Schwacke-Liste: Welche Automarke die besten Restwerte hat
Platz 10: Subaru
Wer sich einen Neuwagen kauft, sollte sich bereits vor der Unterschrift des Kaufvertrags Gedanken darüber machen, was das Auto in einigen Jahren wert sein wird. Der erzielbare Restwert hängt von vielen Faktoren ab, darunter das genaue Modell, der Motor, besondere Ausstattungsmerkmale sowie die Laufleistung und der Zustand des Gebrauchtwagens. Aber auch die Marke entscheidet darüber, für wie viel der Wagen nach einigen Jahren verkauft werden kann. Die Restwert-Spezialisten von Schwacke haben in einem aufwändigen Verfahren ein Markenranking erstellt, welche Autobauer die wertbeständigsten Pkws auf dem deutschen Markt anbieten.
Die Top Ten beginnen mit Subaru. Der japanische Hersteller kommt in der Schwacke-Liste auf 84,5 Prozent – was in dem Markenranking aber nicht mit einem Restwert von 84,5 Prozent des Kaufpreises verwechselt werden darf.
Platz 9: Suzuki
Suzuki landet mit 85,2 Prozent knapp vor Subaru. Die Zahlenwerte sollen laut Schwacke ein "unverzerrtes und neutrales Bild der Restwerte" bieten – deshalb haben die Experten Korrekturfaktoren eingebaut, um zum Beispiel unterschiedliche Laufleistungen oder das Alter eines Modells zu berücksichtigen. "Die Schwankungen durch den unterschiedlichen Lebenszyklus haben wir herausgerechnet, um die Ergebnisse über alle Hersteller vergleichbar zu machen", betont Michael Bergmann, Geschäftsführer von Schwacke. "Ansonsten würden Marken mit vielen neuen Modellen zu vorteilhaft dargestellt und umgekehrt." Zusätzlich wurden alle Ergebnisse normiert, das heißt der Hersteller auf dem ersten Platz wird mit 100 Prozent bewertet. Alle anderen Prozentangaben beziehen sich also auf das Verhältnis zum Spitzenreiter.
Platz 8: Skoda
Zusätzlich mussten die im Ranking vertretenen Marken noch eine weitere Hürde schaffen: Einen Marktanteil von 0,2 Prozent im Gesamtjahr 2012, was rund 6.000 neu zugelassenen Fahrzeugen entspricht. Damit sollen Exoten, die in geringer Stückzahl an Sammler verkauft werden, ausgeschlossen werden – ihre Preise sind meist konstant oder steigen mit dem Alter sogar.
Für einen Volumenhersteller wie Skoda ist das natürlich kein Hindernis. Die Tschechen werden von Schwacke mit 86,0 Prozent bewertet und landen damit deutlich vor der Muttermarke Volkswagen, die mit 83,9 Prozent nur den zwölften Rang belegt.
Platz 7: BMW
BMW wird in dem Ranking mit 86,2 Prozent bewertet. Den Münchnern gelingt es immer wieder, selbst in volumenstarken Segmenten wie der Mittelklasse oder bei Kompakt-SUVs wertstabile Autos zu bauen.
Platz 6: Audi
Mit 86,9 Prozent landet Audi knapp vor BMW auf dem sechsten Rang. Die Konkurrenz aus Stuttgart haben die beiden bayrischen Autobauer aber deutlich hinter sich gelassen: Mercedes-Benz wird nur auf Rang 14 gelistet (83,3 Prozent), dessen Kleinwagentochter Smart hat es auf Platz 29 gerade noch so in das Ranking geschafft (69,9 Prozent)
Platz 5: Mini
Da steht die Kleinwagenmarke von BMW deutlich besser da als Smart: Die kultigen Minis sind auch gebraucht beliebt, was die Preise nur langsam fallen lässt. 90,2 Prozent sind ein deutlich besserer Wert als der von BMW selbst.
Platz 4: Jeep
SUVs und Geländewagen sind derzeit so gefragt wie nie zuvor. Jeep profitiert von dem Boom, 2014 konnten die Amerikaner in Deutschland um 44 Prozent zulegen. Doch nicht nur die Neuwagen verkaufen sich gut, auch die Gebrauchten sind gefragt – was sich auf den Preis auswirkt. Deshalb bewerten die Schwacke-Experten Jeep mit 90,5 Prozent.
Platz 3: Dacia
Der dritte Platz von Dacia zwischen all den Nobelkarossen mag auf den ersten Blick verwundern, ist aber dennoch logisch. Bei teuren Autos, die nur mit hohen Rabatten verkauft werden, droht auch ein hoher Wertverlust. Und wo mit Nachlässen geknausert wird, da wird auch für die Gebrauchtwagen relativ viel Geld bezahlt. Auf die niedrigen Preise von Dacia gewähren die Händler aber kaum Rabatt, weshalb man für einen Gebrauchten mehr Geld verlangen kann – weil der Neuwagen ohne Nachlass verhältnismäßig teuer ist. Für Dacia bedeuten die 92,4 Prozent den Bronzerang.
Platz 2: Land Rover
Ganz vorne liegen aber Marken, die auch gebraucht begehrt sind und deshalb teuer bleiben. Land Rover profitiert hier wie Jeep vom SUV-Boom. Mit einem Unterschied: Die luxuriösen Briten, wie etwa der Range Rover Sport im Bild, sind begehrter als ein Brot-und Butter-Jeep – und mit 96,6 Prozent auch noch ein bisschen wertstabiler.
Platz 1: Porsche
Porsche schlägt hier doppelt zu: Zum einen gelten die Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen seit jeher als besonders wertstabil, zum anderen hat Porsche mit dem Cayenne und dem Macan auch zwei sehr erfolgreiche SUVs im Programm. Das führt dazu, dass Porsche im Schwacke-Ranking mit 100 Prozent die Referenz für alle anderen Restwerte bildet.