1. Startseite
  2. Management
  3. Trends
  4. Wärmster Tag des Jahres: So bleiben Sie bei hohen Temperaturen produktiv im Job

HitzewelleSo bleiben Sie bei diesen hohen Temperaturen produktiv im Job

Meteorologen erwarten einen Hitzesommer. Heiße Tage im Büro können zur Belastung werden – vor allem bei zunehmender Präsenzpflicht. Diese Tricks schaffen Abhilfe.Anabel Schröter 02.07.2025 - 12:50 Uhr
Auch in diesem Jahr heißt es: vorbereitet sein auf die Hitzewellen. Foto: IMAGO/Westend61

Sommer, Sonne und schwitzen im Büro. Auf Deutschland rollt eine Hitzewelle zu. In den kommenden Tagen erwartet der Deutsche Wetterdienst je nach Region mehr als 35 Grad.

Bei diesen Temperaturen kann das Büro zur Sauna werden. Zwar zeigt eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, dass die Leistungsfähigkeit bei höheren Lufttemperaturen selbst nach vier Stunden noch gegeben ist. Allerdings fühle man sich, so die Arbeitsforscher, weniger frisch und die Leistungsbereitschaft nehme ab. Kurzum: In der Hitze wird man unmotivierter.

Mit diesen Tipps bleiben Sie trotz hoher Temperaturen produktiv und motiviert:

Ferienimmobilien

Was Käufer auf Mallorca beachten sollten

von Niklas Hoyer

Arbeitszeit anpassen

Wer keine festen Arbeitszeiten hat, sollte die Flexibilität ausnutzen. Denn in den Morgenstunden ist es oft noch kühler und die Innentemperaturen erträglicher. Wenn der Chef es zulässt, können Arbeitnehmer an Hitzetagen auch Überstunden abbauen.

Sollte das nicht möglich sein, dann helfen häufigere Pausen. Auf diese Weise kann die Konzentration auch trotz hoher Temperaturen aufrecht gehalten werden. Expertinnen und Experten empfehlen, etwa alle 45 Minuten für rund zehn Minuten zu pausieren. Am besten nicht am Arbeitsplatz selbst, sondern an einem kühleren Ort oder an der frischen Luft im Schatten.

Richtig essen und trinken

Bei hohen Temperaturen sollte auch für ausreichend Wasser gesorgt werden. „Trinken hilft ungemein, um mit der Hitze besser umzugehen“, sagt Ernährungswissenschaftler Karsten Köhler. Die menschlichen Organe haben einen großen Wasseranteil, weshalb der Körper versucht, den Wasserhaushalt aufrecht zu halten. Zudem kühlt die Haut den Körper durch Schweiß. Dafür benötigt er ausreichend Flüssigkeit.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Wassereinnahme von etwa 2,5 Liter pro Tag. Darin ist auch die Flüssigkeit eingerechnet, die in der Nahrung enthalten ist – wie in Obst und Gemüse. Das heißt, man sollte im Schnitt etwa 1,5 Liter pro Tag trinken.

Hitze

„Wer nach Durst trinkt, nimmt nicht genug Flüssigkeit zu sich, gerade wenn es so heiß ist“

von Svenja Gelowicz

Bei hohen Temperaturen sollte noch einmal mehr Wasser konsumiert werden. „Wir haben in einer Studie festgestellt, dass bei Sommerhitze bei Büroarbeit innerhalb von acht Stunden etwa ein Liter mehr als sonst getrunken wird, um den Verlust durchs Schwitzen auszugleichen“, erklärt Kersten Bux von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Der Experte für Arbeitsschutz weist außerdem auf einen weiteren Aspekt hin: „Wer hohe körperliche Leistung auf der Arbeit erbringt, muss nicht nur mehr trinken, sondern auch auf den Elektrolythaushalt achten. Bei Büroarbeitern wird dieser durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung ausgeglichen.“

Statt drei festen Mahlzeiten ist es bei hohen Temperaturen ratsam, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen. Anstelle von fettigen und schwer verdaulichen Speisen sollte lieber leichte Nahrung wie Salat oder fettarmer Fisch gewählt werden.

Und auch die Temperatur des Essens und der Getränke spielt eine Rolle: „Das kühle Feierabendbier ist keine gute Idee. Durch die niedrige Temperatur muss der Körper nachheizen und verbrennt dadurch zusätzliche Energie. Besser sind Getränketemperaturen von zehn bis 15 Grad“, rät Bux.

