Der Ursprung meiner Karriere: Herbert Geiss: „Ich habe viel ausprobiert und immer den richtigen Riecher gehabt“
„In Köln sagt man: Von nix kütt nix. Ich habe viel ausprobiert, wenig ausgelassen und immer den richtigen Riecher gehabt“
Foto: Privat1. Kölsche Jung
Ich kam in Köln zur Welt, wo der Familienbetrieb Deiters damals seinen Hauptsitz hatte. Mein Vater und mein Onkel führten die Firma in dritter Generation, aber zerstritten sich, und mein Vater gab seine Anteile ab. Ich ging erst auf die Realschule und später aufs Wirtschaftsgymnasium. Aber nur bis zur zwölften Klasse, denn von Theorie war ich gelangweilt. Ich wollte unbedingt arbeiten und begann die Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei uns im Betrieb.
2. Jungspund
Damals verkauften wir Spielzeug und Verlosungsartikel für Kirmesplätze. Wir hatten es mit einigen Gewerben zu tun, die keine solide Zahlungsmoral hatten. Dadurch fehlte Deiters Geld in der Kasse. Mir war klar: So konnte es nicht weitergehen. Noch während der Ausbildung, mit 20, übernahm ich die Anteile meines Onkels und entschied als neuer Inhaber: Wir konzentrieren uns auf Verkleidung.
3. Verjüngungskur
2004 begann ich mit der Expansion. Jedes Jahr machten wir neue Geschäfte auf. Mittlerweile führen wir deutschlandweit 29, von Hamburg bis Stuttgart. Wir erweiterten auch unser Sortiment von Karnevalsartikeln hin zu Trachten, Mottopartys und Kindergeburtstagen. So können wir das ganze Jahr für alle möglichen Anlässe etwas bieten. In der Pandemie hatten wir trotzdem 95 Prozent weniger Umsatz. Aber jetzt macht es wieder Spaß, das Leben der Leute bunter zu machen.