Dieselskandal: Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt auch zum Vito
Der Mercedes-Kleintransporter Vito steht im Fokus der Staatsanwaltschaft.
Foto: REUTERSDie Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ihre Ermittlungen im Fall Daimler auf das Fahrzeugmodell Vito ausgeweitet. Der Vito sei „Gegenstand des laufenden Ermittlungsverfahrens gegen bekannte und unbekannte Mitarbeiter der Daimler AG wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung“, bestätigte die Behörde der WirtschaftsWoche auf Anfrage.
Daimler wollte sich aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht äußern. Die Ermittlungen diesbezüglich laufen nach Informationen der WirtschaftsWoche zwar schon seit kurzer Zeit, sind aber öffentlich bislang noch nicht bekannt. Sie gehen damit nicht auf den jetzigen Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) von rund 6300 Vito-Fahrzeugen zurück.
Schon im Februar hatte die WirtschaftsWoche berichtet, das KBA verdächtige Daimler, beim Vito zu wenig von der Harnstofflösung AdBlue einzuspritzen, die den Gehalt an gesundheitsschädlichen Stickoxiden in Abgasen reduzieren. „Die unzulässigen Strategien beziehen sich auf den Einsatz des SCR-Abgasreinigungssystems“, so das KBA. Dabei geht es um die Einspritzung von Harnstoff.