Helden des Mittelstands – Teil 249: Inspiriert von den alten Mönchen
Christoph Kämpf, Geschäftsführer der Karmeliten Brauerei.
Foto: Presse1. Das Problem
Um Bier herzustellen, müssen große Mengen an Flüssigkeit erhitzt und wieder abgekühlt werden. Das ist energieintensiv, kostspielig und schadet der Umwelt.
2. Die Lösung
Christoph Kämpf will die Umwelt schonen und sein Unternehmen Karmeliten Brauerei unabhängiger von Energieversorgern machen. Sein neues Sudhaus baut er deshalb in Kaskadenform, setzt auf die Schwerkraft statt auf elektrische Pumpen, um Wasser zu transportieren – ganz so, wie es früher die Mönche taten. Nun ist er angefixt, grübelt über weitere Möglichkeiten, um fossile Energie zu sparen. Und schmiedet einen Plan: Er will eine energieautarke Brauerei errichten.
3. Die Umsetzung
Kämpf schafft eine Biogasanlage an, die Klärgas aus dem Brauereiabwasser produziert. Er nutzt das Gas, um das frische Wasser auf Brautemperatur zu erwärmen. Die Restwärme wandelt ein Absorber in Kälte um. Und das Abwasser fließt wiederum in die Gasanlage. Dank dieses Kreislaufs braucht die Brauerei vier Fünftel weniger Strom. 2036 wird sich die Investition amortisiert haben – bei steigenden Energiepreisen sogar früher.
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