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Lohnendes Studium So viel mehr verdienen Akademiker

Wie viel verdienen Akademiker? Quelle: Getty Images

Wer studiert hat, verdient in der Regel mehr als sein Nachbar, der nicht studiert hat. Und dabei geht es nicht nur um ein paar Tausend Euro. Untersuchungen zeigen, wie stark die Gehälter auseinanderklaffen.

Wer sich für ein Studium entscheidet, entscheidet sich häufig auch dafür, erst später sein eigenes Geld zu verdienen. Wer eine Ausbildung macht, bekommt früher Gehalt. Doch diese kurzzeitige finanzielle Einschränkung lohnt sich in der Regel langfristig. Das zeigt der Gehaltsreport für Fach- und Führungskräfte der Job-Plattform Stepstone.

Demnach verdienen Akademiker schon mit bis zu zwei Jahren Berufserfahrung im Schnitt deutlich mehr als ihre nicht studierten Kollegen, nämlich 46.000 gegenüber 32.000 Euro. Über das Arbeitsleben hinweg steigt dieser Unterschied immer weiter an, bis er bei einer mehr als 20-jährigen Berufserfahrung schließlich 23.000 Euro im Jahr beträgt.

Die durchschnittlichen Bruttogehälter im Detail:

BerufserfahrungBruttodurchschnittsgehaltDifferenz
mit Studiumohne Studium
bis 2 Jahre46.000 €32.000 €14.000 €
3 - 5 Jahre54.000 €38.000 €16.000 €
6 - 10 Jahre64.000 €44.000 €20.000 €
11 - 20 jahre76.000 €54.000 €22.000 €
über 20 Jahre79.000 €56.000 €23.000 €
Quelle: Stepstone, eigene Darstellung

Dabei gibt es jedoch immense Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsgruppen, vor allem bei Akademikern. So liegt das Durchschnittsgehalt bei Ärzten bei 84.000 Euro. Studierte Social-Media-Experten bekommen hingegen im Schnitt 51.000 Euro. Das ist aber immer noch deutlich mehr, als Handwerker bekommen: Ihr durchschnittliches Gehalt beträgt nur 39.000 Euro.

Auf das ganze Erwerbsleben gerechnet kommen so gewaltige Unterschiede zusammen. Bereits 2014 hat das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) die Lebenseinkommen verschiedener Ausbildungsgänge miteinander verglichen.

Schon wer nur eine Lehre abschließt, verdient demnach auf sein Leben gerechnet 250.000 Euro mehr als ein Mensch ohne Ausbildung. Insgesamt kommt er den Nürnbergern zufolge auf 1,3 Millionen Euro. Abiturienten verdienen demnach 1,6 Millionen Euro, Fachhochschulabsolventen 2,0 Millionen Euro.

Dass Akademiker finanziell klar im Vorteil sind, kommt in der Untersuchung des IAB noch deutlicher heraus als im Stepstone-Report. Wer studiert hat, verdient demnach in seinem Erwerbsleben im Schnitt 2,3 Millionen Euro – und damit fast doppelt so viel wie sein unstudierter Nachbar.

Knapp 138.000 Studenten haben im vergangenen Jahr den Master an einer deutschen Hochschule gemacht – doch die meisten Masterarbeiten verschwinden nach dem Abschluss auf ewig in der Versenkung. Schade eigentlich. Denn tatsächlich schlummern in vielen Arbeiten wertvolle Ideen – und diese Ideen haben eine Bühne verdient. Deshalb startet die Wirtschaftswoche gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte den Wettbewerb „Supermaster“. Dort können sich ab sofort alle Absolventen bewerben, deren Abschlussarbeit ein wirtschaftsrelevantes Thema behandelte. Alle Informationen auf wiwo.de/supermaster

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