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Summer School ☀️Diese Serien sollten Sie gesehen haben

Wir haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Bücher vorgestellt, die gute Lektüre für diesen Sommer sind. Hier nun der Filmstoff, der sich diesen Sommer besonders lohnt.Julia Groth, Jannik Deters 01.09.2025 - 10:06 Uhr
„Warum ich?“, sechs Folgen à 25 Minuten, in der ARD-Mediathek Foto: ARD Degeto

Der Raubzug

Aus Finanzthemen kann großartiger Filmstoff werden. Das ist spätestens seit „The Big Short“ bekannt, dem wohl besten Film über die US-Immobilienkrise, die sich 2008 zur Finanzkrise auswuchs. So elegant wie einst „The Big Short“-Regisseur Adam McKay erklärt Jan Schomburg sein Sujet in „Die Affäre Cum-­Ex“ nun nicht.

Aber das ist vielleicht der Punkt: Kaum jemand versteht, wie Cum-Ex-Deals funktionieren – aber alle wollen daran mitverdienen. Selbst in den Behörden, die den Dividendenschiebereien ein Ende setzen sollen, gibt es schwarze Schafe. Die deutsch-dänische Serie, basierend auf realen Ereignissen, will ihre Botschaft manchmal etwas zu sehr mit der Brechstange rüberbringen. Sie unterhält aber mit flottem Erzähltempo und schrägen Charakteren.

Julia Groth

Jan Schomburg: „Die Affäre Cum-Ex“, acht Folgen à 45 Minuten, in der ZDF-Mediathek Foto: ZDF

Das Mahnmal

Reagan war 17, als Tiffany Smith ihn im Livestream auf den Mund küsste. Reagan war damals als Kidfluencer, ein Kind als Influencer, Teil einer Gruppe, die allerlei Späßchen ins Netz stellte und dafür Millionen Klicks und Dollar bekam. Smith, Mutter von Piper, dem Kopf der Gruppe, bestimmte, was die Kinder tragen, tun, sagen sollten – und ging oft zu weit. Elf Beteiligte warfen ihr seelischen Druck, ein toxisches Arbeitsumfeld und in besonders schweren Fällen sexuelle Belästigung vor. Sie verklagten Smith und ihren Ex-Partner auf 22 Millionen US-Dollar. Im vergangenen Jahr verglich man sich.

Die Netflix-Dokuserie über diesen Fall
ist verstörend, aber auch ein Mahnmal in unserer Aufmerksamkeitsökonomie, in der schon Kinder Fame suchen – und ­Eltern mit ihnen.

Jannik Deters

Kief Davidson: „Bad Influence. Die Schattenseite von Kidfluencing“, drei Folgen à 50 Minuten, bei Netflix Foto: Netflix

So ein Pech!

Die erste Folge von „Warum ich?“ ist so drüber, dermaßen düster-alkoholisch-tragisch, da ist man geneigt, die Serie schon abzutun. Aber das wäre ein Fehler. Die Geschichten und Themen sind, wenn auch absurd überzeichnet, so lebensnah und nachvollziehbar: Familienstreit, Einsamkeit im Job, Freunde, die gar keine echten Freunde sind, Eifersucht. Die ­Personalchefin, die gerade Dutzende Mitarbeiter gefeuert hat und im Zug nach Hause sitzt, der unerwartet zum Stehen kommt, ein Suizid. War es etwa einer der von ihr Gekündigten?

Genüsslich lässt Regisseur David Schalko sein Starauf­gebot (Charly Hübner, Andrea Sawatzki, Bjarne Mädel, Katharina Thalbach und viele mehr) Pech und Pleiten ausbreiten, dass man auf dem sicheren Sofa denkt: zum Glück nicht ich. 

Jannik Deters

„Warum ich?“, sechs Folgen à 25 Minuten, in der ARD-Mediathek Foto: ARD Degeto
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