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ArzneiproduktionPharmaunternehmen Lonza übernimmt großes Werk von Roche

Lonza zahlt 1,2 Milliarden Dollar für eine Anlage von Roche in Kalifornien. Damit will der Arznei-Auftragsfertiger weiter wachsen: Mittelfristig soll der Umsatz um 15 Prozent pro Jahr steigen. 20.03.2024 - 11:50 Uhr

Mit einer Milliarden-Übernahme will der Arznei-Auftragsfertiger Lonza das Wachstum ankurbeln. Der Schweizer Konzern übernimmt für 1,2 Milliarden Dollar ein Werk des Pharmariesen Roche in Vacaville im US-Bundesstaat Kalifornien, wie Lonza am Mittwoch mitteilte.

Die Übernahme, die im zweiten Halbjahr vollzogen werden soll, dürfte dem Umsatz des Basler Konzerns Schub geben. Entsprechend schraubte Lonza die Prognose für das Wachstum im Zeitraum 2024 bis 2028 auf zwölf bis 15 Prozent von bisher elf bis 13 Prozent hoch. Die Anleger reagierten erfreut, die Aktie gewann im frühen Handel über vier Prozent an Wert.

Die Anlage in Vacaville verfüge derzeit über eine Bioreaktorkapazität von rund 330.000 Litern und sei damit weltweit eine der größten Produktionsstätten für Erzeugnisse, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden. Damit könne der Konzern die steigende Nachfrage nach Antikörpern aus Säugetierzellkulturen decken. Im Rahmen der Vereinbarung werde Lonza rund 750 Roche-Mitarbeitern in Vacaville eine Anstellung anbieten.

Lonza will 500 Millionen Dollar investieren

Lonza plane rund 500 Millionen Dollar zu investieren, um den Standort zu modernisieren und das Angebot zu erweitern. Roche werde mittelfristig weiterhin Produkte von Lonza aus dem Werk beziehen. Im Verlauf der Zeit werde sich Lonza dann auf andere Kunden ausrichten.

Lonza könne mit dem Deal die Präsenz im attraktiven US-Markt massiv verstärken, erklärte Michael Kunz von der Luzerner Kantonalbank. Die Trends hin zu mehr Auftragsfertigung und hin zu etablierten Anbietern in näher liegenden Absatzmärkten („Reshoring“) seien weiterhin intakt. „Lonza dürfte sich ein entsprechendes Stück dieses Kuchens sichern können.“

Roche hatte im Mai 2023 Pläne zum Verkauf des Standorts bekanntgegeben. Das Unternehmen benötige die sehr großen Mengen an Antikörpern, die die Anlage liefere, nicht mehr, hatte es damals geheißen. Stattdessen konzentriere sich der Konzern auf Medikamente für kleinere Patientengruppen und andere biotechnologische Methoden.

rtr
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