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Andere Länder - andere Sitten Etikette macht Karriere

Die Etikette hat sogar selbst Karriere gemacht: So finden mittlerweile rund 96 Prozent der Manager Manieren extrem wichtig und sehen damit einen direkten Zusammenhang zwischen persönlichem Erfolg und gutem Benehmen.

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Begrüßung auf Japanisch Quelle: AP

Das hat die Düsseldorfer Personalberatung Lachner Aden Beyer & Company Consultants (LAB) bei einer deutschlandweiten Befragung von 246 Managern herausgefunden. Damit Sie auf dem internationalen Parkett noch stilsicherer werden, hat wiwo.de die 300 wichtigsten Etikette-Regeln für die wichtigsten Handelspartner Deutschlands zusammentragen.

Arabien

Anrede

Formell mit Titel und Nachnamen; gesellschaftlicher Status und berufliche Position sind zentral. Die in den Golfstaaten übliche Anrede mit Vornamen (Mr. Hans, Mr. Ahmed) entspricht nicht unserem Duzen. Die informelle, aber respektvolle Anrede setzt sich aus der Bezeichnung Abu (Vater von) oder Umm (Mutter) und dem Namen des erstgeborenen Sohnes (inzwischen auch Tochter) zusammen (Abu Muhammad). Im Schriftverkehr: der volle Name mit Titel. Begrüßung (Mann) Mit as-salamu alaykum („Friede sei mit Dir“) und der Antwort – wa-alaykum as-salam („Auch mit Dir sei Friede“) – liegen Sie immer richtig. Auf den Gruß folgt die Frage nach dem Befinden. Die Antwort: „bi-khayr“ („gut“) oder „al-hamdu-lillah“ („Lob sei Gott!“). Wer einen Raum mit mehreren Personen betritt, begrüßt erst den Gastgeber, dann den Ältesten, schließlich alle anderen. Dazu gehört ein sanfter (!) Händedruck. Begrüßung (Frau) Vermeiden Sie Körperkontakt! Arabische Frauen werden – je nach Umfeld – höchst zurückhaltend begrüßt. Warten Sie ab, ob die Dame Ihnen die Hand reicht. Falls nicht, genügt kurzes Kopfnicken. Werden Sie als Frau von arabischen Männern nicht gegrüßt oder gar nicht ins Gespräch einbezogen, ist das Beweis ihrer Ehrerbietung. Als Geschäftspartnerin nimmt man Sie jedoch in Ihrer Rolle ernst, solange Sie nicht persönlich werden. Dresscode Nachlässige Kleidung bedeutet hier Mangel an Wohlstand und Bildung. Ungeachtet der Temperatur sind Anzug und Krawatte Pflicht, kurze Hosen und Ärmel nur beim Sport erlaubt. Frauen tragen Hosenanzug oder ein Knie bedeckendes Kostüm mit Strümpfen. Bloße Schultern und Oberarme, tiefe Dekolletés oder Beinschlitze sind tabu. In Saudi-Arabien müssen auch nichtarabische Frauen die abaya, das traditionelle schwarze Gewand, tragen. Einladungen Private Einladungen gelten als höchste Ehre. Stil beweist, wer zunächst zweimal freundlich ablehnt. Denn das Gebot der Gastfreundschaft kann dazu führen, dass Einladungen aus Pflicht ausgesprochen werden. Erst das dritte Angebot ist ernst gemeint. Essen Traditionellerweise ersetzen Brotstücke das Besteck. Brot stets mitessen und kein zweites Mal in die Speisen tauchen! Die linke Hand gilt im islamischen Raum als unrein und sollte nicht zum Essen benutzt werden. In konservativen Familien essen Männer und Frauen getrennt. Als Gast wird man stets aufgefordert, mehr zu essen. Sich zu zieren gehört zum guten Ton. Wenn Sie nicht mehr können, lassen Sie einen Rest auf dem Teller und lehnen Sie dreimal freundlich ab. Nach dem Kaffee ist es Zeit, zu gehen. Das Auffordern zum Bleiben ist nur Teil des Rituals. Eine Gegeneinladung wird erwartet. Gastfreundschaft Sie ist Prüfstein der arabischen Geschäftskultur: Zu jedem Treffen werden Getränke gereicht – Wasser, Tee, Kaffee, Fruchtsäfte. Bieten Sie arabischen Gästen die Erfrischungen mehrmals an, sonst werden sie nichts zu sich nehmen. Geschenke Beliebt sind Gastgeschenke, die einen persönlichen, regionalen Bezug haben. Tabu ist alles vom Schwein sowie Alkohol. Die stets aufwändig verpackten Geschenke werden erst in Abwesenheit des Schenkenden geöffnet. Nichtgefallen könnte ihn in Verlegenheit bringen. Hierarchie Achten Sie bei Geschäftstreffen auf Gleichrangigkeit; also CEO zu CEO, Assistent zu Assistent. Ein Treffen mit einem rangniedrigeren Mitarbeiter kann vom arabischen Geschäftspartner als Beleidigung aufgefasst werden. Indirekte Kommunikation Sagen, was Sache ist, gilt als ungebildet. Faustregel: Sagt ein diplomatischer Araber „ja“, meint er „vielleicht“, sagt er „vielleicht“, meint er „nein“. Hinterfragen Sie Aussagen wie „No problem!“ Und das Wichtigste wird immer am Schluss angesprochen. Islam Verständnislose Kommentare über den Islam, seinen Propheten Muhammad und den Koran sind tabu. Ebenso die falsche Bezeichnung „Mohammedaner“. Richtig sind Muslim und Muslima. Kontaktaufnahme Am besten über Dritte: Gewinnen Sie eine anerkannte Persönlichkeit für Ihr Anliegen. Der Status dieser Person überträgt sich auf Sie.

Verhandeln

Feilschen gehört zur Kultur. Planen Sie stets Zeit und Verhandlungsspielraum ein, besonders bei Preisen. Emotionale Ausbrüche aber auch Schweigen gehören zur Show. Auch wenn im Ehrenkodex gilt „Ein Mann – ein Wort“, sollten Vereinbarungen schriftlich fixiert werden. Notfalls verweisen Sie auf formal-organisatorische Gründe. Visitenkarten Werden mit der rechten Hand überreicht und entgegengenommen, meist nach der Begrüßung. Dank und Respekt für die Karte des Gegenübers sind selbstverständlich. Bitte nichts darauf notieren! Zeitmanagement Von Deutschen wird Pünktlichkeit erwartet. „Ich habe keine Zeit“ wiederum gilt als Beleidigung. Suchen Sie andere Entschuldigungen, familiäre Verpflichtungen etwa. Sie gelten nicht als unprofessionell. Geduld und Flexibilität zeigen.

