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Jack Welchs Manager-Kinder Diese Manager glänzen vor allem mit großen Sprüchen

Mit dem einstigen GE-Chef Jack Welch starb einer, den viele für seine messerscharfen Sprüche und Managementweisheiten liebten. Doch es gibt bereits würdige Nachfolger. Diese Manager hauen gerne mal einen raus.

Der frühere Chef des US-Industriekonzerns General Electric, Jack Welch, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Lange ist es her, dass er selbst die Geschicke des Mischkonzerns lenkte. Unvergessen sind aber seine meist bissigen Sprüche, die als Management-Weisheiten zahllose Fans auf der Welt haben. Zum Beispiel: "Ändern Sie sich, bevor Sie es müssen." Quelle: dpa
Es ist aber nicht so, dass nicht ein paar würdige Erben in den Startlöchern sitzen würden. Hier eine Auswahl von Managern, die um Sprüche und Frotzeleien selten verlegen sind. Quelle: REUTERS
Oder waren. Steve Jobs etwa. Der 2011 verstorbene Apple-Gründer und Erfinder des iPhones sagte schon 1993, viele Jahre vor seinem Tod: „Es bedeutet mir nichts, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein… Abends ins Bett zu gehen und zu sagen: Wir haben etwas Wunderbares geschaffen…das bedeutet mir etwas.“ Quelle: AP
Um seine Unsterblichkeit musste sich Jobs schon zu Lebzeiten keine Sorgen machen. Mit dem iPhone prägte er eine ganze Ära. „Sich daran zu erinnern, dass ihr sterben werdet, ist der beste Weg den ich kenne, den Gedanken zu verhindern, dass man etwas zu verlieren hätte. Ihr seid bereits entblößt. Es gibt keinen Grund, eurem Herzen nicht zu folgen.“ Quelle: dpa
„Eure Arbeit wird einen großen Teil eures Lebens einnehmen und die einzige Möglichkeit, wirklich zufrieden zu sein ist, dass ihr glaubt, dass ihr großartige Arbeit leistet. Und der einzige Weg, großartige Arbeit leisten zu können, ist zu lieben, was ihr tut. Wenn ihr das noch nicht gefunden habt, dann haltet die Augen offen. Mit eurem ganzen Herzen werdet ihr wissen, wenn ihr es endlich gefunden habt. Wie in jeder guten Beziehung, wird es im Laufe der Jahre immer besser werden. Also haltet so lange danach Ausschau, bis ihr es findet. Gebt euch nicht mit weniger zufrieden.“ Das sagt Jobs 1993 im Alter von 38 Jahren. Das Foto ist von 1984, bei der Vorstellung des ersten Macintosh-Computers. Quelle: AP
„Von Apple gefeuert zu werden, war das Beste, das mir passieren konnte. Der Druck erfolgreich zu sein, der auf mir lastete, wurde durch dem Gefühl der Leichtigkeit, wieder ein Beginner zu sein, ersetzt. Es hat mich befreit, um eine der kreativsten Phasen meines Lebens zu beginnen“, ist auch so ein Satz von Jobs. Auf diesem Foto von 1976 ist er mit «Apple-Mitgründer Steve Wozniak zu sehen. Quelle: dpa
Der damalige Microsoft CEO Steve Ballmer riskierte, auf das iPhone angesprochen, übrigens eine ziemlich dicke Lippe. Der Wiwo sagte er damals, 2007: "Außer der Marke hat Apple nichts in petto, was andere Anbieter nicht auch zu bieten hätten. Daher garantiere ich Ihnen, dass sich das iPhone nicht sonderlich verkaufen wird." Quelle: AP
Ballmer hatte aber offenbar alle Technologie-Konkurrenten auf dem Kieker. So sagte er 2006: "Meine Kinder sind sicher in vielerlei Hinsicht genauso schlecht erzogen wie andere, aber wenigestens in einem Punkt habe ich sie erfolgreich gehirngewaschen: Ihr nutzt nicht Google und ihr nutzt keinen iPod." Quelle: AP
Auch der frühere Boeing-Chef James McNerney ist mit markanten Zitaten in die Geschichte der Manager-Aussprüche eingegangen. So ist von ihm überliefert: „Mein Sport war der Teamsport: Eishockey und Baseball. Diese ganze Teamdynamik ist in der Wirtschaft ähnlich. Führung muss man sich verdienen – der Kapitän verdient diese Rolle; und das nicht, weil er der Sohn vom Trainer wäre. Das sind alles Dinge, die wir eigentlich wissen. Aber in der heutigen Welt ist es ganz gut sich das noch einmal zu vergegenwärtigen.“ Auf dem Foto von 2013 zeigt er dem Herrscher der Vereinigten Arabischen Emirate ein Modell der Boeing 777. Quelle: Reuters
McNerneys Konzernstrategie beschrieb er so: „Der Schlüssel für erfolgreiche Übernahmen ist, immer bereit zu sein. Denn man weiß nie, wann das passende große Ding kommt.“ Quelle: dpa
Bei Ferdinand Piech, dem 2019 verstorbenen früheren Aufsichtsratsvorsitzenden von Volkswagen, blieb auch oft kein Auge trocken. Zu einem möglichen Bündnis der Konkurrenten Fiat, Opel und Chrysler bemerkte er 2009 nur: „Zwei Kranke in einem Doppelbett oder gar drei geben noch keinen Gesunden.“ Quelle: dpa
Zu der später gescheiterten Übernahme des schwäbischen Sportwagenbauers stellte Piech klar: „Ich bin der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Volkswagen AG, ich bin nicht der Retter von Porsche.“ Quelle: dpa
