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KI-InvestorSoftbank meldet überraschend Milliardenverlust

Softbank will zum größten Geldgeber für OpenAI werden – schreibt nun aber rote Zahlen. Das wirft Fragen zu den Milliardenplänen des Technologieinvestors auf. 12.02.2025 - 13:53 Uhr

Das Logo von SoftBank.

Foto: REUTERS

Fallende Bewertungen wichtiger Beteiligungen haben Softbank einen überraschenden Milliardenverlust eingebrockt. Dies warf bei Anlegern die Frage auf, wie der Technologie-Investor seine ambitionierten KI-Pläne finanzieren will. In den kommenden Jahren sollen mehrere Dutzend Milliarden Dollar in eine Beteiligung an OpenAI, in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem ChatGPT-Entwickler sowie in den Ausbau der KI-Infrastruktur im Rahmen des US-Projekts „Stargate“ fließen. An diesen Zielen halte Softbank fest, betonte Finanzchef Yoshimitsu Goto bei der Vorlage der Geschäftszahlen am Mittwoch.

Das Minus belief sich auf 369,2 Milliarden Yen (2,32 Milliarden Euro), wie der Mischkonzern des Start-up-Investors Masayoshi Son am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr stand noch ein Gewinn von 950 Milliarden Yen in den Büchern, Analysten waren für das dritte Quartal von 234 Milliarden Yen ausgegangen.

Vor allem Bewertungsverluste bei der Investment-Einheit Vision Fund belasteten die Bilanz. Die Sparte setzt auf Start-ups aus dem Technologiebereich und verbuchte einen Anlageverlust von 352,7 Milliarden Yen.

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Das Ergebnis dürfte weitere Fragen aufwerfen, wie Softbank einige seiner ehrgeizigsten Vorhaben finanzieren will. Der Konzern will Insidern zufolge zum größten Finanzinvestor von OpenAI werden und verhandelt mit dem ChatGPT-Entwickler über eine Investition von bis zu 25 Milliarden Dollar, wie Reuters im Januar berichtet hatte.

Softbank will auch 15 Milliarden Dollar für das kürzlich angekündigte „Stargate“-Projekt zum Ausbau der digitalen KI-Infrastruktur in den USA bereitstellen, an dem neben OpenAI auch Microsoft, Oracle, Nvidia und die Softbank-Tochter Arm beteiligt sind.

Softbank tritt wieder aggressiver auf

Mit seinen Plänen rund um Künstliche Intelligenz (KI) schlägt Softbank-Gründer Masayoshi Son nach mehrjähriger Zurückhaltung wieder einen aggressiveren Kurs ein. Sein wichtigstes Instrument ist dabei der „Vision Fund“, der weltweit in Technologiefirmen investiert. Viele dieser Wetten zahlen sich für Son aus. Gelegentlich musste er aber auch Rückschläge einstecken, so wie die Insolvenz des Bürovermieters WeWork.

Die bislang letzte Einkaufstour von Softbank endete 2022, als die Bewertungen wachstumsstarker Startups durch steigende Zinsen ins Rutschen kamen. Besonders hart traf es den „Vision Fund 2“, der seit seiner Markteinführung 2019 Gesamtverluste von umgerechnet rund 21 Milliarden Euro aufgehäuft hat.

rtr
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