Darüber solltet ihr mal schreiben: Wie steht es um die Familienstartzeit?
Durch die Familienstartzeit sollen Eltern von Neugeborenen gemeinsam Zeit haben, ohne dass Väter Urlaub oder Elternzeit nehmen.
Foto: Pro Imago LifeEs war neben der Kindergrundsicherung ein weiteres zentrales Vorhaben der grünen Familienministerin Lisa Paus: die Familienstartzeit. Eltern von Neugeborenen sollten gemeinsam Zeit haben, ohne dass Väter Urlaub oder Elternzeit nehmen. Der Koalitionsvertrag nennt eine „zweiwöchige vergütete Freistellung für die Partnerin oder den Partner nach der Geburt eines Kindes“.
Der Gesetzentwurf wird seit Frühjahr 2023 beraten. Das Finanzministerium blockiere, kritisiert SPD-Fraktionsvize Sönke Rix. Die FDP will die Wirtschaft gerade jetzt nicht noch mehr belasten. Die Väterfreistellung soll – wie der Mutterschutz – von den Unternehmen per Umlage finanziert werden. Kleinere Betriebe koste die nur wenige Hundert Euro monatlich. Die Unternehmen insgesamt müssten in Summe aber gut eine halbe Milliarde Euro im Jahr zahlen.
Einige Unternehmen werden selbst aktiv: Die Funke Mediengruppe hat eine interne Familienstartzeit eingeführt. Henkel stockt Partnern seit diesem Jahr acht Wochen das Elterngeld auf ihr ursprüngliches Gehalt auf. SAP hat einen ähnlichen Plan wieder verworfen.
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