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Israelischer GeheimdienstMossad ließ offenbar rund 3000 Menschen töten

Ein Journalist und Autor hat berechnet, dass der israelische Geheimdienst rund 3000 Menschen getötet haben soll. Für die Recherchen habe er unter anderem mit ehemaligen Regierungs- und Geheimdienstchefs gesprochen.dpa 19.01.2018 - 20:26 Uhr aktualisiert Quelle: Handelsblatt

Laut den Recherchen eines Journalisten soll der Geheimdienst Mossad rund 3000 Menschen getötet haben.

Foto: dpa

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hat nach Recherchen eines israelischen Experten mehrere Tausend Menschen getötet. „Alles in allem reden wir über mindestens 3000, darunter nicht nur die Zielpersonen, sondern auch viele Unschuldige, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren“, zitiert das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe den Journalisten und Buchautor Ronen Bergman.

Allein während der zweiten Intifada (Palästinenseraufstand) gab es laut Bergman Tage, an denen vier bis fünf „gezielte Tötungen“ angeordnet worden seien, in der Regel gegen Mitglieder der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas. Bergmans neues Buch „Der Schattenkrieg. Israel und die geheimen Tötungskommandos des Mossad. Ein SPIEGEL-Buch“ ist ab Montag (22. Januar) im Handel erhältlich.

Bergman hat nach eigener Aussage für seine Recherchen mit rund 1000 Menschen gesprochen, unter ihnen sechs frühere Mossad-Chefs und sechs israelische Ministerpräsidenten, wie Ehud Barak und Ehud Olmert, aber auch mit dem amtierenden Regierungschef Benjamin Netanjahu.

Das Buch erzählt weitgehend chronologisch die Entwicklung des israelischen Geheimdienstes bis zum Herbst 2017. Dabei beschreibt Bergman die Missionen des Mossads und die politischen Entscheidungsprozesse dahinter.

Offiziell heißt der Mossad „Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben“. In der Vergangenheit gab es bereits Kritik an seiner Vorgehensweise. So erschossen Agenten 1973 im norwegischen Lillehammer irrtümlich einen marokkanischen Kellner.

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