China

Begrüßung

Der Händedruck sollte nicht zu kräftig, sondern locker bis weich sein. Zudem wird nicht die Dame, sondern der Ranghöchste zuerst begrüßt. Und wenn Sie Leute vorstellen: Niemals mit dem Zeigefinger auf jemanden zeigen – extrem unhöflich! Besser: ganze Handfläche benutzen. Essen Reis wird immer zuletzt gereicht. Zum Essen wird die Schale dicht an den Mund geführt, der Reis mit Stäbchen geschaufelt. Nie mit den Essstäbchen gegen die Schale tippen – das tun nur Bettler! Absolut tabu: die Stäbchen in den Reis stecken. Symbol für Tod. Nudeln ebenfalls mit Stäbchen zum Mund führen und schlürfend einsaugen. Schlürfgeräusche sind durchaus erwünscht: Zeichen, dass es einem schmeckt. Einladung Chinesen werden dabei aus Höflichkeit zurückhaltend essen. Sie wollen wiederholt zum Essen aufgefordert werden. Getränke Meist werden Schnaps, Bier oder Wein zum Essen gereicht, die Gläser randvoll gegossen. Das Personal schenkt laufend nach, ansonsten der Mann der Frau; der Ranghöhere dem Rangniederem. Bei der Aufforderung „Ganbei“ („Das Glas trocknen“) trinken alle ihr Glas in einem Zug aus. Dazu wird meist aufgestanden. Geschenke Werden erwartet. Gerne Obst, Kuchen oder alkoholische Getränke. Jedoch keine Uhren – auf Chinesisch kann „eine Uhr schenken“ auch „eine Beerdigung besuchen“ bedeuten. Die Präsente werden nie in Anwesenheit des Schenkenden ausgepackt – Zeichen von Gier. Hotels Möglichst nicht in einem Hotel mittlerer Kategorie absteigen. Status und Prestige sind in China extrem wichtig. Chinesen fragen beim ersten Meeting gerne, in welchem Hotel man wohnt. Kleidung Formale Kleidung – dunkler Anzug und Krawatte – sind im Geschäftsalltag ein Muss. Wer Jeans und Krawatte trägt, wird nicht ernst genommen. Ebenso sind schrille Farben tabu. Für Frauen gelten in China inzwischen westliche Konventionen: Standard ist der dunkle Hosenanzug. Kritik Direkte und offene Kritik ist in China tabu. Stattdessen beteuern: der Mitarbeiter habe seine Sache gutgemacht, und beim nächsten Mal schaffe er sicher auch. Pausen Besprechungen am Vormittag enden um halb zwölf – dann wird in China Mittag gegessen. Abendessen beginnen spätestens um 18.30 Uhr. Smalltalk Beim Kennenlernen sind persönliche Fragen nach Familienstand, Kindern, sogar nach der Höhe des Gehalts üblich. Nicht ausweichend antworten! Wer zudem über die Bundesliga Bescheid weiß, genießt hohes Ansehen: europäischer Fußball ist bei Chinesen beliebt. Tabu sind dagegen Politik, Kritik an Missständen, Umweltverschmutzung und Menschenrechten. Verhandlungen Das Entscheidende kommt zum Schluss. Der Beginn: ein ausgedehnten Essen. Dort sind Gespräche über Geschäftliches tabu. Sollte es mal haken, auf keinen Fall aus der Haut fahren! Das bedeutet Gesichtsverlust, und landet im Aus. Besser: freundlich bleiben, beteuern, dass man am Abschluss interessiert ist. Oft kommt nach wenigen Tagen ein Anruf, der Entgegenkommen zeigt. Vier Die Zahl kann auf Chinesisch auch „Tod“ bedeuten. Nie etwas schenken, das in irgendeiner Weise diese Zahl enthält! Visitenkarten Immer viele mitnehmen, mit beiden Händen überreichen und genauso annehmen. Karte noch einen Moment betrachten. Zeigt Respekt.

England

Abendessen

Einladungen zu einer Dinnerparty nach Hause sind im Geschäftsleben unüblich. Wer dennoch in den Genuss kommt, sollte ein Mitbringsel dabei haben. Blumen sind weniger populär als hochwertige Pralinen, Wein oder Champagner. Wichtig: Nach der Party schriftlich per Karte beim Gastgeber bedanken. Begrüßung Nur noch Traditionalisten grüßen Fremde mit „How do you do?“. Richtig ist dann allein mit „How do you do?“ zu antworten. Moderner ist die Floskel „How are you?“. Die Antwort: „Fine, thank you!“ Oder „Very well, thank you!“ Bloß keine Ausführungen! Das tatsächliche Befinden interessiert nicht. Dresscodes In der City kleidet man sich konservativ: Herren dunkle Anzüge, Seidenkrawatten und schwarze Schuhe, Kombinationen sind im Finanzbereich unüblich. Damen: dunkler Hosenanzug oder Kostüm. Aufdringliches Schminken und zu viel Schmuck hinterlassen einen schlechten Eindruck. Und im Sommer: nie offene Schuhe oder Sandalen und im Büro stets Strümpfe oder Strumpfhosen tragen! Geschäftsessen Eine Einladung sollte spätestens drei bis vier Wochen vor dem Termin telefonisch, per E-Mail – bei formelleren Anlässen per Karte – erfolgen. Der Brite kalkuliert für ein Lunch 90 Minuten ein, meist wird auf Nachspeisen verzichtet. Wer eingeladen hat, bezahlt. Tritt vorab keiner als Gastgeber in Erscheinung und fühlt sich keiner verpflichtet, die Rechnung zu übernehmen, wird geteilt („to go Dutch“). Heißt: Der Betrag wird gleichmäßig auf alle aufgeteilt. Pfennigfuchserei à la „Ich hatte das Steak für 13,50 und Sie den Fisch für 19 Pfund“ ist ein Affront. Handy Bitte nie während des Lunch oder einer Konferenz benutzen. Geräte sollten vorher ausgeschaltet werden. Händeschütteln Nur beim ersten Treffen per Handschlag, danach nicht wieder, auch nicht zum Abschied. Ein paar freundliche Worte reichen. Erlaubt ist das Händeschütteln erst wieder, wenn man sich längere Zeit nicht gesehen hat. Höflichkeit Der Brite entschuldigt sich andauernd, auch wenn ihm ein anderer auf den Fuß tritt. Diese Höflichkeit erwartet er auch von anderen. Dazu gehört, nicht deutlich zu widersprechen. Ablehnung wird gerne in eine Frage verpackt: „Are you sure this is the best way?“ oder „Wouldn't it possibly be better to...?“ Achtung: „very interesting“ ist Ausdruck starker Missbilligung. Ladies first In England geht der Mann im Restaurant voraus. Das ist aber die einzige Gelegenheit, wo Männer Frauen nicht den Vortritt lassen. Ansonsten gilt: Frauen und Höhergestellte zuerst! Pünktlichkeit Bei Geschäftsessen sollte man sich nicht verspäten. Bei privaten Einladungen ist es dagegen erwünscht, rund eine Viertelstunde zu spät zu kommen. Smalltalk Geschäftliche und private Treffen sollten unbedingt mit Smalltalk eingeleitet werden. Über das Wetter können Briten stundenlang reden. Auch Sport eignet sich gut. Allerdings nicht im Vorfeld eines englisch-deutschen Fußballspiels. Tabu sind Politik, Religion, Sex, das Königshaus oder Prominente. Ebenso Persönliches. Trinkgeld Mindestens 15 Prozent der Rechnungssumme. Manchmal wird es automatisch dazugerechnet. Also darauf achten, was auf der Rechnung steht: „Service included“ oder „Service not included“. Verhandeln Besserwisserei ist absolut verpönt, ebenso Angeberei – schließlich ist dies das Land des Understatements. Geschätzt wird, wer Kompromisse schließen kann. Dazu gehört auch, gelegentlich nachzugeben. Das wird sogar erwartet. Vorstellen Der Gastgeber stellt dem wichtigsten Gast die anderen mit einem erläuternden Satz vor: „This is Peter Smith, he is our expert for contemporary art“ oder „Can I introduce Maggie Brown to you, she spent many years as our manager in Munich“.

