Henkel, E-Tron, Pajero: Die peinlichsten Produktnamen
In Windeseile: Durch einen Namen wie "Vento" wird ein eigentlich ganz nüchterner Volkswagen in den frühen 90er Jahren in manchen Ländern zum "Furz" auf Rädern.
Das hatte Audi sich sicher anders vorgestellt: Der neue A3 e-tron sorgt besonders in französischsprachigen Ländern für große Belustigung: "Étron" bedeutet im Französischen nämlich "Scheißhaufen".
Das Modell Mitsubishi Pajero sorgte in Spanien für Furore, weil das Wort "pajero" umgangssprachlich "Wichser" bedeutet. Nun heißt der japanische Geländewagen Montero.
Wenig Gespür bewies Mazda mit dem "Laputa" zumindest für den iberischen Markt. "La Puta" ist gleichbedeutend mit "die Hure", das macht den Wagen für weibliche Kundschaft praktisch unverkäuflich.
Noch ein Beispiel aus Spanien: Lada (hier im Bild) und Chevrolet waren bei den Modellen Nova (No va = "Geht nicht") nicht gerade kreativ.
Der Mazda MR2 brachte Franzosen zum Lachen, denn "MRdeux" ausgesprochen erinnert das Modell doch stark an den Begriff "merde" = Scheiße.
Und ob ein Auto wirklich Cedric heißen muss, ist auch fraglich. Nissan scheint jedenfalls überzeugt. Auf einen BMW Horst dürften die Kunden allerdings lange warten müssen.
Quelle: Mi-ta'smetro
Nissan schwört aber nicht erst seit gestern auf skurrile Namen für seine Autos: 1989 stellte der Autobauer auf der Tokyo Motor Show sein Konzeptfahrzeug "Figaro" vor. Außerdem im Sortiment: Gazelle, Gloria, Leopard und Violet.
Quelle: Subaru-69
Mit seinem Modell "Pinto" konnte Ford bei Kunden in Brasilien nicht punkten. Dort heißt Pinto "Pimmelchen".
Der Wagen sieht aus wie Kampfjet, doch der Name droht eine Panne an. Im Spanischen bedeutet el reventon "Reifenschaden".
Aber es muss ja nicht immer Spanien sein, auch im Norden Europas finden sich (zumindest in der Übersetzung) wenig schmeichelhafte Modellbezeichnungen. Im Finnischen etwa ist der Fiat "Uno" ein "Trottel" (Uuno). Der Honda Jazz sollte in Skandinavien ursprünglich als "Fitta" verkauft werden, was eine sehr, sehr vulgäre Umschreibung für das weibliche Geschlecht ist. Und beim Fiat "Regata" dachten in den frühen Achtzigern viele Schweden an eine streitsüchtige Frau.
Kein Glücksgriff für den italienischen Markt war beim Rucksack-Golf die Bezeichnung "Jetta". Pechsträhne liegt phonetisch ganz nah, nämlich "ietta".
Tchibo ist definitiv kein Begriff den Japaner mit Kaffee verbinden. Das Wort erinnert in der Aussprache an die Worte für "Blut" und "Tod".
Als der schwedische Haushaltsgeräte-Hersteller Elektrolux noch Staubsauger produzierte, warb er einmal mit dem Spruch "Nothing sucks like an Elektrolux". Sagen wollte man damit "Nichts saugt so gründlich wie ein Elektrolux" - verstehen konnte man als US-Bürger aber auch "Nichts nervt so sehr wie ein Elektrolux".
Das Waschmittel Persil heißt auf Französisch "Petersilie". Da das so gar nichts mit sauberer Wäsche zu tun hat, heißt dasselbe Produkt in Frankreich "Le chat" - die Katze, weil die Tierchen den Ruf haben, sich immer fleißig zu putzen. Wie war das mit der "Katzenwäsche"?
Die ägyptische Fluggesellschaft 'Misr Overseas Airways' kam in den achtziger Jahren bei französischen Touristen überhaupt nicht gut an. Die Aussprache des Worts "Misr" - eigentlich nur die latinisierte Schreibweise des arabischen Begriffs für Ägypten - klang zu sehr nach dem französischen Wort "misère", also Not und Elend.
Rolls Royce stellte sich in puncto Modellnamen geschickter an als viele andere Autohersteller. Die britische Luxusmarke nannte ihr Modell "Silver Mist" in weiser Voraussicht auf dem deutschen Markt "Silver Shadow". Ein guter Entschluss.
Der Emu ist ohne Zweifel der Wappenvogels Australiens. Doch sich ausgerechnet als Fluggesellschaft den Namen eines flugunfähigen Vogels zuzulegen, ist definitiv gewagt. Die australische Airline Emu Airways sah offensichtlich keinen Widerspruch.
Ein Parfum, dessen Name klingt wie ein Käse? Warum nicht, dachte sich wohl Atkinsons und nannte seinen Duft "Rockford" - nur die Schreibweise weicht vom Weichkäse 'Roquefort' ab, das Geruchserlebnis selbstverständlich ebenfalls.
Ob dem Fahrer eines Daihatsu Applause tatsächlich applaudiert wird, wenn er mit dem Wagen vorfährt, ist fraglich. Auch der Hersteller scheint Zweifel gehabt zu haben. Seit dem Jahr 2000 wird das Modell nicht mehr hergestellt.
Pferdefreunde sind die Konkurrenten bei Hyundai: Bei dem Autobauer im Stall stehen der Galloper, Pony, (das berühmte Rennpferd) Eclipse und Starion - eine Japanisierung des englischen Worts für "Hengst".
Quelle: Qwerty242
Der VW Phaeton wurde benannt nach einem Sohn des griechischen Sonnengottes Helios. Laut der Darstellung Ovids fragte Phaeton seinen Vater, ob er einmal den Sonnenwagen lenken dürfte – der verbat ihm das. Daraufhin bestieg Phaeton bei Nacht den Wagen seines Vaters, raste los und verlor die Kontrolle. Dabei verließ Phaeton mit dem Sonnenwagen die übliche Fahrstecke zwischen Himmel und Erde und löste eine gigantische Katastrophe aus. Ovid beschrieb sie wie folgt:
„Die Erde geht in Flammen auf, die höchsten Gipfel zuerst, tiefe Risse springen auf, und alle Feuchtigkeit versiegt. Die Wiesen brennen zu weißer Asche; die Bäume werden mitsamt ihren Blättern versengt, und das reife Korn nährt selbst die es verzehrende Flamme… Große Städte gehen mitsamt ihren Mauern unter, und die ungeheure Feuersbrunst verwandelt ganze Völker zu Asche.“