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PharmakonzernBoehringer-Diabetesmittel punktet in Studie mit Nierenpatienten

Das Mittel wird bereits zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Herzinsuffizienz eingesetzt. Eine Zulassung zur Behandlung von Nierenerkrankungen könnte zusätzliche Milliardenumsätze bringen. 04.11.2022 - 16:05 Uhr

Für den Konzern war das Diabetesmittel Jardiance im vergangenen Jahr das mit Abstand umsatzstärkste Präparat.

Foto: obs

Die Pharmakonzerne Boehringer Ingelheim und Eli Lilly blasen mit ihrem Diabetesmittel Jardiance zur Aufholjagd auf den Rivalen Astra-Zeneca. Die beiden Unternehmen teilten am Freitag mit, dass Jardiance das Fortschreiten chronischer Nierenerkrankungen deutlich verlangsame. In einer klinischen Studie der Phase-3 habe das Mittel das Sterberisiko oder das Risiko eines Fortschreitens der Nierenerkrankung im Vergleich zu einem Placebo um 28 Prozent gesenkt.

Boehringer und Eli Lilly wollen nun bei Arzneimittelbehörden weltweit eine erweiterte Zulassung für Jardiance auch zum Einsatz bei chronischen Nierenerkrankungen beantragen. Das Mittel ist bereits zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Herzinsuffizienz zugelassen.

Die Phase-3-Studie war im März vorzeitig gestoppt worden, da ein unabhängiges Kontrollgremium befand, dass es nicht mehr zu rechtfertigen war, Jardiance den Patienten aus der Vergleichsgruppe, die ein Placebo erhielten, vorzuenthalten. Für Boehringer war Jardiance, das der Konzern zusammen mit Eli Lilly entwickelt, mit einem Umsatz von 3,94 Milliarden Euro im vergangenen Jahr das mit Abstand umsatzstärkste Präparat. Eli Lilly setzte knapp 1,5 Milliarden Dollar mit Jardiance um.

Das Diabetesmittel Farxiga von Astra-Zeneca ist bereits zur Behandlung chronischer Nierenerkrankung zugelassen, nachdem eine Studie 2020 zeigte, dass das Medikament das Risiko eines Fortschreitens der Nierenerkrankung oder eines nieren- oder herzkreislauf-bedingten Todes um 39 Prozent senkt. Die Studie, in der Jardiance getestet wurde, umfasste aber eine größere Gruppe von Nierenpatienten. Eine Zulassungserweiterung würde den Unternehmen zusätzliche Umsätze mit Jardiance einbringen.

Bei Astra-Zeneca trug die erweiterte Zulassung für chronische Nierenerkrankungen dazu bei, dass der Umsatz von Farxiga im vergangenen Jahr um 53 Prozent auf drei Milliarden Dollar anstieg. Weltweit sterben jedes Jahr fünf bis zehn Millionen Menschen an chronischen Nierenerkrankungen. In den USA sind etwa 37 Millionen Menschen von Nierenerkrankungen betroffen.

rtr
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