Frankreich

Begrüßung

Der frühere Staatspräsident Jacques Chirac begrüßte zwar Kanzlerin Angela Merkel mit Handkuss. Doch ist der längst aus der Mode. Wer eine Dame schon besser kennt, begrüßt sie mit jeweils einem angedeuteten Kuss auf die linke und rechte Wange, in manchen Regionen können es bis zu vier Küsschen sein. Aber bitte nie beim Erstkontakt! Diplomatie Wer mit der Tür ins Haus fällt, gilt als unhöflich. Geben Sie ab und an ruhig Fehler zu. Das gilt hier als Tugend. Wer nur Stärken präsentiert, fällt eher unangenehm auf. Dasselbe gilt für Rechthaberei. Wichtiger ist, diplomatisch zu bleiben und das Gesicht des anderen zu wahren. Offener Streit wird vermieden. Dresscodes Bei manchen Einladungen wird die Kleiderordnung angegeben. Tenue de soirée bedeutet etwa Abendgarderobe, also dunkler Anzug und Krawatte, beziehungsweise Abendkleid. Bei Tenue de ville wird ein legerer Anzug beziehungsweise Kostüm erwartet. Die Krawatte kann weg bleiben. Einladungen Sollten nie abgelehnt werden. Unhöflich! Bei Zeitmangel kann man aber auf ein Bistro ausweichen. Nach wie vor wird in Frankreich vieles beim Essen verhandelt oder Kontakte werden vertieft. Empfänge Selbst bei offiziellen Anlässen ist eine Krawatte nicht unbedingt Pflicht. Besucher bei Staatspräsident Nicolas Sarkozy erschienen auch schon mal mit offenem Hemdkragen. Ein Anzug oder eine Kombination sind allerdings ein Muss. Geschenke Bei privaten Einladungen ist es üblich, der Dame des Hauses einen Blumenstrauß oder Pralinés mitzubringen. Die Blumen sollten nicht ausgepackt werden, weil die oft kunstvolle Verpackung Teil des Präsents ist. Kavalier Gegenüber Damen ist man(n) in Frankreich stets Kavalier. Es ist selbstverständlich, einer Frau in und aus dem Mantel zu helfen. Natürlich hält er ihr immer die Tür auf. Und im Restaurant werden Frauen grundsätzlich zuerst bedient. Erst wenn allen Damen serviert ist, sind die Herren dran. Erst wenn alle etwas haben, wird mit dem Essen begonnen. Nachtisch Ein Dessert nach dem Essen ist heute kein Muss mehr. Dafür wird meist Kaffee getrunken. Es kann auch ein Deca (ohne Koffein) oder eine Tisane (Kräutertee) sein. Erst dann wechselt übrigens das Gespräch zum Geschäftlichen. Nie vorher! Prosten Lautes Zuprosten und Anstoßen gilt als unfein. Üblich ist allein, das Glas zu erheben und ein Anstoßen anzudeuten. Rechnung Getrennte Rechnungen kennt man in Frankreich nicht. Einer zahlt stets für alle am Tisch. Als Trinkgeld werden ein paar Münzen liegen gelassen – aber ohne Kommentar à la „Stimmt so“. Die Franzosen geben weniger Trinkgeld als die Deutschen. Zehn Prozent sind schon das Maximum. Restaurant Nie eigenständig einen Tisch ansteuern! Richtig: Warten bis der Ober einen anspricht und zum Tisch führt. Sein Vorschlag darf allerdings auch abgelehnt und ein anderer Tisch gewünscht werden. Vorbereitung Ist zwecklos. Bei Franzosen ist in Meetings alles offen – und möglich. Manche Entscheidung entsteht gar spontan während der Kaffeepause. Wein Zu Geschäftsessen ist Wein üblich, sollte aber in Maßen getrunken werden. Ein Glas reicht. Nach dem Hauptgang wird der Wein abgeräumt. Zeit Ist in Frankreich ein dehnbarer Begriff, Veranstaltungen beginnen selten pünktlich.

Indien

Begrüßung

Üblich ist der Handschlag, aber nicht zu fest. Kräftiges Händedrücken ist in Indien unhöflich. Die traditionell wie zum Gebet aneinander gelegten Handflächen werden zum Gruß nicht erwartet. Essen Viele Inder essen mit der Hand, allerdings nur Zuhause im Familienkreis. Im Geschäftsleben sind Messer und Gabel üblich. Wegen der verschiedenen Glaubensrichtungen gibt es vielfältige Regeln bei der Zubereitung der Speisen. Mit vegetarischen Gerichten und Fruchtsäften können Sie allerdings nichts falsch machen. Einladung Inder sind sehr gastfreundlich und private Einladungen gehören zu einer guten Geschäftsbeziehung. Lehnen Sie diese daher nie ab. Auf Partys oder Empfängen ist das Essen (meist Büffet) oft der Abschluss des Abends. Deshalb sollten Sie nie hungrig kommen. Nach dem Dessert ist es Zeit zu gehen, länger bleiben, ist unhöflich. Getränke In Indien wird viel und gerne getrunken, besonders Bier, Gin Tonic und Whiskey. Angehörige höherer Kasten lehnen Alkohol allerdings manchmal ab. Während des Essens gibt es keine alkoholischen Getränke. Geschenke Präsente sind bei privaten Einladungen besonders wichtig. Inder schätzen Präsente mit Heimatbezug des Schenkenden. Und legen Sie eine Karte zum Geschenk! Oft werden Geschenke nicht im Beisein des Schenkenden geöffnet. Ja Nicht jedes „Ja“ ist eine Zustimmung. „Ja“ kann auch „Ich weiß nicht“ bedeuten. Wer zögerlich antwortet, meint mitunter gar „Nein“. Um Missverständnisse zu vermeiden: Stellen Sie keine Fragen, die nur mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten wären! Kleidung Ihre Gesprächspartner werden Ihnen öfter in kurzärmeligen Hemden und ohne Krawatte gegenübersitzen. Von Europäern wird trotzdem beste Geschäftskleidung erwartet. Nur im Sommer dürfen Sie auf das Jackett verzichten. Aber bringen sie es trotzdem zum Termin mit: Es gilt als Status-Symbol, sein Büro auf 18 Grad herunterzukühlen. Erkältungsgefahr! Kritik Dass Inder keine Kritik vertragen, stimmt nicht. Sie wird nur nie direkt geäußert. Wer unzufrieden ist, fragt besser ob es auch anders geht. Auch ein „Nein“ ist unhöflich. Das entspricht fast einer Ohrfeige. Sprache Die Geschäftssprache ist Englisch. Wer dennoch ein paar Sätze Hindi beherrscht, hinterlässt großen Eindruck – aber nur im Norden. In Südindien verspielen Sie mit Hindi Sympathien. Smalltalk Damit beginnt jedes Treffen. Erstkontakte bestehen manchmal ausschließlich aus Vorgeplänkel. Denn Inder sind misstrauisch und sehen eine darin eine Vertrauensbasis für Geschäfte. Dabei reden sie am liebsten über die Familie. Wundern Sie sich also nicht, wenn ein Inder neben dem Namen Ihrer Kinder wissen will, ob Sie schon geschieden waren oder wie alt Ihre Frau ist. Nehmen Sie ruhig ein Familienfoto mit in die Verhandlung. Die Themenalterntive ist Cricket – die populärste Sportart in Indien. Verhandeln Verhandlungen beginnen nie ohne Smalltalk und einem milchigen, meist sehr süßen Tee oder Kaffee. Was darauf folgt, sind oft bühnenreife Inszenierungen. Das gehört zum Spiel. Argumentieren Sie hart mit Zahlen und Angeboten der Konkurrenz. Aber fahren Sie nie aus der Haut! Das wird als persönlicher Angriff gewertet. Inder haben nur selten eine Agenda, aber das Wichtigste kommt erst am Schluss. Was lange dauern kann. Denn: Ist das Geschäft schnell abgeschlossen, ist aus Sicht der Inder etwas schief gelaufen. Visitenkarten Werden direkt nach der Begrüßung ausgetauscht. Übergeben Sie die Karte nur mit der rechten Hand und nehmen Sie sie nur mit der rechten entgegen. Die Linke ist unrein. Wichtig ist der Titel auf der Karte: Wer nicht wenigstens „Vice President“ oder „Director“ draufstehen hat, wird kaum ernst genommen. Denn indische Unternehmen sind streng hierarchisch aufgebaut – mittlere Ebenen können kaum etwas entscheiden. Zeit Inder sind zwar nicht per se unpünktlich. Aber eine Stunde zu spät kommen sie durchaus mal – vor allem, wenn man etwas von ihnen will. Trotz allem gilt Unpünktlichkeit als unhöflich.