Ernährung bei Hitze

„Das große Problem sind aber weniger warme Speisen, sondern eiskalte Getränke“

Raum kühlen

Wer kein klimatisiertes Büro hat, sollte für Sonnenschutz sorgen. Jalousien sollten bereits heruntergelassen werden, bevor die Sonne auf die Fenster scheint – und auch nach Feierabend noch geschlossen bleiben.

Zudem sollte in den Morgenstunden gelüftet werden, dann ist die Luft am kühlsten. Spätestens ab 10 Uhr sollten die Fenster dann geschlossen bleiben. Denn sonst zirkuliert die heiße Luft von außen in den kühleren Raum. Außerdem kann es hilfreich sein, nicht benötigte elektrische Geräte abzuschalten. Denn Lampen, Drucker oder Bildschirme geben zusätzliche Wärme ab.

Ein elektrisches Gerät, das Abkühlung schafft: der Ventilator. Allerdings sollte er richtig eingestellt werden, ansonsten kann es zu Kopfschmerzen und Verspannungen führen. Im besten Fall sollte er so positioniert werden, dass der Windzug auf den Oberkörper gerichtet ist.

Auch bei der Nutzung von Klimaanlagen ist Vorsicht geboten. Ist der Unterschied zwischen Raum- und Außentemperatur zu hoch, kann es zu Erkältungen kommen.

Heizungstausch

So viel kosten Heizungen 2025

von Clara Thier

Auf den Körper hören

Wie der eigene Körper mit der Hitze umgeht, ist ganz individuell. „Jeder Mensch reagiert anders auf hohe Temperaturen. Manche sind leistungsfähiger, andere weniger.“ Deshalb braucht auch jeder Mensch unterschiedliche Hilfsmittel und hat bei der Wärme unterschiedliche Bedürfnisse.

Wenn Sie merken, dass es Ihnen nicht gut geht, dann reagieren Sie entsprechend. „Es kann auch helfen, zwischendurch mal die Arme unter kaltes Wasser zu halten. Die sollten danach aber nicht abgetrocknet werden, durch die Verdunstung wird etwas Kühle erzeugt“, erklärt Experte Bux.

Luftige Kleidung

An heißen Tagen sollte luftige Kleidung getragen werden. Sofern der Dresscode es zulässt, können Krawatte und Blazer im Schrank gelassen werden. Alternativen sind ein kurzärmliges Hemd, eine lockere Stoffhose oder ein Kleid. Luft- und feuchtigkeitsdurchlässige, leichte und bequeme Kleidung erleichtert das Schwitzen und verringert so die Hitzebelastung.

Homeoffice statt Büro

Wer die Möglichkeit hat, von zu Hause aus zu arbeiten, sollte dies nutzen. Denn viele Tipps lassen sich in den eigenen vier Wänden ausweiten: etwa ein kaltes Fußbad zu nehmen, statt lediglich die Unterarme zu kühlen. Die Kleidung kann im Homeoffice ebenfalls luftiger ausfallen. Und Bux weist auf noch einen Aspekt hin: „Wenn ich einen Arbeitsweg von einer Stunde habe, spare ich mir die Anfahrt, wenn ich im Homeoffice bin. Dann kann ich morgens schon eher mit der Arbeit beginnen, wenn es noch etwas kühl ist.“

Guter Schlaf

In heißen Sommernächten fällt es vielen Menschen schwer einzuschlafen. Dabei ist guter Schlaf auch entscheidend für die Produktivität. Am besten ist es, wenn das Schlafzimmer eine Temperatur von 16 bis 18 Grad hat. Ist das nicht zu erreichen, müssen andere Wege helfen.

Am besten sollte das Zimmer bereits am Tag abgedunkelt werden, damit die Hitze gar nicht erst hineinkommt. Dennoch ist frische Luft wichtig. Die Klimaanlage sollte aber aus bleiben – und Durchzug vermieden werden.

Zudem kann es helfen, Baumwoll- oder Leinenbettwäsche zu nutzen. Diese Stoffe sind atmungsaktiver. Auch eine lauwarme bis warme Dusche vor dem Schlafengehen kann den Schlaf verbessern. Zu kaltes Wasser kann den Körper zusätzlich stressen, weil er sich wieder aufwärmen muss.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick