Banken: Österreichische Banken fordert Lockerung der Hypothekenregeln
Exponenten der österreichischen Wirtschaft wollen die Lockerung von Hypothekenregeln erreichen.
Foto: picture alliance / Tobias Steinmaurer / picturedeskDie österreichische Kreditwirtschaft fordert die Lockerung von Beschränkungen für Hypothekenkredite, mit denen der überhitzte Immobilienmarkt in der Alpenrepublik gebremst werden sollte.
Die Bankensparte der Wirtschaftskammer sieht in den Regeln ein Hindernis für den Immobilienerwerb und Hausbau und konstatiert bereits einen „massiven Rückgang des Neugeschäfts“ um 40%, heißt es in einer Erklärung am Donnerstag. Der Vorstoß schließt an ähnliche Kritik von Finanzminister Magnus Brunner vor einigen Wochen an.
Die Beschränkungen, die auf einer gemeinsamen Empfehlung von Bankenaufsicht FMA, Österreichischer Nationalbank und Brunners Ministerium beruhen, legen Obergrenzen für die Beleihungsquote, den Schuldendienst im Verhältnis zum Einkommen und die Laufzeit fest.
„Die in der aktuellen Form vorliegende Verordnung wirkt leider krisenverschärfend“, sagt Willi Cernko, Leiter der Bankensparte und CEO des größten österreichischen Kreditinstituts Erste Group Bank AG. „Wir haben alle ein gemeinsames Interesse an einem stabilen Finanzmarkt unter gleichzeitiger Ermöglichung der Schaffung von Wohnraum.“
Die Einschränkungen wurden erlassen, nachdem die österreichischen Eigenheimpreise sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt haben und in den letzten zwei Jahren jeweils zweistellige jährliche Wachstumsraten verzeichneten. In Deutschland gibt es mit ähnlicher Begründung lediglich einen Kapitalaufschlag für Wohnungskredite.