Japan

Baden

Japaner entspannen nach Verhandlungen gerne in Bädern. Selbst wer vorher geduscht hat, muss sich – für alle sichtbar – gründlich abseifen. Berührungen Umarmen, Schulterklopfen, Händeschütteln sind außer bei Trinkgelagen unüblich. Man hält Distanz. Wer in diese Distanzzonen eindringt, löst tiefes Unbehagen aus. Ehepartner Werden nicht in geschäftliche Dinge einbezogen. Dennoch erwarten Japaner, dass der Gast abends ausgeht – je nach Spesenkonto gar zum Geisha-Abend. Nach japanischer Denke werden privaten und dienstlichen Interessen niemals die gleiche Priorität eingeräumt – Job geht vor. Geschenke Nie ein Messer, eine Schere oder einen Brieföffner verschenken – Signal für eine Trennung! Achtung anzüglich: Abbildungen von Füchsen oder Dachsen. Sie symbolisieren Fruchtbarkeit beziehungsweise Hinterhältigkeit. Präsente werden mit der Formel „Es ist zwar wertlos, nehmen Sie es aber bitte trotzdem an!“ überreicht. Der Beschenkte legt das Mitbringsel ungeöffnet beiseite – alles andere zeugt von Habgier. Grüner Tee Wird oft nach Mahlzeiten gereicht und pur getrunken. Bitte keine Milch oder Zucker hineingeben! Kleinere Teeblätter am Schalengrund sind normal. Ein aufrecht stehendes Teeblatt gilt als Glücksbote. Zeigen Sie, dass Sie es bemerkt haben! Harmonie Streiten Sie nie! Japaner lehnen offene Konflikte ab. Unterdrücken Sie persönliche Gefühle, sie zu verbalisieren oder sich anmerken zu lassen, ist unfein. Hierarchie Angemessene Respektbezeugungen haben einen solchen Stellenwert, dass zwei Japaner schwer miteinander umgehen können, solange die Rangfolge ungeklärt ist. Auch dazu dienen Geschäftskarten: Je weniger Titel auf der Karte stehen, desto höher der Mann. Ist nur der Name aufgedruckt, sollte man ihn kennen. Karaoke Die Einladung in eine Karaoke-Bar darf man nicht absagen. Punkte sammelt, wer deutsche Volkslieder trällern kann. Wem das zu peinlich ist, sollte eine Ersatzshow bieten: Trommeln oder Zungenbrecher vom Typ „Fischers Fritze“. Kleidung Faustregel: teures Tuch, dezentes Design, Damen wie Herren. Japaner achten enorm auf Qualität. Schludrige Kleidung wird schnell als Nichtachtung gelegt. Auch auf Socken achten! Vor allem beim Sitzen auf Tatami-Matten, bei dem die Schuhe ausgezogen werden. Komplimente Mit „Ihre Präsentation war super!“ stürzen sie Japaner in Sinnkrisen. Das wird als Ausrede missverstanden. Wer loben will, verweist auf eigene Schwächen statt auf Großtaten des anderen. Die Bestform: den anderen um Rat fragen. Prestige Gute Hotels sind in Japan teuer, signalisieren aber, dass Sie solvent sind. Genauso bei Flug- oder Zugklassen. Gespart wird in Japan intern, wenn es keiner merkt. Wer sich gar einen Mietwagen mit Fahrer leistet, beweist professionelle Noblesse. Rechnung Wenn Sie nicht wollen, dass Japaner bezahlen, müssen Sie das dem Kellner sagen, sonst geht die Rechnung an den Einheimischen. Der würde sie nie weiterreichen. Auch nicht öffentlich prüfen. Es ist unfein, sich mit Gelddingen zu befassen. Reis Japan war lange Zeit ein armes Land, Reis das „tägliche Brot“. Zollen Sie ihm deshalb Respekt, indem Sie Ihre Portion bis auf einen Anstandsrest aufessen. Sitzordnung Sie ist streng und unbedingt zu beachten: Der Gast, dem die größte Ehre gebührt, wird so weit wie möglich von der Tür plaziert. Wird auf Tatami-Matten gesessen, ist der Schneidersitz angebracht. Hinfläzen wäre vulgär. Stäbchen Wer damit umgehen kann, genießt Hochachtung. Falsch ist, die Stäbchen durch Stoßen auf den Tisch wieder gerade zu rücken. Ganz tabu: mit dem Essgerät herumfuchteln oder im Essen herumrühren. Taxifahren Regel 1: Fassen Sie keine Tür an! Die hinteren Türen werden vom Fahrer mechanisch geöffnet. Regel 2: Taxifahrer sprechen selten Englisch. Deshalb vom Hotel oder Betreuer auf Japanisch aufschreiben lassen, wohin man will. Telefonieren Japaner lächeln beim Telefonieren oder verbeugen sich dabei. Sie glauben, der andere hört diese Ehrerbietung. Deshalb: Lassen Sie den anderen zuerst auflegen. Alles andere wäre ungezogen. Trinken Einsames Trinken ist verpönt. Selbst zu fortgeschrittener Stunde nie selbst das Glas füllen! Stattdessen schenkt man sich gegenseitig nach. Sakeschalen werden vorher leer getrunken. Trunkenheit wird in Japan eine einzigartige Toleranz entgegengebracht: Nur in diesem Zustand darf man ungestraft seine Meinung sagen. Verbeugen Sagen viel über den Status einer Person. Wer sich tiefer und länger verbeugt, zeigt dem anderen Respekt. Nehmen Sie das Ritual hin, aber machen Sie nicht mit, da Sie die Regeln, wer sich in welchem Grad verneigen muss, nicht kennen. Ein freundliches Kopfnicken reicht völlig. Visitenkarten Nie aus der Gesäß- oder Hosentasche zotteln! Sie stecken in einem respektablen Etui und das im Jackett. Schon die Marke der Lederhülle sagt etwas über den Besitzer. Übergeben Sie die Karte sorgsam mit der rechten Hand, besser mit beiden Händen und teilen Sie diese nie aus wie Pokerkarten! Das Ritual, sich über die Aussprache der Schriftzeichen und deren Bedeutung zu verständigen, erwartet keiner – zeugt aber von Kulturverständnis.

Lateinamerika

Alkohol

In Mexiko, Venezuela und teils in Brasilien wird viel Alkohol getrunken, in Argentinien oder Chile weniger. Beim Mittagessen wird in Brasilien gerne eine Caipirinha oder ein Bier bestellt, in Peru und Chile ein Pisco Sour – mehr aber nicht. In Mexiko und Venezuela wird dagegen mittags auch mal eine Flasche Whisky auf den Tisch gestellt. Sich zu betrinken, ist trotzdem tabu – auch bei privaten Einladungen. Anrede Man redet sich schnell mit Vornamen an, Titel werden weggelassen. Ältere Partner werden im spanischen mit „Don“ oder portugiesisch „Senhor“ angesprochen. Frauen mit „Doña“ oder „Senhora“. In Mexiko sind akademische Titel Teil der Anrede, wie etwa „Licenciado“ (Studierter) oder „Ingeniero“ (Ingenieur). Verbreitet ist auch, Höhergestellte mit Doktor anzureden – egal, ob die den Titel besitzen oder nicht. Begrüßung Üblich ist, sich die Hand zu geben und dabei auf die Schulter zu klopfen. Auch während des Gesprächs fassen sich Lateinamerikaner gerne an, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Frauen werden von Männern nur mit zwei, drei angedeuteten Wangenküssen begrüßt – und auch nur, wenn man sie gut kennt. Untereinander geben sich Frauen einen Kuss auf die Wange. Dienstpersonal Besucher sollten Hausangestellte nie ins Gespräch einbinden oder ihnen Anweisungen erteilen. Das macht allein der Gastgeber. Einladung Bei Privatpartys nie pünktlich sein – es sei denn der Gastgeber fordert ausdrücklich dazu auf! Bis zu einer Stunde Verspätung wird erwartet. Ebenso ein mediterraner Kleidungsstil. Er: Kombination, Freizeithemd (gebügelt!), Mokassins. Sie: kurzer Rock, Bluse mit Dekolleté und Pumps. Gastgeschenke Sind beim ersten Geschäftskontakt übertrieben und werden den anderen unvorbereitet treffen. Später aber öffnet ein Bundesliga-Trikot von Bayern München, ein Porsche-Modellauto für den Sohn oder ein Parfum für die Sekretärin manche Tür. Blumen sind unüblich. Die Verpackung ist oft wichtiger als der Inhalt. Geschäftskleidung In den Großstädten konservativ. Krawatte und Anzug sind ein Muss, Kombinationen selten. Auch die Frauen kleiden sich formell, wenn auch etwas freizügiger als in Europa. Vorsicht mit den eiskalten Klimaanlagen! Höflichkeit Wer spüren lässt, dass er sich für kompetenter oder etwas Besseres hält, hat verloren. Gegenseitiger Respekt ist oft wichtiger als Ehrlichkeit oder Wahrheitsfindung. Sagen Sie deswegen nie „Nein“, sondern „Wir werden sehen“ oder „Warum nicht?!“ Umgekehrt: Wo der andere kein eindeutiges „Ja“ signalisiert, herrscht Verhandlungsbedarf. Hygiene Schweißgeruch ist ein absolutes no-go. Deshalb wird mehrmals am Tag geduscht und die Kleidung gewechselt. Nach dem Mittagessen unbedingt die Zähne putzen. Die Frauen gehen regelmäßig zur Maniküre und epilieren sich an Beinen, unter den Armen und in der Bikinizone. Körpersprache Südamerikaner achten extrem auf Körpersprache und Mimik. Wer etwas anderes sagt, als er meint, wird oft durchschaut. Obacht: Eine hochgezogne Augenbraue oder vor der Brust gekreuzte Arme gelten als Ablehnung. Nationalstolz Die meisten Südamerikaner schimpfen wie die Rohrspatzen auf ihr Land. Vorsicht: Halten Sie sich trotzdem mit Kritik zurück. Schimpfen dürfen Sie allein über das Wetter, das Verkehrschaos oder die wachsende Kriminalität. Sprache Englisch beherrscht nur die Elite. Geschäftsreisende sollten deshalb ein paar Brocken Spanisch und Portugiesisch sprechen. Das gilt zugleich als Respektbeweis. Strand Einladungen ins Strandhaus sind eine Ehre. Die Regeln dort: Trotz knappster Bikinis ist „oben ohne“ für Frauen genauso tabu wie für Männer, die Badehose am Strand anzuziehen. Das macht man vorher. Frauen tragen über dem Bikini ein kunstvoll geschlungenes Kanga oder Strandtuch. Achtung: Badehosen und Bikinis sind in Brasilien wichtige Kleidungsstücke! Wer seine olle Strandhose aus Deutschland mitgebracht hat, sollte sich unbedingt ein modisches Modell besorgen. Streit Nie frontal, schon gar nicht laut werden! Dem anderen muss die Chance bleiben, sein Gesicht zu wahren. Schwächen im sozialen Umgang werden in Südamerika am wenigsten verziehen. Telefon In Südamerika sagt niemand seinen Namen, wenn er angerufen wird – auch aus Sicherheitsgründen. Das spanische „Olá“ oder „Oi“ in Brasilien reicht. Einen Anruf während eines Meetings entgegen zu nehmen, dürfen sich nur ranghohe Manager erlauben und ziehen sich dazu in eine Ecke zurück. Termine Pünktlichkeit ist in den Metropolen auf dem Vormarsch. Eine Viertelstunde Verzug gilt aber noch nicht als Verspätung. Bei Politikern oder Behörden brauchen Sie dennoch Geduld: Wartezeiten von mehreren Stunden sind üblich. Wer die erwähnt oder kritisiert, wird ausgebremst. Trinkgeld In Brasilien werden zehn Prozent automatisch aufgeschlagen. Je näher man an die USA rückt, desto größer aber die Erwartungen. In Venezuela und Mexiko schauen die Kellner beleidigt, wenn sie nur zehn Prozent bekommen. Taxirechnungen werden dagegen nur aufgerundet. Visitenkarten Sind enorm wichtig und am besten auf Spanisch oder Portugiesisch. Sie werden genau gelesen – und zu Beginn des Gesprächs unauffällig in die Hand gedrückt. Wer eine Karte verteilt, erwartet auch eine zu bekommen.

