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Personalmanagement Gute Personaler entscheiden über den Unternehmenserfolg

Personaler tun sich häufig schwer damit, ihre Erfolge zu verkaufen. Das liegt nicht nur am fehlenden Zahlenmaterial. Oft mangelt es an der richtigen Strategie. Und ohne die geht nichts.

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HR schafft offensichtlich die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Quelle: Fotolia

Dass gutes Personalmanagement Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschafft, ist unbestritten. Trotzdem hat der Funktionsbereich Human Resources (HR) als strategischer Partner in der Unternehmensführung oftmals einen schweren Stand. Sicher: Der Einfluss von HR auf die Unternehmensentwicklung ist in den vergangen Jahren gestiegen. Doch anders als etwa der Vertrieb oder das Marketing kann das Personalmanagement kaum messbare Ergebnisse zum „return on invest“ liefern. Das Sagen im Unternehmen haben deshalb in der Regel andere, während die Personaler selbst oft nur am Katzentisch sitzen.

Wenn die HR-Profis an dieser Situation etwas ändern wollen, müssen sie dazu übergehen, den Wandel im Unternehmen stärker aktiv mitzugestalten, anstatt Veränderungen nur zu moderieren. Zumal der Faktor Humankapital für viele Manager noch immer eine Blackbox ist. Während Unternehmenslenker meistens sehr genau verstehen, wie man Prozesse und Kennzahlen im operativen Bereich optimiert, steht die Personalarbeit noch immer im Ruf, weniger strategisch und zielorientiert zu sein. Die Erkenntnis, dass gute HR-Arbeit einen hohen Impact auf den Unternehmenserfolg hat, setzt sich nur langsam durch.

Zur Person

Dabei belegen genau dies längst schon unterschiedliche Studien. Eine Befragung der Boston Consulting Group von mehr als 1.000 Führungskräften und Organisationsexperten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ergab zum Beispiel, dass „weiche“ Themen wie etwa die persönliche Verantwortung und Gestaltungsfreiheit am Arbeitsplatz oder das Verhalten von Vorgesetzten den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens langfristig stärker beeinflussen als „harte“ betriebswirtschaftliche Maßnahmen zur Kostenreduktion oder zur Restrukturierung.

Aktienkurse steigen überdurchschnittlich

Den hohen Wert exzellenter HR-Arbeit spiegeln auch Untersuchungen zur Aktienkursentwicklung wieder. Wie der Bericht "Emerging Evidence: Business Performance and the validation of Human Resources Best Practices" des Top Employer Institute zeigt, weisen Unternehmen mit höchsten Standards im Personalmanagement eine deutlich bessere Börsenperformance auf.

Finanzanalysten nahmen hierfür die Leistungskennzahlen von 53 Unternehmen weltweit unter die Lupe, die vom Top Employers Institute für ihre herausragende Personalführung und -strategieausgezeichnet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Aktienkurs bei diesen ausgewählten Unternehmen überdurchschnittlich gut entwickelt.

So stiegen etwa die Aktienkurse der DAX30-Unternehmen Fresenius und Henkel – beides Arbeitgeber mit einer Zertifizierung als Top Employer – in den Jahren 2011 bis 2015 um 124 beziehungsweise 218 Prozent. Der deutsche Leitindex DAX legte im selben Zeitraum jedoch lediglich um 53 Prozent zu.

So gestalten HR-Manager den Wandel im Unternehmen mit

HR schafft also ganz offensichtlich die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg – die Personaler sollten angesichts des hohen Werts für ihr Unternehmen selbstbewusster agieren. Zumal sie vor einer weiteren Herausforderung stehen: Denn in der Regel sind sie nicht nur für die langfristige Personalplanung verantwortlich. Sie müssen sich zudem aktiv in den stetigen Change-Prozess eines Unternehmens einbringen und entsprechend auch kurzfristig flexibel agieren.

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