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LandesbankNordLB rutscht in die roten Zahlen

Das Hannoveraner Institut erklärte, das Ergebnis sei „durch Bewertungseffekte infolge des Anstiegs des allgemeinen Zinsniveaus belastet“. 31.05.2022 - 11:20 Uhr

Die NordLB befindet sich auf Schrumpfkurs, nachdem sie Ende 2019 wegen fauler Schiffskredite von ihren Eignern mit 3,6 Milliarden Euro gerettet werden musste.

Foto: dpa

Die NordLB ist vor allem wegen Bewertungsverlusten zum Jahresstart in die roten Zahlen gerutscht. Von Januar bis März beläuft sich das Minus vor Steuern auf 122 Millionen Euro, wie die Norddeutsche Landesbank (NordLB) am Dienstag mitteilte und damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Freitag bestätigte.

Das Hannoveraner Institut erklärte, das Ergebnis sei „durch Bewertungseffekte infolge des Anstiegs des allgemeinen Zinsniveaus belastet“. Bankchef Jörg Frischholz äußerte sich nicht zum Verlust und verwies auf positive operative Zahlen. „Beim Zins- und Provisionsergebnis haben wir die Trendwende eingeläutet.“ Man habe beim Neugeschäft deutlich zugelegt - und „der Umbau der Bank trägt damit mehr und mehr Früchte“.

Der seit Januar amtierende Frischholz hatte Ende März auf der Bilanz-Pressekonferenz erklärt, beim Konzernergebnis wolle die NordLB 2022 deutlich über Vorjahr liegen. In der Pressemitteilung zum ersten Quartal ging Frischholz nun nicht mehr auf den Ausblick ein.

Ein Konzernsprecher sagte aber ergänzend, die NordLB halte an ihrer Prognose fest. Der ehemalige Hypo-Vereinsbank-Vorstand soll den Umbau der Landesbank erfolgreich zu Ende bringen. Denn die NordLB befindet sich auf Schrumpfkurs, nachdem sie Ende 2019 wegen fauler Schiffskredite von ihren Eignern mit 3,6 Milliarden Euro gerettet werden musste. Das Institut wird künftig kleiner und trennt sich vom Schiffsgeschäft. Die Zahl der Beschäftigten soll auf rund 3000 etwa halbiert werden.

Im ersten Quartal stieg der Zinsüberschuss um vier Prozent und das Provisionsergebnis kletterte deutlich auf 36 Millionen Euro. Hier profitierte die Bank vom anziehenden Neugeschäft, aber auch von geringeren Gebühren, die sie dem Mehrheitseigner Niedersachsen für bestimmte Finanzgarantien zahlen muss.

Das Ergebnis aus der sogenannten Fair-Value-Bewertung fiel mit minus 78 Millionen Euro deutlich schlechter aus als vor Jahresfrist mit plus 48 Millionen Euro. „Die allgemeine Marktzinsentwicklung hat zu einer veränderten Bewertung der Pensionsverpflichtungen geführt“, betonte die NordLB. Dies habe sich negativ in der Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt, aber zugleich das Eigenkapital der Bank entlastet.

rtr
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