Polen

Anrede

Den anderen nur mit Nachnamen anzureden, gilt als unhöflich oder gar als Provokation. Richtig ist die Anrede mit Titel: „Herr Direktor“, „Herr Vorsitzender“. Begrüßung Treffen sich zwei Delegationen, begrüßen sich zunächst die höchstrangigen Teilnehmer. Dann stellen sie ihre Begleiter vor und begrüßen die niederrangigen Mitglieder der anderen Seite. Bewirtung Zweckmäßigkeit ist Trumpf. Das Restaurant, in das Sie einladen, sollte vor allem ruhig sein – und zwar über mehrere Stunden. Bieten Sie dem Geschäftspartner den Platz an, von dem aus er den besten Blick auf den Raum hat. Einladung Werden Sie nach Hause eingeladen, ist das ein Signal für Interesse an einer langfristigen Geschäftsbeziehung. Wichtig ist dann ein angemessenes Präsent für die Dame mitzubringen. Blumen sind okay, ein schönes Souvenir aus Ihrer Heimat ist besser. Essen Auch wenn Ihnen die zuweilen schwere Kost nicht bekommt, weisen Sie Speisen nie zurück. Nur wenig oder nichts davon zu essen, ist höflicher und wird verstanden. Dasselbe gilt für Getränke: Symbolisches Nippen ist besser als Ablehnung. Frauen In Polen gibt es noch den angedeuteten Handkuss zur der Begrüßung einer Frau. Frauen werden nach alter Schule hofiert: Man rückt ihnen den Stuhl zurecht, hilft in den Mantel, hält die Tür auf. Geizen Sie bei Privatbesuchen nicht mit Komplimenten für die Dame! Aber bieten Sie nie an, beim Abräumen zu helfen. Kontaktaufnahme Polen legen dabei Wert auf die persönliche Note. Ein Brief reicht nicht, besser ist ein Treffen, das ein Mittelsmann arrangiert. Pünktlichkeit Zu einer Verabredung kommt man besser nicht zu spät. Wenn doch, brauchen Sie eine gute Begründung (Stau, Baustellen oder Flugverspätung). Blicken Sie beim Treffen auch nicht ungeduldig auf die Uhr – das endet sowieso selten pünktlich. Toilette Fragen Sie nie nach der Toilette! Erkundigen Sie sich lieber, wo Sie sich die Hände waschen können. Zurückhaltung Ausladende Körpersprache, laute Sprache und schulterklopfende Kumpanei kommen nicht gut an. Wer seriös ist, übt sich in vornehmer Gestik und leisen Tönen.

Portugal

Anrede

Titel haben hohen Rang. Ein Ingenieur will mit „Herr Ingenieur“ angesprochen werden. Das Gleiche gilt für den Doktor. Solche Grade stehen natürlich auch auf Visitenkarten. Geduzt wird übrigens erst wenn Bruderschaft getrunken wurde. Bis dahin bleibt es beim „Sie“. Begrüßung Anders als in Spanien werden in Portugal keine Wangenküsschen gegeben. Der Handschlag reicht. Einladung Seien Sie nicht verwundert, wenn Ihr Geschäftspartner Sie beim dritten Besuch nach Hause einlädt. Die Portugiesen sind stolz auf Ihr Heim und teilen diese Privatsphäre gerne mit Geschäftsfreunden. Die Einladung anzunehmen, ist Pflicht. Essen Lange Geschäftsessen sind nicht üblich. Auch wird früher und schneller zu Mittag gegessen als in Spanien: 13.30 Uhr ist die übliche Zeit. Jackett Im Restaurant sollte der Mann nie das Jackett ausziehen, ohne vorher die anderen zu fragen – auch nicht im Sommer! Kleidung Mit pinken oder gelben Hemden wie in Spanien machen Sie sich in Portugal lächerlich. Die dominanten Farben bei Anzügen sind Grau, Blau und Schwarz, bei Hemden hellblau und weiß. Für Frauen gilt dasselbe. Im Business trägt sie entweder Kostüme oder Hosenanzüge. Konversation Denken Sie nie, Portugal sei wie Spanien! Im Gespräch sollten Sie klar machen, dass Sie verstanden haben, dass die portugiesische Kultur eine völlig andere ist, sonst sind die Portugiesen beleidigt. Kritik Portugiesen sind sehr selbstkritisch, mögen aber nicht, wenn Ausländer sie kritisieren. Deswegen: Vorsicht mit negativen Äußerungen über Land und Leute! Sprache Auch wenn Sie Spanisch können: Reden Sie mit Portugiesen Englisch. Nicht wenige hegen Argwohn gegen den wirtschaftlich stärkeren Nachbarn. Stimme Reden Sie nie laut! Das gilt als sehr unhöflich und wenig diskret.

