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Books-on-Demand Mit wenig Geld zum eigenen Buch

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Mit Books-on-Demand zum Erfolg

Bücher auf der Frankfurter Buchmesse Quelle: gms

Wer hartnäckig ist, wird belohnt

Doch das Wagnis wurde zum Erfolg: „Der Plan ging auf, die erste Auflage war bereits nach ein paar Tagen verkauft und ich druckte weiter. Ich steckte sehr viel Energie in die Vermarktung meines Buches und musste dabei auch oft über meinen Schatten springen. Klinkenputzen bei Buchhändlern in der Umgebung, die Erstellung einer eigenen Webseite, Lesungen vor manchmal nur zwei oder drei Leuten, Kontakte zur Presse aufbauen", sagt Neuhaus.

Doch bloßes Engagement und Ehrgeiz reichen noch lange nicht, um ein Buch erfolgreich zu publizieren. "Nicht jeder, der einen Stift zwischen den Fingern halten kann, kann auch schreiben", weiß Monse. Allerdings sei Schreiben ein Handwerk, das man erlernen könne, wie jedes andere auch. Eine Garantie für Erfolg sei es trotzdem nicht. Wichtiger ist deswegen, die eigenen Chancen gut abzuwägen. "Wenn ich einen Krimi über einen Ermittler in London schreibe, reihe ich mich natürlich ein in die Riege der etablierten Autoren. Und im Zweifel wird sich der Leser eher für das Werk des bekannten Schriftstellers entscheiden, als für den Newcomer." Monse rät daher, seine Geschichten auf lokaler Ebene spielen zu lassen, sodass sich die Leser mit den Spielorten identifizieren können. So, wie Neuhaus Taunus-Krimis.

Mit "Books-on-Demand" in die Verlagswelt einsteigen

Für Neuhaus wurden die „Bücher auf Bestellung“ so zum Erfolgsmodell. „Heute kann ich sagen, dass Books-on-Demand die entscheidende Weichenstellung in meinem Leben als Autorin war", schwärmt Neuhaus. Schon kurz nach ihrer Erstveröffentlichung verlangten die Leser mehr und so entstand die Idee zur ihren Krimis rund um das Ermittler-Duo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff. Die entscheidende Wende kam schließlich 2008, als der Ullstein-Verlag auf Neuhaus aufmerksam wurde: „Die Verlagsvertreterin hatte von ihrer Frühjahrsreise durch die Buchhandlungen ein Exemplar der "Mordsfreunde" mit nach Berlin gebracht. Dort war man begeistert und fragte an, ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit hätte“

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Die Schriftstellerin zögerte nicht lange und unterschrieb den Vertrag. Im Rückblick, die beste Entscheidung ihres Lebens. Mit Ullstein erreichten ihre Taunuskrimis eine Gesamtauflage von mehr als zwei Millionen, die Rechte verkauften sich in 20 Länder, darunter Korea, Russland oder Brasilien. Neuhaus zählt damit zu den meistgelesenen Krimi-Autorinnen Deutschlands. Doch Ausruhen kommt für sie auch in Zeiten des Erfolgs nicht in Frage:„Wenn man einen Traum verwirklichen will, muss man sein Glück selbst in die Hand nehmen, hart arbeiten, Niederlagen und Rückschläge riskieren und Chancen nutzen. Wenn man nur dasitzt, über die anderen meckert und hofft, dass eines Tages jemand vorbei spaziert kommt, der einem hilft, dann wird man vergeblich warten.“

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