Der Ursprung meiner Karriere: Michael Theurer: „Der Erhalt der Natur lag mir als Protestant am Herzen“
1. Mit Gott
Meine Heimatstadt Horb am Neckar, nahe Tübingen, war beschaulich. Meine Jugend trotzdem hochpolitisch: Im Schwarzwald waren Bäume vom Waldsterben bedroht. Der Erhalt der Natur lag mir als Protestant und Jugendleiter in der evangelischen Kirchen gemeinde am Herzen. Damals las ich Hans Jonas Buch „Prinzip Verantwortung“ und war davon überzeugt, dass man die soziale Marktwirtschaft zur ökologischen Marktwirtschaft weiterentwickeln muss.
2. Zum Fest
Mit 16 trat ich in die FDP ein, mit 27 wurde ich Oberbürgermeister. Die Stadt war hoch verschuldet. Für Kultur gab es kein Geld. Also setzte ich auf Eigeninitiativen und bürgerschaftliches Engagement. Mit Vereinen bauten wir eine Schulturnhalle, ein Jugendhaus und finanzierten Kindergärten. In meiner damaligen Wohnung gründeten wir die Maximilian Ritterspiele – ein Mittelalterfest, das immer noch existiert und dieses Jahr zum 25. Mal ausgetragen wurde.
3. Per Bahn
Ich habe in den vergangenen Jahren sämtliche politischen Ebenen durchlaufen: vom direkt gewählten Bürgermeister bis zum parlamentarischen Staatssekretär. Als Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr beschäftige ich mich nun mit der Verkehrswende auf Schiene und Straße. Also wieder mit Marktwirtschaft und Ökologie. Ich bin überzeugt, dass sich beides in der Praxis vor Ort bewähren muss. Wie alles in der Politik.
Sie möchten wissen, wie die Karriere von Frank Thelen, Nina Hugendubel oder Ulrich Wickert begann? Stöbern Sie in unserer Rubrik „Der Ursprung meiner Karriere“!