Mini-Solaranlage: Balkonkraftwerke machen Strom produzieren ganz einfach
Ein Balkonkraftwerk muss man anmelden – ansonsten ist die Bürokratie hier inzwischen aber deutlich verringert worden.
Foto: Getty ImagesBalkonkraftwerke gewinnen zunehmend an Verbreitung – und bald könnte es noch stärker aufwärts gehen. Denn kürzlich stimmte der Bundesrat Gesetzesänderungen zu, die den Einbau der kleinen Solaranlagen erleichtern. Bisher gab es wegen der Installation häufig Streit zwischen Mietern und Vermietern oder unter Wohnungseigentümern. Künftig ist der Einbau von Balkonkraftwerken privilegiert.
Damit besteht ein Rechtsanspruch, die Solaranlagen installieren zu dürfen, soweit dies dem Vermieter oder Miteigentümern zumutbar ist. Wer sich gegen den Einbau wendet, muss dies detailliert begründen.
Viele Kommunen und einige Bundesländer zahlen einen Zuschuss für die Installation von Balkonkraftwerken. Aachen beispielsweise fördert mit 100 Euro Zuschuss kleine Solaranlagen mit bis zu 800 Watt zulässiger Leistung. In Freiburg sind es 150 Euro, allerdings nur für Mieter.
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Es lohnt sich, bei der Kommune anzufragen, denn die Finanzmittel sind begrenzt. In Köln beispielsweise ist der Fördertopf für dieses Jahr bereits ausgeschöpft. Die Stadt Köln will die Förderprogramme jedoch im kommenden Jahr fortsetzen, sofern es die Haushaltsplanung zulässt.
Fazit: Die Gesetzesänderungen machen Solarstrom für jedermann möglich. Balkonkraftwerke sind zwar nur ein kleiner Baustein in der Energiewende. Allerdings sind Installation und Betrieb vergleichsweise unbürokratisch.
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