Russland

Aberglaube

Vorsicht bei Dekorationen! Mit bestimmten Farben und Zahlen assoziieren Russen Gutes oder Schlechtes. Positiv: Rot (Schönheit, Auferstehung, Liebe), Grün, Blau, Drei, Sieben, Zwölf. Negativ: Schwarz, Dreizehn. Weiß steht für Reinheit, aber auch für Trauer. Anrede Die typische Form besteht aus Vornamen und sogenannten Vatersnamen, dem abgewandelten Vornamen des Vaters. Heißt Ihr Gegenüber Sergej und sein Vater Oskar, lautet die Anrede: „Sergej Oskarowitsch“. Mit hierarchischen Titeln werden nur hochrangige Personen wie Generaldirektoren oder Minister angeredet. Bewirtung Operatives regelt man beim Lunch, das preiswert bleiben darf. Beim Abendessen sollten Sie aber nicht knausern! Hier werden Freundschaften vertieft. Distanzzone Der Körperabstand in Russland ist geringer als bei uns. Im Gespräch wird auch schon mal der Arm berührt oder auf die Schulter geklopft. Ein Sympathiebeweis! Wenn man sich besser kennt, geht das – auch unter Männern – bis zur Umarmung oder zum Wangenkuss. Ernst Seien Sie am Anfang nie zu freundlich. Betont lockeres und humorvolles Auftreten stößt Russen als zu amerikanisch auf. Es kann sogar als Schwäche ausgelegt werden. Der Ton wird freundlicher, je besser man sich kennt. Frauen Von Frauen wird famoses Aussehen und verbale Zurückhaltung erwartet. Als Frau kann es Ihnen passieren, dass ein älterer Geschäftspartner Ihrem Kollegen ausgiebig die Hand schüttelt und Ihnen nur ein Nicken schenkt. Das wechselt aber. In modernen Unternehmen nimmt die Zahl der Frauen im Management zu. Gefälligkeiten Fördern das Vertrauen und werden erwartet. Ein Russe würde nicht verstehen, dass Sie ihm die Bitte abschlagen, beim Visumantrag zu helfen oder sich in Deutschland über Ausbildungschancen für seine Kinder zu erkundigen. Umgekehrt werden Gefälligkeiten nicht vergessen. Geschenke Geschenke mitzubringen, gehört zum guten Ton. Ihr Wert, der persönliche Bezug und die Sorgfalt bei der Auswahl sollten mit der Dauer und Tiefe der Beziehung zunehmen. Blumen sind gut, aber: In gerader Zahl schenkt man sie nur bei Begräbnissen. Gelbe und weiße Blumen werden mit Trauer und Verlust assoziiert. Härte Zugeständnisse sollten Sie nur mit Gegenleistungen machen. Und begründen Sie Ihr Einlenken mit persönlicher Sympathie und dem Interesse an einer langfristigen Beziehung. Wer zu schnell Kompromisse eingeht, wirkt schwach – und wird nicht geschätzt. Hierarchie Der wichtigste Mann im Unternehmen ist der Chef. Halten Sie sich stets an ihn, denn in den meisten Unternehmen passiert nichts, was nicht über seinen Tisch gegangen ist. Delegiert wird wenig. Kulturkenntnis Russen sind belesen und interessieren sich sowohl für Technik und Naturwissenschaften als auch für Kunst, Musik und Literatur. Wer abends auf hohem Niveau mitplaudern kann, gewinnt an Format. Gut, wer mal ein Werk von Tolstoi, Dostojewski oder Puschkin gelesen hat. Pünktlichkeit Deutsche stehen im Ruf pünktlich, worttreu und diszipliniert zu sein. Das ist ein Bonus, den man nutzen sollte. Umgekehrt: Wer die Erwartungen enttäuscht, verliert enorm an Sympathie. Sprache Wer etwas erreichen will, sollte Russisch sprechen, zumindest aber einen Dolmetscher haben. Mit der Sprache halten es viele Russen wie die Amerikaner: unsere Sprache oder keine. Temperament Verliert ein Russe die Contenance, sollten Sie ihm selbstbewusst und entschieden begegnen – nie belehrend. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn er auf den Tisch haut oder wutschnaubend den Raum verlässt. Das ist Temperament – zuweilen auch Taktik. Trinksprüche Um das Wodkatrinken kommt man oft nicht herum. Der erste Trinkspruch ist Sache des Gastgebers. Später wird aber auch ein Toast vom Gast erwartet. Trinksprüche drehen sich häufig um Freundschaft, das Leben oder die Schönheit der Frauen. Den Gastgeber zu loben, ist nie verkehrt.

Spanien

Anrede

Es wird schnell geduzt. Sie sollten nicht auf das „Sie“ bestehen, aber auch nicht vermuten, dass Ihr Partner sie wegen des „Du“ besonders sympathisch findet. Begrüßung In Katalonien gibt man sich nur die Hand, in Madrid werden Frauen Küsschen auf die Wange gegeben. Männer machen das nur, wenn sie sehr gute Freunde sind. Umarmung ist dann auch möglich, bei guten Geschäftspartnern auch ein Schulterklopfen. Tuchfühlung ist in Madrid eher ein Plus, Distanz erregt Misstrauen. Frühstück Wenn es heißt: „Ab in die Bar!“, ist kein Trinkgelage gemeint. Um 11.30 Uhr verschwinden Spanier dorthin zum Frühstück. Wenn Sie gerade in einer Besprechung sind, sollten Sie nicht auf deren Fortsetzung bestehen oder um Catering bitten. In Spanien steht man nicht so auf Canapés und Sandwiches. Kleidung Ist in Spanien sehr förmlich. Zwar darf man bei Hemdfarben und Krawatten Mut zeigen, aber der Anzug sollte dunkel und konservativ geschnitten sein. Kollegen In Spanien darf bei der Arbeit geflirtet werden. Wenn ein Mann zu einer Frau „guapa“ („Hübsche“) sagt, bedeutet das nicht, dass er gleich mit ihr ausgehen will. Spielen Sie das Spiel unbedingt mit. Sie könnten sonst als „saure Gurke“ gelten. Konversation Beim Geschäft wird auch über Privates geredet. Bitte nicht schweigen, wenn der andere nach Kindern oder Hobbys fragt. Achtung: In Madrid sollte man sich nicht als Fan des FC Barcelona outen. Zwischen beiden Städten besteht große Rivalität. Mittagessen Planen Sie viel Zeit ein! Drei Gänge sind mittags Pflicht, genauso Wein und Magenbitter als Abschluss. Sich als Diätler zu outen, wäre unhöflich. Bis zu drei Stunden Mittagspause sind normal. Sprache Spanier sprechen schlecht Englisch. Für Verhandlungen sollten Sie einen Übersetzer dabei haben. Gegenüber katalanischen Partnern fallen Sie mit ein paar Brocken Katalanisch positiv auf. Präsentationen sollten ebenfalls in Katalanisch erfolgen.