Und sein damaliger Kollege aus Stuttgart, Daimler-Chef Dieter Zetsche, brachte die Lage der Automobilindustrie seinerzeit so auf den Punkt: "Wenn wir weiterhin nur das tun, was wir so gut gemacht haben, sind wir erledigt." Quelle: dpa
An Selbstbewusstsein mangelt es Tesla-Gründer Elon Musk gewiss nicht: „Optimismus, Pessimismus, scheiß drauf, wir werden es möglich machen, so wahr Gott mein verdammter Zeuge ist. Ich bin versessen darauf es möglich zu machen.“ Quelle: REUTERS
Musk ist besessen davon, dass die Menschheit den Mars erobert. Er wäre enttäuscht, wenn das zu seinen Lebzeiten nicht gelänge. "Ich würde gerne auf dem Mars sterben. Aber nicht bei der Landung." Quelle: REUTERS
Ein Satz, den Musk auch so lebt: „Scheitern ist eine Option. Wenn gewisse Dinge nicht scheitern, bist Du nicht innovativ genug.“ Quelle: AP
Und wer bei Tesla scheitert und nicht innovativ genug war, der soll es doch am besten woanders im Silicon Valley probieren, zum Beispiel bei den Erben von Steve Jobs: „Apple ist Teslas Friedhof. Wenn Du es bei Tesla nicht schaffst, arbeite halt bei Apple.“ Quelle: REUTERS
Noch so ein Kandidat, der mittel Skandalaussagen indirekt auch sein Unternehmen bewirbt: Ryanair-Chef Michael O'Leary. „Unsere Buchungssysteme sind voll von Passagieren, die mal geschworen haben, dass sie nie wieder mit uns fliegen wollen,“ hat er einmal gesagt. Quelle: REUTERS
Sein Credo lange Zeit: Preis, Preis, Preis statt Kundenservice. „Wir wollen weiterhin für die Toilettenbenutzung an Bord Geld verlangen. (...) Die Leute sollen am Flughafen aufs Klo gehen. Dann können wir zusätzliche Sitze einbauen und allen günstigere Tickets anbieten.“ Quelle: REUTERS
2010 sagte er auf die Frage, wann er als Ryanair-Chef abträte: „Aber in zwei bis drei Jahren, wenn wir das Image von Ryanair ändern - weg von Preis, Preis, Preis, Preis hin zum Kundenservice und dass wir uns um die Umwelt kümmern und das Wohlergehen der Tiere und diesen ganzen Müll -, dann braucht Ryanair einen neuen Chef, weil ich mich nämlich um diesen Müll nicht kümmere.“ Er ist allerdings auch heute noch Chef der Billigairline. Quelle: REUTERS
O'Leary hält nicht nur nichts von Kundenservice, sondern auch von Arbeitnehmerrechten. So sagte er über seine Piloten: „Ich fordere jeden Piloten heraus, mir zu erklären, wie das ein schwieriger Job sein kann oder wie es kommt, dass sie überarbeitet sind, oder wie irgendjemand, der laut Gesetz nicht mehr als 18 Stunden in der Woche arbeiten darf, jemals unter Erschöpfung leiden kann.“ Quelle: REUTERS
Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer hat Zalando und Hello Fresh groß rausgebracht. Der Gründer des Internet-Inkubators sagt aber: " Wir sind nicht der Einstein des Internets. Aber am Ende fragt niemand, wer etwas erfunden hat, sondern nur, wer Marktführer ist." Quelle: dpa
Manchen gilt Samwer als deutscher Marc Zuckerberg. Er kontert: „Es ist ein Fehler zu denken, die Idee sei das Entscheidende. Ideen sind nichts Besonderes. … Eine Idee zu haben, das ist wie Aufwachen. Ein Unternehmen zu gründen ist dagegen wie Aufstehen.“ Quelle: dpa
Amazon-CEO Jeff Bezos, milliardenschwerer Online-Shop-Gründer, hat natürlich auch so seine Weisheiten, die er der Welt zum Besten gibt. Kostprobe? „Wenn Du Kunden in der physischen Welt unglücklich machst, erzählen sie möglicherweise sechs Freunden davon. Wenn Du sie im Internet unglücklich machst, können sie 6000 Freunden gleichzeitig davon berichten.“ Quelle: AP
Und ganz bescheiden sagt Bezos: „Unternehmen sollten sich nicht von Glanz abhängig machen, da Glanz nicht überdauert.“ Quelle: dpa
Auf wen Jeff Bezos hier wohl anspielt? „Cleverness ist ein Geschenk, Freundlichkeit ist eine Entscheidung.“ Quelle: AP
Hasso Plattner, Aufsichtsratsvorsitzender des Softwarekonzerns SAP, hat auch schon den einen oder anderen rausgehauen. „Ich wollte ein Diktator sein, aber ein guter Diktator“, sagte er im Juli 2013 im Interview mit der WiWo über sein Hana-Projekt. Quelle: dpa
Und im selben Jahr sagte er anlässlich der Verknüpfung der SAP-Business-Suite mit der SAP-Datenbank Hana: „Ich möchte jetzt nicht in der Haut von Oracle-Chef Larry Ellison stecken. Schließlich rast gerade ein Güterzug namens Hana auf ihn zu.“ Quelle: dpa
Oracle-CEO Larry Ellison hatte Plattner vorher aber auch schon herausgefordert. „Das ist totaler Blödsinn. Geben Sie mir den Namen seines Pharmazeuten“, sagte er im Januar 2010 als Replik auf Hasso Plattners Aussage, Hana könne eines Tages Oracle in Bedrängnis bringen. Quelle: dpa
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