deutschland gerade einmal bei rund 80 Gigawatt. Das steht in keinem Verhältnis“, warnte Birnbaum.
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