Tschechien

Anrede

Nicht mit Titeln geizen! Die werden hier stolz getragen. Im Geschäftsleben redet man einander mit akademischen Graden oder Unternehmenstiteln an, etwa „pane rediteli“ („Herr Geschäftsführer“). Wenn Sie den Titel nicht kennen, nehmen Sie trotzdem „Herr Doktor“ oder „Herr Ingenieur“. Das stimmt vielleicht nicht, nimmt aber keiner übel. Bescheidenheit Beim ersten Kennenlernen bloß nicht referieren, wer man ist und was man alles geleistet hat. Überheblich. Besser mit Smalltalk über Sport, Essen oder Urlaub beginnen. Tschechen machen nicht viel Aufhebens um ihre Fähigkeiten, trotzdem sollte man sie nicht unterschätzen. Einladung Wer zu einem Geschäftspartner oder Kollegen nach Hause eingeladen wird, darf sich etwas darauf einbilden: ein ultimativer Beweis seiner Wertschätzung. Eine solche Einladung sollte man unbedingt annehmen und später erwidern. Handy Der Trend geht zum Zweit- oder Dritthandy. Dass Meetings alle paar Minuten von Klingeltönen gestört werden, ist normal. Das Gespräch anzunehmen, gilt nicht als unhöflich, solange die Antwort kurz bleibt. Harmonie Ein harmonisches Arbeitsklima ist Tschechen heilig. Für einen Vorgesetzten, der sich um seine Leute kümmert, zuhört, gemeinsame Ausflüge organisiert, legen sich tschechische Mitarbeiter ins Zeug. Andernfalls finden Sie viele Wege, ihm das Leben schwer zu machen. Humor Tschechen pflegen einen feinen, an ironischen Zwischentönen reichen Humor. Einblick liefern etwa Bücher von Jaroslav Hasek oder Bohumil Hrabal. Wer den Humor beherrscht, sammelt Pluspunkte. Wer nicht, sollte zur Sicherheit nur über sich selbst oder etwas Neutrales witzeln. Kleidung In Prag dominiert das Understatement. Die Businesskleidung ist korrekt und gepflegt, aber selten auffällig. Ausnehmend schicke Kostüme oder besonders edle Anzüge samt weißem Hemd mit Manschettenknöpfen bleiben besonderen Anlässen vorbehalten. Teure Accessoires werden leicht als Aufschneiderei gewertet. Schuhe Selbst wenn Ihr Gastgeber mehrfach versichert, Sie könnten seine Wohnung mit Schuhen betreten – ziehen Sie sie dennoch aus. Das ist so üblich, und das „Lassen Sie sie ruhig an“, reine Höflichkeit. Im Gegenzug bekommen Sie meist Hausschuhe. Kommunikation Direkte Kritik nehmen Tschechen persönlich. Sie gilt als grob und bloßstellend. Einwände besser zwischen den Zeilen verstecken. Dort wird oft auch die eigentliche Botschaft eines Gesprächs versteckt. Auch wenn die oft wortreichen Beiträge der Tschechen zur Geduldsprobe mutieren – hören Sie zu! Tabu: ein schlichtes „Nein“. Geben Sie Ihrem Gegenüber stets zu verstehen, dass Sie für sein Anliegen Verständnis haben und gern darauf eingehen, dass dies aber gerade schwer möglich ist. Noch besser: Verbinden Sie die Ablehnung mit Alternativvorschlägen. Ortskenntnis Sympathien gewinnt, wer sich über Land, Leute, Wirtschaft und Politik schlau macht. Viele Tschechen kennen sich mit der deutschen Wirtschaft erstaunlich gut aus. Mit Tschechien-Kenntnissen beweist man angesichts des wirtschaftlichen Größenunterschiedes Respekt. Tipp: Auf ihre Eishockey-Teams sind Tschechen besonders stolz. Osteuropa Verorten Sie Tschechien niemals in Osteuropa! Die Tschechen haben sich schon immer als Mitteleuropäer verstanden. Und sprechen Sie gegenüber Tschechen von Tschechien, nicht von der Tschechei, der Tschechoslowakei oder gar dem ehemaligen Ostblock.

USA

Abendtermine

Schlagen Sie keine Geschäftstermine am Abend vor. Amerikaner haben zwar kein Problem damit, lange zu arbeiten, doch danach möchten sie schnell nach Hause zur Familie. Abendtermine laufen eher informell mit den Partnern ab. Alkohol Halten Sie sich beim Alkoholkonsum zurück. Auch abends. Zum Lunch ist Alkohol sogar nahezu komplett verpönt. Trinken Sie stattdessen Eistee. Anrede Reden Sie Frauen nicht mit „Miss“ an! Das klingt für die meisten so albern wie für uns das „Fräulein“. Meist stellen sich Amerikaner mit ihrem Vornamen vor. Dann sollte man sie auch so ansprechen. Ansonsten mit „Sir“ oder „Madam“. Begrüßen Auf das obligatorische „How are you?“ nie mit Elogen über die eigene Befindlichkeiten antworten. „I’m fine, thank you” reicht. Der Händedruck ist fest, aber kurz. Wichtig sind Komplimente – etwa über den Blick aus dem Konferenzraum, die Vorbereitung des Meetings, die Stadt, das nette Hotel. Und jammern Sie nicht über Deutschland! Seien sie positiv, das kommt besser an. Danken Bedanken Sie sich ständig! Bei den Teilnehmern des Meetings für ihr Kommen, ihre Zeit, ihr Engagement. Beim Assistenten, beim Lieferanten. Stellen Sie Teilnehmer einer kleineren Besprechung einzeln vor und teilen Sie den anderen kurz mit, welchen Beitrag jede Person geleistet hat oder leisten wird. Dresscode In vielen Branchen – mit Ausnahme der Finanzszene an der Ostküste – geht es tagsüber wenig formal zu. Oft reicht eine Kombination, sogar ohne Schlips. Im Zweifel aber gilt: lieber zu formal als zu lässig, abrüsten geht später immer noch. Für Frauen gilt allerdings überall: nicht zu viel Haut zeigen. Die eher prüden Amerikaner rümpfen darüber die Nase. Einladungen Wenn Sie privat nach Hause eingeladen werden, bleiben Sie bitte nicht länger als drei Stunden. Bringen Sie eine gute Flasche deutschen Wein und Blumen mit und referieren Sie kurz über das Anbaugebiet. Vergessen Sie keinesfalls die Dankeskarte am nächsten Tag. Essen Viele Amerikaner schneiden Fleisch oder Fisch erst in mundgerechte Portionen und essen dann mit der rechten Hand, während die linke im Schoss liegt. Unsere beidhändige Variante wird aber akzeptiert. Komplimente Bitte nie Kommentare zum Aussehen einer Person – weder positive noch negative! Das führt kann als sexuelle Belästigung verstanden werden und hat schon manchen seinen Job gekostet. Loben Sie lieber Leistung und Teamwork. Konferenzen Drehen Sie auf Stehempfängen die Runde. Es ist normal, sich wildfremden Leuten vorzustellen und sich nach kurzem Augenkontakt zu einer Gruppen zu stellen, um diese in ein Gespräch zu verwickeln. Woher kommen Sie? Was machen Sie? Für wen arbeiten Sie? – Dieses „working the crowd“ gilt nicht als aufdringlich, sondern kontaktfreudig. Wundern Sie sich aber nicht, wenn Sie ihr Gesprächspartner nach wenigen Minuten einfach stehen lässt. Auch er nutzt die Zeit zum Networking. Kritik Mit offener Kritik können Amerikaner schlecht umgehen. Selbst wenn die Ergebnisse unterdurchschnittlich sind: Gehen Sie davon aus, dass der andere sein Bestes gab. Loben Sie kleine Fortschritte und versuchen Sie, kritische Anmerkungen in positive Worte zu kleiden: „That was great, but next time we will even be better.“ Pünktlichkeit Seien Sie pünktlich, auch wenn Amerikaner das laxer handhaben. In großen Städten gibt es eben Staus und Verspätungen. Umgekehrt: Nie zu früh erscheinen! Das gilt als extrem unhöflich, vor allem bei privaten Einladungen. Smalltalk Niemals den US-Präsidenten kritisieren! Politische Themen sind tabu. Lassen Sie sich auch nicht von Fragen, wie „Gibt ihre Kanzlerin eine gute Figur ab?“ nicht zu politischen Vorträgen provozieren. Die Antwort „Ich glaube, sie hat insgesamt ganz gute Presse“ reicht. Weitere No-Nos sind Religion, Rasse, Sex sowieso. Vorsicht bei Vorträgen über unseren Fußball (der hier Soccer heißt)! Das könnte als despektierlichen Äußerungen über „American Football“ missverstanden werden. Visitenkarten Verteilen Sie Ihre Karten nicht einfach. Fragen Sie lieber nach der Business Card des anderen. Sagt der, seine seien ihm gerade ausgegangen, hat er kein Interesse an weiteren Kontakten. Die eigene Karte bieten Sie nur an, wenn Ihr Gespräch über Höflichkeitsfloskeln hinaus gegangen ist.

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